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Geändert am: 28.03.2022 22:05:15

Ukraine-Krieg und Ölpreise im Mittelpunkt: US-Handel endet mit Gewinnen -- SMI schliesst fester -- DAX zum Handelsschluss höher -- Asiatische Indizes letztlich mit gemischten Vorzeichen

Der heimische Aktienmarkt schloss am Montag fester und auch der deutsche Leitindex verbuchte zum Handelsende kräftige Gewinne. An der Wall Street ging es schlussendlich doch nach oben. Die Börsen in Asien präsentierten sich zum Start in die neue Woche einmal mehr uneinheitlich.

SCHWEIZ

Am Schweizer Markt ging es am Montag aufwärts.

Der SMI startete zu Handelsbeginn höher und konnte im Handelsverlauf seine Gewinne verteidigen. Der Schweizer Leitindex ging 0,28 Prozent höher aus dem Handel und lag damit bei 12'155,95 Zählern.

Die Nebenwerteindizes SLI und SPI legten ebenfalls klar zu. Der SLI schloss 0,39 Prozent höher bei 1'917,27 Zählern, der SPI notierte zur Schlussglocke 0,58 Prozent fester und ging mit 15'536,94 Punkten aus dem Handel.

Der Schweizer Aktienmarkt ist folglich mit Avancen in die neue Woche gestartet, der SMI übersprang dabei zeitweise sogar die Marke von 12'200 Punkten. "Die stark nachlassenden Rohölpreisnotierungen nehmen etwas Druck von der Inflationsdynamik", erklärte sich ein Analyst die Entwicklung. Der Ölpreis sank wegen des neuerlichen Corona-Lockdowns in der chinesischen Industriemetropole Shanghai, der zu einer geringeren Nachfrage führten dürfte, sowie wegen einer Feuerpause der Huthi-Rebellen gegenüber Saudi-Arabien. Zuletzt hatte die Furcht vor überraschend deutlich steigenden US-Leitzinsen zur Bekämpfung der hohen Inflation am Anleihenmarkt die Renditen deutlich ansteigen lassen, was die Attraktivität von Aktien geschmälert hatte.

Börsianer zweifeln allerdings an der Nachhaltigkeit des heutigen Anstiegs des Aktienmarktes. "Der weitere Kriegsverlauf ist nach wie vor nicht abschätzbar und das Risiko einer weiteren Eskalation hoch", meinte ein Marktteilnehmer. "Der Druck auf die EU, sich dem Energieembargo der USA anzuschliessen und auf russische Lieferungen zu verzichten, steigt mit jedem Tag russischer Kriegsverbrechen an", so seine Einschätzung weiter. Es müsse daher mit einer längeren Phase mit erhöhter Volatilität gerechnet werden. Ein anderer Börsianer meint denn auch: "Insgesamt ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Woche wie schon die letzte ein leichtes Auf und Ab ohne klaren Trend bringt - ausser es gibt völlig neue Entwicklungen in der Ukraine."

DEUTSCHLAND

Am deutschen Markt ging es im Montagshandel ebenfalls kräftig aufwärts.

Der DAX eröffnete bereits mit Aufschlägen, die er im Handelsverlauf weiter ausdehnen konnte. Bei 14'417,37 Einheiten, was einem Tagesgewinn von 0,78 Prozent entspricht, ging der deutsche Leitindex aus dem Handel.

Gestützt wurde die Stimmung von einem deutlichen Rückgang der Ölpreise und der Preise für andere Rohstoffe wie Nickel oder Kupfer. "Die stark nachlassenden Rohölpreisnotierungen nehmen etwas Druck von der Inflationsdynamik", schrieb Andreas Lipkow, Marktexperte von comdirect.

