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Geändert am: 11.04.2022 22:08:25

Ukraine-Krieg ängstigt weiter: Verluste an den US-Börsen -- SMI geht mit leichten Aufschlägen aus dem Handel -- DAX letztendlich schwach -- Asiens Börsen schliessen mit kräftigen Verlusten

Der heimische Aktienmarkt schloss am Montag etwas fester, während der deutsche Aktienmarkt tiefer schloss. Die US-Börsen befanden sich am ersten Handelstag der Woche im negativen Bereich. Die wichtigsten asiatischen Indizes gaben zum Wochenstart klar nach.

SCHWEIZ

Die Schweizer Börse schloss am Montag etwas leichter.

Der SMI zeigte sich nach einem etwas festeren Start wechselhaft und schloss den Montagshandel dann leicht im Plus: Der Schweizer Leitindex gewann 0,17 Prozent auf 12'528,61 Zähler.

Die Nebenwerteindizes SLI und SPI folgten dem unruhigen Trend des Leitindex im Tagesverlauf und beendeten den Handel uneinheitlich. Der SPI kletterte um 0,28 Prozent auf 15'965,13 Punkte, während der SLI schliesslich 0,08 Prozent verlor auf 1'932,61 Einheiten.

Der Schweizer Aktienmarkt hatte zum Wochenstart Mühe, eine klare Richtung zu finden. Der Leitindex SMI bewegte sich zwischen knappen Gewinnen und Verlusten hin und her. Dabei sollte die aktuelle Nachrichtenarmut nicht darüber hinwegtäuschen, dass in dieser Woche eine ganze Reihe potenzieller markttreibender Termine auf der Agenda steht. So haben beispielsweise die Inflationsdaten aus den USA ebenso das Zeug, den Markt in die eine oder andere Richtung zu treiben wie die EZB-Zinsentscheidung am Gründonnerstag. Immerhin gehören Inflations- und Zinssorgen zu den anhaltenden Unsicherheitsfaktoren am Markt. Händler sprechen denn auch von der Woche der Wahrheit.

"Die Anleger erwartet einige Ereignisse, die die Richtung an der Börse deutlich beeinflussen dürften", kommentierte ein Börsianer. Dabei dürfte der Entscheid der EZB zu den wichtigsten zählen. "Die EZB steht genau wie das Fed unter Druck, etwas gegen die weiter steigende Inflation zu unternehmen." Während man allerdings beim Fed das Tempo der Zinswende zumindest verbal von Woche zu Woche anzuziehen scheine, sei man in Frankfurt noch zurückhaltend. "Das aber könnte sich in dieser Woche ändern." Darüber hinaus fängt die Berichtssaison an. In den USA machen wie immer Banken den Anfang, was sich auch auf die hiesigen Institute auswirken dürfte. Der Ukraine-Krieg blieb ein weitere Unsicherheitsfaktor. Und auch die Präsidentschaftswahl in Frankreich spielt eine Rolle. Amtsinhaber Emmanuel Macron liegt zwar in Umfragen vor Marine Le Pen, er kann sich eines Sieges bei der Stichwahl in zwei Wochen aber noch nicht sicher sein.

DEUTSCHLAND

Der deutschen Aktienmarkt geriet zum Wochenstart unter Druck.

Der DAX schloss den Handel mit einem Verlust von 0,64 Prozent bei 14'192,78 Punkten.

Nach dem Stabilisierungsversuch zum Wochenabschluss kam es im DAX am Montag somit wieder zu Verlusten. Der Abwärtstrend, so schrieben die Charttechnik-Analysten der HSBC, bleibe vorherrschend. Seinen Zickzack-Kurs seit Mitte der vergangenen Woche setzte der deutsche Leitindex damit fort. Die runde Marke von 14'000 Punkten hatte aber weiterhin Bestand. Die Straffung der Geldpolitik dämpfe weiter die Risikofreude der Anleger, hiess es bei der Credit Suisse. Insgesamt bleiben sie aber für Aktien optimistisch - trotz steigender Anleiherenditen und damit attraktiver gewordener Anlagealternativen. Eine weitere Belastung kam am Morgen aus Asien. Dort standen die chinesischen Aktienmärkte unter Druck, da die Konjunktursorgen vor allem angesichts der COVID-Ausbrüche zunehmen.

Die Wahl in Frankreich sorgte zudem weiter für politische Verunsicherung. Im Nachbarland kommt es am 24. April zu einer Stichwahl zwischen dem liberalen Präsidenten Emmanuel Macron und der Rechten Marine Le Pen um das höchste Staatsamt. Bei einem Sieg Le Pens würde die seit Jahrzehnten enge Zusammenarbeit zwischen Berlin und Paris schwieriger, gilt Le Pen doch als Euro-Skeptikerin. Die Devisenexperten der Commerzbank hielten jedoch am Morgen als positive Nachricht fest, dass Macron nach der ersten Runde einen deutlichen Vorsprung vor seiner Herausforderin habe, was angesichts der Umfragen nicht sicher gewesen sei.

WALL STREET

Die US-Börsen gaben im Montagshandel nach.

Der Dow Jones verlor am ersten Handelstag der Woche 1,19 Prozent auf 34'309,07 Punkte. Techwerte gaben ebenfalls nach, der NASDAQ Composite büsste 2,18 Prozent auf 13'411,96 Zähler ein.

Die weiter steigenden Zinsen blieben zum Wochenstart das Hauptthema am Markt. Die Rendite der zehnjährigen US-Anleihen legte erneut zu. Zudem deutete sich nicht nur eine kräftige Straffung der Geldpolitik mittels Zinsanhebungen durch die US-Notenbank zur Bekämpfung der Inflation an, sondern auch eine Verkleinerung der Fed-Bilanz. Dem Markt wird auf diesem Wege Liquidität entzogen, was einer weiteren Straffung gleichkommt. Die weiter steigenden Marktzinsen belasteten vor allem den Technologiesektor weiter. "Heute lautete das Mantra vieler Anleger 'Bekämpfe die Fed nicht, wenn sie die Inflation bekämpft'", kommentierte Experte Ed Yardeni von Yardeni Research.

Mit Spannung werde vor diesem Hintergrund auch auf die am Dienstag anstehenden Inflationsdaten aus den USA für März gewartet. Volkswirte erwarten hier im Schnitt eine Inflationsrate von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat - abermals höher als im Februar, als die Inflation bereits 7,9 Prozent erreicht hatte. Dies dürfte die Fed in ihrem eingeschlagenen Kurs bestärken. Zu Wochenbeginn standen dagegen keine wichtigen Daten auf der Agenda.

ASIEN

Die Börsen in Fernost verbuchten am Montag teils drastische Verluste.

Der japanische Leitindex Nikkei verlor bis zum Handelsschluss 0,61 Prozent auf 26'821,52 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland sackte der Shanghai Composite letztlich um 2,61 Prozent auf 3'167,13 Stellen ab. In Hongkong schloss der Hang Seng um satte 3,03 Prozent tiefer bei 21'208,30 Zählern.

Gedrückt wurde der Markt weiter von der falkenhaften Ausrichtung der US-Notenbank, die sich in der Vorwoche am Fed-Protokoll und in Aussagen führender Fed-Banker gezeigt hatte. Die steigende Inflation befeuerte die Sorge, dass die Notenbanken ihr mit verschärfter Politik Herr zu werden versuchen. Bestätigung fand die Sorge in Daten aus China, denen zufolge die Verbraucherpreise im März den schnellsten Anstieg seit drei Monaten verzeichnet hatten. In China drückten auch weiter die Massnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Zudem lastete hier besonders das verschärfte Vorgehen Pekings gegen das Datenmonopol von Internetplattformen.

Daneben ängstigte weiter der Ukraine-Krieg, der mit unverminderter Härte fortgeführt wurde. So befürchteten Teilnehmer, dass die Auswirkungen auf den Welthandel die Unternehmensergebnisse negativ beeinflussen, was sich an der anstehenden Berichtssaison zum ersten Quartal zeige würde.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


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