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Geändert am: 22.04.2022 22:39:11

Ukraine-Krieg und Zinsangst belasten: SMI geht leichter ins Wochenende -- DAX schliesst tiefrot -- US-Börsen schlussendlich tief im Minus -- Börsen in Fernost letztlich uneins

Am heimischen Aktienmarkt ging es am Freitag abwärts. Der deutsche Leitindex stand unter Druck. Die US-Börsen zeigten sich vor dem Wochenende schwächer. Die Börsen Asiens tendierten in verschiedene Richtungen.

SCHWEIZ

Am Schweizer Markt war die Stimmung am Freitag verhalten.

Der SMI war mit Abgaben in den Handel gestartet und verharrte auch im Verlauf die meiste Zeit auf rotem Terrain. Letztlich verlor er 0,35 Prozent auf 12'258,33 Punkte.

Die Nebenwertindizes SLI und SPI notierten ebenfalls schwächer. Sie schlossen 1,11 Prozent tiefer bei 1'902,38 Zählern respektive 0,49 Prozent schwächer bei 15'735,64 Einheiten.

Die Zinssorgen haben deutlich zugenommen. Auslöser ist US-Notenbankchef Jerome Powell, der am Donnerstagabend an einer Veranstaltung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington wegen der hohen Inflation eine Erhöhung der Leitzinsen um 0,50 Basispunkte für Anfang Mai angedeutet hat.

Doch nicht nur in den USA, sondern auch in Europa sind die Zinserhöhungserwartungen merklich gestiegen. Denn es gibt auch aus den Reihen der EZB vermehrt Signale für einen Zinsschritt bereits im Sommer. "Ich sehe keinen Grund, warum wir unser Programm zum Kauf von Vermögenswerten nicht im Juli auslaufen lassen sollten", sagte etwa EZB-Vizepräsident Luis de Guindos am Donnerstag in einem Interview. Dass die Zinsen steigen, ist an den Märkten keine Überraschung. Aber die Anleger sorgen sich, dass eine zu schnelle Straffung das Wirtschaftswachstum gefährden könnte. So habe auch Fed-Chef Powell eingeräumt, dass es nicht einfach werde, eine Rezession zu vermeiden.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt dominierten am Freitag die Bären

Der DAX begann die Freitagssitzung bereits deutlich schwächer und rutschte im Verlauf noch tiefer in die Verlustzone. Letztlich stand ein Abschlag in Höhe von 2,48 Prozent auf 14'142,09 Zähler an der Tafel.

Die Furcht vor einem Leitzinsschub trieb die Anleger am Freitag in die Defensive. "Die Turbulenzen an den Märkten setzen sich fort, ausgelöst durch weitere Kommentare des Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell", schrieben die Experten der ING-Bank. Zur Bekämpfung der hohen Inflation erwägt die Fed im Mai eine Erhöhung des Leitzinses um 0,5 Prozentpunkte.

"Der Markt bereitet sich auf noch aggressivere Zinsschritte vor", hiess es dazu von der Commerzbank. Die Befürchtung konjunktureller Folgen wird damit grösser. "Mit jedem Tag anhaltender Unsicherheiten nimmt die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Risikoszenarios zu", sieht Chefvolkswirt Carsten Mumm von der Privatbank Donner & Reuschel die Gefahr einer Rezession in der Eurozone und möglicherweise auch in den USA. Neben der Zinsperspektive verwies er auf die Auswirkungen der Ukraine-Krise und die sich verstärkenden Lieferkettenprobleme als weitere Belastungsfaktoren.

WALL STREET

Die Wall Street rutschte am Freitag deutlich in den Keller.

So musste der Dow Jones mit einem Tagesverlust von 2,82 Prozent auf 33'811,40 Punkten ein kräftiges Minus hinnehmen. Nicht ganz so deutlich ging es mit dem Techwerteindex NASDAQ Composite, der gegenüber dem Vortag 2,55 Prozent auf 12'839,29 Zähler verloren hat.

Die falkenhaften Äusserungen von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell, die bereits am Vortag die Aktienkurse kräftig nach unten gedrückt hatten, wirkten nach. Powell hatte grössere Zinsschritte als die üblichen 25 Basispunkte in Aussicht gestellt, um die hohe Inflation in den Griff zu bekommen. Mit Blick auf die nächste Zinssitzung der Fed im Mai liege eine Erhöhung um 50 Basispunkte "auf dem Tisch", so Powell.

Marktteilnehmer zeigten sich besorgt, dass steigende Leitzinsen zu Lasten einer Erholung der Wirtschaft gehen könnten. Dabei geht auch das Schreckgespenst einer Stagflation um.

Die Aktivität in der US-Wirtschaft hat sich indessen im April verlangsamt. Der von S&P Global erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - fiel auf 55,1 von 57,7 Punkten im Vormonat.

Anleihe-Renditen etwas leichter - Dollar fest

Am Anleihemarkt gaben die Renditen etwas nach, nachdem die Äusserungen des Fed-Chefs am Vortag diese deutlich nach oben gezogen hatten. Das Marktumfeld zeigte sich im Verlauf jedoch volatil. Die Rendite 10-jähriger Papiere fiel um 1,5 Basispunkte auf 2,89 Prozent.

Am Devisenmarkt zog der Dollar gestützt von dem hohen Zinsniveau deutlich an. Der Dollarindex gewann 0,6 Prozent. Die Devisenanalysten der ING trauen dem Greenback nach den falkenhaften Powell-Aussagen Stärke für den Rest des Jahres zu. "Man sollte nicht versuchen, den starken Aufwärtstrend im Dollar zu bekämpfen", warnen die Analysten. Angesichts steigender Marktzinsen sollte man derzeit auch nicht auf ein Dollar-Top setzen.

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Freitag mehrheitlich in Rot.

Der japanische Leitindex Nikkei verlor bis zum Handelsende 1,63 Prozent auf 27'105,26 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um 0,23 Prozent auf 3'086,92 Zähler. Der Hang Seng notierte letztlich 0,21 Prozent im Minus bei 20'638,52 Einheiten.

Verstärkte Zinsängste aus den USA nach Asien herüberschwappend belasteten die Börsen. Die Aussicht auf aggressive Zinserhöhungen in den USA einerseits und eine Abkühlung der Weltkonjunktur andererseits stellen eine für Aktien ungünstige Gemengelage dar. Fed-Chef Jerome Powell hatte sich falkenhaft geäussert. In der Folge zogen die US-Marktzinsen deutlich an. Gleichzeitig kämpft China weiter mit der sich ausbreitenden Coronapandemie und neuen Lockdowns - diesmal in der Stahlhochburg Tangshan. Die Massnahmen in China trüben die Konjunktur weiter ein.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


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