Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück zu finanzen.net geht es hier.
SMI 10’894 -0.1%  SPI 14’022 -0.2%  Dow 31’438 -0.2%  DAX 13’294 0.8%  Euro 1.0112 -0.1%  EStoxx50 3’570 0.9%  Gold 1’827 0.2%  Bitcoin 20’085 1.3%  Dollar 0.9547 -0.2%  Öl 116.8 1.0% 

<
Nachrichten
Marktberichte
Analysen
>
Geändert am: 22.06.2022 22:10:25

Stagflationssorgen: US-Börsen gehen etwas schwächer aus dem Handel -- SMI schliesst im Plus -- DAX letztlich schwächer -- Asiens Börsen schliesslich mit Verlusten

Der heimische Aktienmarkt konnte die anfänglichen Verluste aufholen und beendete den Handel in grün. Der DAX verlor dagegen zur Wochenmitte. Die US-Börsen gaben leicht nach. Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Mittwoch mit Minuszeichen.

SCHWEIZ

Am Schweizer Aktienmarkt konnte nach sehr schwachen ersten Handelsstunden die Verluste deutlich eingrenzen und schloss noch im Plus.

Der SMI konnte sich konstant steigern und ging letztlich 0,46 Prozent höher bei 10'528,34 Punkten aus dem Handel.

Die Nebenwertindizes SPI und SLI folgten dem Leitindex: Auf einen schwachen Start folgte eine stetige Aufholjagd. Der SPI gewann schliesslich 0,36 Prozent bei 13'559,00 Punkten, der SLI ging 0,12 Prozent fester bei 1'619,71 Einheiten aus dem Handel.

Auch am Mittwoch konnte sich der Schweizer Aktienmarkt jedoch nicht vollends stabilisieren. Dabei gab es heute laut einem Händler einige positive Signale: So notierte der Ölpreis wieder deutlich unter den Höchstkursen und auch die Zinsen am Kapitalmarkt sind etwas gesunken. Dennoch setzte der Leitindex SMI seine Talfahrt zeitweise fort und markierte kurzzeitig gar ein neues Jahrestief. Schuld daran sind laut Händlern die zunehmenden Sorgen, dass die Notenbanken im Kampf gegen die anhaltend hohe Inflation die geldpolitischen Zügel zu stark straffen und damit einen konjunkturellen Abschwung auslösen könnten.

"Es scheint, als ob die Märkte die Angst vor einer intensiven Straffung der Geldpolitik und vor einer Rezession einfach nicht abschütteln könnten", sagte ein Händler. Laut dem Assetmanager Carmignac droht eine Gewinnrezession. Die Unternehmen könnten die Lohnerhöhungen nicht (ganz) kompensieren und dies drücke auf die Gewinne. Damit "stimmten" auch die Kursgewinnverhältnisse nicht mehr, was zu tieferen Bewertungen führen müsse, sagte auch ein Händler. Die bevorstehenden Halbjahresberichte dürften einen ersten Einblick dazu geben.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt musste am Mittwoch Abschläge hinnehmen.

So startete der DAX deutlich tiefer und stand auch im weiteren Handelsverlauf deutlich im Minus. Zeitweise rutschte der deutsche Leitindex sogar unter die vielbeachtete 13.000 Punkte-Marke, konnte aber sich zuletzt wieder von dieser nach oben hin absetzen. Zum Handelsende beliefen sich die Verluste auf 1,11 Prozent bei 13'144,28 Indexpunkten.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Verlusten geschlossen. Belastend wirkten anhaltende Rezessionsängste. Sorgen macht man sich vor allem über die deutsche Wirtschaft. Nach den drastisch gesenkten Wachstumsprognosen der Institute könnte nun sogar die Stufe Zwei der Warnstufen bei der Gasversorgung bevorstehen. Vor allem für die Chemie-Industrie könnte dies zu Produktionseinschränkungen führen. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat derweil die Regierungen in Europa aufgefordert, sich auf einen vollständigen Stopp russischer Gaslieferungen vorzubereiten.

Der DAX erholte sich am Nachmittag mit Aussagen von Fed-Chairman Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des Senats. Powell hat sich wie erwartet klar zur Inflationsbekämpfung bekannt. Es sei essentiell für die Fed, die Inflation zu reduzieren, zugleich wolle man aber keine Rezession auslösen. Insbesondere letztere Aussage wirkte stabilisierend an den Märkten.

WALL STREET

Die US-Börsen präsentierten sich zur Wochenmitte mit leicht negativer Tendenz.