Belastet wurden die Rohölpreise durch zwei Entwicklungen. So schickte China die Finanzmetropole Shanghai wegen eines Corona-Ausbruchs in einen Teil-Lockdown. Derartige Ausgangssperren in Millionen-Metropolen lasten regelmässig auf der Konjunkturentwicklung und der Ölnachfrage der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt. Darüber hinaus kündigten die jemenitischen Huthi-Rebellen eine mehrtägige Feuerpause gegenüber Saudi-Arabien an. In den vergangenen Tagen hatten Angriffe auf saudische Ölanlagen immer wieder Sorgen über die ohnehin angespannte Erdölversorgung hervorgerufen.

Eines der grössten Börsenthemen blieb die Kriegslage in Osteuropa. "Die Rhetorik gegen Russland wird schärfer", hiess es am Morgen in einem Kommentar der Credit Suisse. Am Wochenende hatte US-Präsident Joe Biden mit einer Verbalattacke gegen Kremlchef Wladimir Putin Empörung in Russland ausgelöst. Biden nannte den russischen Präsidenten in einer Rede in Warschau einen "Diktator" und schloss mit den Worten: "Um Gottes willen, dieser Mann kann nicht an der Macht bleiben." Das Weisse Haus relativierte, es sei kein Aufruf zum Sturz Putins. Der Kreml protestierte dennoch umgehend. Der russische Aussenpolitiker Konstantin Kossatschow hielt Biden Fehler vor, die schlimmer seien als Verbrechen.

Im Blick stehen nun die angesetzten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine in der Türkei. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Wochenende erneut angeboten, eine mögliche Neutralität des Landes zu prüfen. Andere Seiten warnen dagegen seit Tagen, das Putin-Regime verhandle nur zum Schein und reorganisiere nach den jüngsten Rückschlägen nun das Militär.

WALL STREET

An den US-Börsen ging es am Montag aufwärts.

Der Dow Jones drehte im späten Verlauf auf grünes Terrain und schloss 0,27 Prozent höher bei 34'955,23 Punkten. Der NASDAQ Composite legte daneben 1,31 Prozent auf 14'354,90 Punkte zu.

Nach zwei starken Erholungswochen hat der US-Aktienmarkt am Montag schlussendlich weiter zulegen können.

Die Investoren wögen die wirtschaftlichen Risiken durch die Inflation und Straffung der Geldpolitik gegen die Aussichten eines fortgesetzten Wirtschaftswachstums ab, hiess es am Markt. Im Fokus blieb zudem auch der Krieg in der Ukraine. In Istanbul wollen Vertreter Russlands und der Ukraine am Dienstag erneut über eine Feuerpause sprechen. Zugleich will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die von Russland geforderte Neutralität der Ukraine "gründlich" prüfen.

ASIEN

In Asien fanden die wichtigsten Indizes am Montag keine gemeinsame Richtung.

Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit einem Minus von 0,73 Prozent bei 27'943,89 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite bis zum Handelsende um marginale 0,07 Prozent auf 3'214,50 Stellen. In Hongkong verbuchte der Hang Seng deutliche Gewinne: Er ging um 1,31 Prozent stärker bei 21'684,97 Zählern aus der Sitzung.

Die Indizes wurden zum Wochenstart mehrheitlich nach oben gebremst vom neuerlichen deutlichen Anstieg der Marktzinsen in den USA am Freitag angesichts sich mehrender Signale, dass der begonnene Zinserhöhungszyklus in den USA wegen der hohen Inflation noch an Schärfe gewinnen könnte. Zugleich fährt die japanische Notenbank aber einen weiter ultraexpansiven Kurs. Eine Ausnahme machte Hongkong, wo es nach Anfangsverlusten deutlich nach oben ging.

Dass Schanghai wegen eines Corona-Ausbruchs mehr oder weniger komplett abgeriegelt wird, wurde gut weggesteckt. In zwei Stufen sollen dort über die nächsten neun Tage umfassende Corona-Tests durchgeführt werden. Derweil kam aus der Industrie des Landes die Nachricht, dass die Gewinne im Zeitraum Januar-Februar um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen sind, nachdem das Plus im Dezember noch 4,2 Prozent betragen hatte.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


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