Berkshire Hathaway Aktie 10926529 / US0846707026
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08.08.2026 23:46:00
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Berkshire Hathaway-Aktie: Warren Buffett setzt Hunderte Milliarden auf nur fünf Aktien
Von den 263 Milliarden Dollar in Berkshires Aktienportfolio liegen zwei Drittel in nur fünf Werten, einem Prinzip, das Warren Buffett seit Jahrzehnten konsequent verfolgt.
- Berkshires 13F-Meldung zeigt 67 Prozent des Aktiendepots in fünf Werten.
- Apple und American Express allein stellen fast 40 Prozent des Portfolios.
- Zusätzlich sitzt Berkshire auf rund 397 Milliarden Dollar Cash und Anleihen.
Aus der Pflichtmeldung von Berkshire Hathaway für das erste Quartal 2026 an die US-Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass Warren Buffetts Investmentholding rund 67 Prozent ihres rund 263 Milliarden US-Dollar schweren Aktienportfolios in nur fünf Unternehmen konzentriert. Für den Starinvestor ist dies die konsequente Fortsetzung eines Prinzips, das er seit Jahrzehnten verfolgt. Seit dem ersten Januar dieses Jahres hat der 95-Jährige die Leitung seiner Investmentholding an seinen Nachfolger Greg Abel übergeben, der seine Investment-Philosophie ebenso fortsetzt.
Apple-Aktie, Amercian Express-Aktie, Coca-Cola-Aktie, Bank of America-Aktie , Chevron-Aktie - zwei Drittel des Depots
So listet das jüngste SEC-Filing insgesamt rund zwei Dutzend Positionen. An der Spitze steht der Technologiekonzern Apple mit einer Position von etwa 58 Milliarden US-Dollar, das entspricht rund 22 Prozent des Portfolios. Der Zahlungsdienstleister American Express folgt mit rund 46 Milliarden US-Dollar beziehungsweise etwa 17 Prozent auf Platz zwei. Allein diese beiden Positionen tragen damit fast 40 Prozent des gesamten Buches. Den Rest der Top fünf bilden Coca-Cola mit rund 30 Milliarden US-Dollar (etwa 12 Prozent), Bank of America mit rund 25 Milliarden US-Dollar (etwa 10 Prozent) und Chevron mit rund 17,5 Milliarden US-Dollar (etwa 7 Prozent).
Kapitalpuffer grösser als das gesamte Aktiendepot
Zur zweiten Reihe der Beteiligungen zählen Occidental Petroleum sowie eine erst im dritten Quartal 2025 erstmals offengelegte Position in Google-Mutter Alphabet, die Berkshire seither kontinuierlich ausgebaut hat. Die Meldung erfasst dabei nicht das komplette Firmengeflecht: Die Beteiligungen an japanischen Handelshäusern notieren im Ausland und tauchen ebenso wenig auf wie die Dutzenden vollständig übernommenen Tochtergesellschaften. Zum Ende des ersten Quartals 2026 hielt Berkshire zudem rund 397 Milliarden US-Dollar in bar und kurzlaufenden Staatsanleihen, ein Kapitalpuffer, der inzwischen grösser ist als das gesamte Aktienportfolio.
Konzentration als Prinzip, nicht als Zufall
Buffett begründete diese Bündelung bereits in seinem Aktionärsbrief von 1993: Eine konzentrierte Anlagestrategie könne das Risiko sogar senken, weil sie einen Investor dazu zwinge, eine Geschäftsidee gründlicher zu durchdringen und erst bei echter Überzeugung zuzuschlagen. Nach dieser Logik hält Berkshire lieber eine Handvoll Unternehmen, die das Management seit Jahren oder Jahrzehnten genau kennt, als ein Depot voller Positionen mit nur oberflächlichem Verständnis. Auch nach dem Wechsel an der Konzernspitze bleibt diese Handschrift erkennbar: Buffett gab das Amt des CEO zwar an Greg Abel ab, bestätigte aber Mitte Juli 2026 gegenüber dem Sender CNBC, dass er den milliardenschweren Einstieg bei Alphabet persönlich angestossen habe.
Wer die Gewichtung von Berkshire Hathaway kopieren will, sollte den Unterschied zum eigenen Depot mitdenken: Hinter den fünf Kernpositionen stehen bei Berkshire zusätzlich ein umfangreiches Versicherungsgeschäft, Dutzende vollständig eigene Betriebe und ein Barpolster von historischer Grösse. Dieses Fundament könnte selbst eine Halbierung der grössten Aktienposition abfedern, ein Privatanleger mit zwei Dritteln seines Vermögens in fünf Titeln hat diesen Puffer nicht. Der nächste belastbare Datenpunkt ist die kommende 13F-Pflichtmeldung zum zweiten Quartal 2026, die bis Mitte August 2026 bei der SEC eingehen muss und zeigen wird, ob Berkshire an dieser Gewichtung festhält.
Martina Köhler, Redaktion finanzen.chDieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.
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