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Geändert am: 17.03.2022 21:01:46

Hoffnung im Ukraine-Krieg gedämpft: Gewinne an den US-Börsen -- SMI schliesst freundlich -- DAX letztendlich im Minus -- Asiatische Börsen zum Handelsende sehr stark

Der heimische Aktienmarkt zeigte sich im Donnerstagshandel im Plus. Der deutsche Leitindex gab derweil nach. Anleger an der Wall Street kaufen sich am Donnerstag wieder verhalten in den Markt ein. Die wichtigsten asiatischen Börsen legten erneut kräftig zu.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag höher.

Der SMI startete etwas stärker und bewegte sich nach einem kurzen Absacker weiter in der Gewinnzone. Letztendlich kletterte er um 1,35 Prozent auf 12'061,87 Punkte.

Die Nebenwerteindizes SLI und SPI zeigten sich nach einer freundlichen Eröffnung ebenfalls höher. Der SLI schloss dann um 1,15 Prozent höher bei 1'911,22 Punkten, beim SPI ging es zuletzt um 1,29 Prozent hoch auf 15'325,72 Zähler.

Mit gedrosseltem Tempo setzte der Schweizer Aktienmarkt seine Aufwärtsbewegung fort. Als Bremsklotz erwies sich der Dividendenabgang von 9,30 Franken beim Schwergewicht Roche, der auf dem Leitindex lastete. Investoren hätten seit Wochenmitte eine Vielzahl an Informationen und Entwicklungen zu verarbeiten, hiess es im Handel. Dabei blieb der Ukraine-Krieg weiterhin das marktbeherrschende Thema. Er sei angesichts der US-Notenbank und auch der Entwicklungen in China derzeit aber etwas in den Wahrnehmungshintergrund gedrückt worden.

So hat die Fed wie erwartet am Mittwochabend ihren Straffungszyklus begonnen. Mit 25 Basispunkten haben die Währungshüter die erste Zinserhöhung seit 2018 beschlossen. Ähnliche Schritte sollen auf allen noch kommenden Sitzungen folgen. "Der Beginn des Straffungszyklus des Fed scheint von den Aktienmärkten positiv aufgenommen worden zu sein, statt sie abzuwürgen wie von einigen Akteuren befürchtet", hiess es in einem Kommentar. Vor allem aber hat die US-Notenbank mit dem Schritt für Klarheit gesorgt. In China wiederum hat die Regierung erklärt, den heimischen Aktienmarkt stabil halten zu wollen. Das sorgte bereits zur Wochenmitte für Rückenwind. "Und nun wirft der grosse Verfallstermin am morgigen Freitag bereits seine Schatten voraus", ergänzte ein Händler.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt verbuchte im Donnerstagshandel Verluste.

Der DAX stieg zur Eröffnung noch leicht. Im Anschluss zeigte er sich zunächst volatil und bewegte sich dann im negativen Bereich. Am Abend standen noch Verluste von 0,36 Prozent auf 14'388,06 Punkte an der Kurstafel.

Nach zuletzt kräftigen Kurszuwächsen haben es die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zunächst gemächlicher angehen lassen. Am Vorabend schaffte die US-Notenbank aufgrund der hohen Inflation erwartungsgemäss Fakten in der Zinswende und erhöhte den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte. An diesem Handelstag folgte auch die Bank of England mit einer weiteren Zinserhöhung.

Massgeblich für den Markt ist nun das weitere Tempo der Zinswende, denn die Entscheider der Fed haben eine schnellere Straffung ihrer bisher ultralockeren Geldpolitik signalisiert. Thomas Altmann, Portfoliomanager von QC Partners, sah die Anleger aber gelassen reagieren: "Der Glaube an die Stärke der US-Wirtschaft wiegt schwerer als die Angst vor noch schneller steigenden Zinsen", so der Experte.

Abseits der Notenbanken hatten zuletzt an den Börsen vor allem - sehr vage - Entspannungssignale im Krieg zwischen der Ukraine und Russland die Stimmung an den Börsen dominiert und für Erleichterung gesorgt. Alexander Rodnyansky, der Berater des ukrainischen Präsidenten, dämpfte jedoch im deutschen Fernsehen die Hoffnung auf eine baldige Friedenslösung. Russland versuche, Zeit zu kaufen, um neue Truppen heranzuziehen und dann wieder eine Offensive starten, sagte er in der Sendung "maischberger. die woche".

WALL STREET

An der Wall Street wurden die Anleger am Donnerstag wieder etwas mutiger.

Der Dow Jones konnte die Verlustzone hinter sich lassen und schloss 1,22 Prozent höher bei 34'479,97 Punkten. Auch bei Techanlegern besserte sich die Stimmung im Handelsverlauf: Der NASDAQ Composite rückte schlussendlich um 1,33 Prozent auf 13'614,78 Punkte vor.

Die erste Zinserhöhung der US-Notenbank seit vier Jahren und die Aussicht auf eine Reihe weiterer Anhebungen wurden vom Markt gut verarbeitet. Vor dem Hintergrund der weiter steigenden Inflation, die auf dem höchsten Niveau seit 40 Jahren liegt, und den Sorgen vor einer konjunkturellen Abkühlung war mit einem solchen Schritt gerechnet worden.

Daneben gaben weiter die Entwicklungen im Ukraine-Krieg die Richtung für den Markt vor. Für Ernüchterung sorgten Aussagen der russischen Regierung, wonach Berichte über grosse Fortschritte in den Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine falsch seien. Gleichwohl stünden die Kriegsparteien weiter im Gespräch miteinander. In den vergangenen Tagen hatten Äusserungen aus den Verhandlungsdelegationen Hoffnungen auf eine vorsichtige Annäherung geweckt.

Für einen zusätzlichen Impuls sorgten eine ganze Reihe von US-Konjunkturdaten. Die vor der Startglocke veröffentlichten US-Daten überzeugen durchweg. So hat sich die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia im März spürbar aufgehellt. Und die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hat stärker abgenommen als erwartet. Auch die Baubeginne stiegen im Februar fast doppelt so stark wie erwartet.

ASIEN

Die Anleger in Asien griffen auch am Donnerstag kräftig zu.

In Japan schloss der Nikkei mit einem Plus von 3,46 Prozent bei 26'652,89 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland zog der Shanghai Composite letztlich um 1,40 Prozent auf 3'215,04 Indexpunkte an. In Hongkong ging der Hang Seng bei 21'501,23 Zählern erneut mit einem satten Gewinn von 7,04 Prozent in den Feierabend.

Die Börsen in Asien setzten ihre Erholung am Donnerstag fort, unterstützt von positiven Vorgaben der Wall Street. Nachdem die US-Notenbank am Mittwoch erwartungsgemäss die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht hat, file ein Unsicherheitsfaktor zunächst weg. Die Federal Reserve signalisierte weitere Zinsschritte in dieser Grössenordnung bei jeder ihrer Sitzungen bis zum Ende des Jahres, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Fed-Chef Jerome Powell hält die heimische Wirtschaft jedoch für stark genug, dies zu verkraften, und sieht keine Gefahr einer Rezession.

Hoffnungsvoll stimmten auch Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine zur Beendigung des Krieges, auch wenn die russischen Angriffe auf Ziele im Nachbarland unvermindert weitergingen. Die Ölpreise, die nach der russischen Invasion in der Ukraine kräftig gestiegen waren, sind immerhin schon auf Vorkriegs-Niveau zurückgefallen, was Inflationsängste linderte.

Und nicht zuletzt hat China die Gemüter beruhigt, indem es am Mittwoch Unterstützung für die heimische Wirtschaft zusagte, um die Folgen der jüngsten Corona-Pandemiewelle im Land zu lindern. Die japanische Börse erhielt zusätzliche Unterstützung vom schwächeren Yen, der vor allem exportorientierten japanischen Unternehmen zugutekommt. Mit der wieder gestiegenen Risikobereitschaft der Anleger war die als sicherer Hafen in Krisenzeiten geltende japanische Währung nicht mehr gefragt. Das Erdbeben in der Region Fukushima vom späten Mittwoch (Ortszeit) belastete nicht.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


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