Der Dow Jones startete mit einem Minus, konnte sich anschliessend aber in die Gewinnzone vorarbeiten. Bis zum Handelsende fiel er jedoch auf rotes Terrain zurück und notierte letztlich 0,15 Prozent tiefer bei 30'483,13 Punkten. Der NASDAQ Composite gab zum Handelsbeginn deutlicher nach. Zwischenzeitlich konnte der Technologie-Index die Verluste vollständig aufholen und notierte im grünen Bereich, bevor er wieder ins Minus abrutschte und schliesslich 0,15 Prozent schwächer bei 11'053,08 Zählern in den Feierabend ging.

Die Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell konnten die US-Börsen nur kurzzeitig stützen. In seiner Anhörung vor dem US-Senat bekräftigte Powell, dass die Federal Reserve weiter gegen die hohe Inflation vorgehen wird. Zuletzt hatte die Fed deshalb die Leitzinsen ungewöhnlich deutlich um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Die US-Wirtschaft sei sehr stark und könne eine straffere Geldpolitik verkraften, betonte der Notenbankchef. Er verwies zudem darauf, dass die von den Finanzmärkten bereits eingepreisten Zinserhöhungen angemessen seien.

Marktteilnehmer bezweifeln allerdings, ob es der Fed gelingen wird, die Wirtschaft angesichts der schnellen Zinswende vor einem harten Absturz zu bewahren.

ASIEN

Die Märkte in Fernost präsentierten sich am Mittwoch in Rot.

In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei mit einem Verlust von 0,37 Prozent bei 26'149,55 Punkten.

Auch in China dominierten die Bären. Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite bis Handelsschluss 1,20 Prozent auf 3'267,20 Punkte. Der Hang Seng in Hongkong gab daneben um 2,56 Prozent auf 21'008,34 Punkte ab.

Die Zuversicht vom Vortag an den asiatischen Börsen war am Mittwoch bereits wieder verflogen. Ohnehin hatten Marktteilnehmer hinter den Aufschlägen kaum mehr als eine technisch bedingte Zwischenerholung nach der tagelangen Talfahrt vermutet. Dass von der Wall Street nach der dortigen Feiertagspause eine starke Vorlage kam, stützte die Indizes nur zu Beginn.

Danach drehten sie teils sogar deutlich ins Minus, weil die weltweiten Stagflationsängste, also die Sorgen vor wirtschaftlicher Stagnation bei gleichzeitig hoher Inflation, wieder die Oberhand gewannen und auch die Futures auf die US-Indizes absackten. Dazu passend verbilligte sich das Öl deutlich.

Im Handel war von Zurückhaltung vor einem Auftritt von US-Notenbankchef Jerome Powell zu hören. Er steht am Nachmittag (MESZ) Rede und Antwort vor dem Bankenausschuss des Senats zur Geldpolitik. Zuletzt kamen von der US-Notenbank sehr falkenhafte Kommentare mit einem klaren Fokus auf Inflationsbekämpfung und Inkaufnahme dadurch entstehender Risiken für das Wirtschaftswachstum.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


BITCOIN KURSZIEL 100'000 US-DOLLAR? WELCHER COIN KÖNNTE DER NÄCHSTE VERDOPPLER SEIN?

Informieren Sie sich aus erster Hand über Nachrichten, die Krypto-Kurse bewegen. Abonnieren Sie jetzt kostenlos unseren neuen Krypto-Newsletter!

Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

Gibt es den Euro in 5 Jahren noch? | BX Swiss TV

Wird es den Euro in 5 Jahren noch geben? Diese Frage sollte man sich laut Marco Ludescher, Leiter Asset Management bei Dr.Blumer & Partner Vermögensverwaltung Zürich AG durchaus stellen. Im Interview mit David Kunz, COO der BX Swiss AG erläutert Marco Ludescher die Auswirkungen der Inflation auf die Aktienmärkte und erklärt worauf Anleger sich vorbereiten sollten.

Gibt es den Euro in 5 Jahren noch? | BX Swiss TV

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 11’385.02 17.30 USSMMU
Short 11’607.61 12.75 USSMNU
Short 11’965.19 8.97 SSSMVU
SMI-Kurs: 10’894.00 28.06.2022 10:55:08
Long 10’453.83 18.18 WSSMQU
Long 10’239.75 13.38 WSSMRU
Long 9’685.94 8.16 S2BMIU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com

Wirtschaftsdaten

Datum Unternehmen
n/a

finanzen.net News

Datum Titel
{{ARTIKEL.NEWS.HEAD.DATUM | date : "HH:mm" }}
{{ARTIKEL.NEWS.BODY.TITEL}}

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit