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Geändert am: 30.11.2022 22:18:00

Powell-Rede sorgt für Kaufinteresse: Wall Street steigt letztlich deutlich -- SMI und DAX schliessen fester -- Asiens Märkte beenden Handel uneinheitlich

Der heimische Markt sowie der deutsche Leitindex verbuchten zur Wochenmitte Gewinne. Die US-Börsen zeigen sich am Mittwoch uneinheitlich. Die Wall Street feierte Äusserungen von Jerome Powell mit deutlichen Kursgewinnen. An den Märkten in Fernost wurden unterschiedliche Tendenzen beobachtet.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt konnte zur Wochenmitte zulegen.

Der SMI eröffnete den Tag bereits mit einem Zuschlag und hielt sich auch im Laufe des Tages in der Gewinnzone. Bis zum Sitzungsende legte er 0,45 Prozent auf 11'127,77 Punkte zu.

Die Nebenwerteindizes SPI und SLI schlossen sich der freundlichen Tendenz an und gingen 0,47 Prozent fester bei 14'199,52 Zählern respektive 0,46 Prozent höher bei 1'700,45 Einheiten in den Feierabend.

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Mittwoch im Einklang mit den europäischen Börsen freundlich geschlossen. Anleger spekulierten einmal mehr, dass der Höhepunkt der Inflation erreicht worden sein könnte. Weitere aggressive Zinserhöhungen wären dann obsolet - ein Gedanke, der die Aktienmärkte stützte. Denn die Jahresinflationsrate in der Eurozone war im November auf Monatssicht gesunken, zudem hatte die Markterwartung höher gelegen. Unterstützt wurde die Hoffnung auf weniger stark steigende Zinsen vom ADP-Arbeitsmarktbericht in den USA.

Für die Börsen sind die Daten ein zweischneidiges Schwert: Einerseits sprachen sie für eine weniger rigide Geldpolitik der US-Notenbank. Andererseits unterstrichen sie die zunehmenden Wachstumsrisiken.

DEUTSCHLAND

Anleger in Deutschland zeigten sich am Mittwoch vorsichtig optimistisch.

Der DAX startete bereits im Plus und konnte die Gewinnzone auch im Verlauf verteidigen. Bis zum Handelsende legte er um 0,29 Prozent auf 14'397,04 Zähler zu und beendete den Handel somit nur knapp unter der 14'400-Punkte-Marke.

Dabei blieb der deutsche Leitindex jedoch in der engen Handelsspanne, in der er sich seit Mitte des Monats bewegte. Einen Ausbruch daraus brachten auch die besser als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten aus der Eurozone nicht. Sie hatten allenfalls einen stützenden Effekt. So ist die Inflation weiterhin sehr hoch. Nun wird mit grossem Interesse die Rede des US-Notenbankpräsidenten erwartet.

Die Charttechniker der britischen Grossbank HSBC zeigten sich beeindruckt von der "Schönwetterperiode" im DAX, die sogar seit etwas mehr als acht Wochen in Folge andauert. So etwas sei dem Aktienbarometer in seiner gesamten Historie seit 1988 nur fünf Mal gelungen, schrieben sie. "Zu mehr als zehn positiven Wochen in Serie kam es dabei nie. Das zeigt, wie aussergewöhnlich die aktuelle Erholungsserie ist." Daher sind sie inzwischen auch vorsichtig gestimmt und sehen "per Saldo die Bäume in Zukunft nicht mehr in den Himmel wachsen".

Zu der im November im Jahresvergleich auf 10,0 Prozent gestiegenen Inflation im Euroraum, die von Marktteilnehmern zur Abschätzung des künftigen geldpolitischen Kurses der Zentralbanken genau analysiert wird, schrieb Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein: "Die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, wird die November-Inflationsdaten wohlwollend aufnehmen." Die etwas tiefer als erwartet ausgefallene Rate könnte jene EZB-Ratsmitglieder bestätigen, die für eine Zinsanhebung von "lediglich" 50 Basispunkten im Dezember plädierten, ergänzte er. Ein Ende des Zinserhöhungszyklus erwartet er jedoch nicht. Im kommenden Jahr dürfte laut Gitzel ein Leitzinsniveau von 3 Prozent ins Visier rücken.

WALL STREET

An den US-Börsen übernahmen nach der Rede von Fed-Chef Powell die Bullen das Ruder.

Der Dow Jones startete etwas tiefer, nach den Äusserungen von Powell stieg der Traditionsindex aber kontinuierlich an. Letztlich beliefen sich die Gewinne auf 2,18 Prozent (Schlussstand: 34'589,77 Einheiten). Beim technologielastigen NASDAQ Composite ging es zum Handelsbeginn leicht bergauf. Auch hier verlieh die Rede von Powell Flügel: Der Index stieg bis Sitzungsende um satte 4,41 Prozent auf 11'468,00 Zähler.

Die US-Aktienmärkte feierten in den letzten Handelsstunden ein veritables Kursfeuerwerk ab. Für grosse Erleichterung sorgten die Äusserungen von Fed-Chef Jerome Powell, der eine weniger rigide Zinspolitik in Aussicht stellte. Fed-Chef Jerome Powell deutete an, dass die US-Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung im Dezember die Zinsen um 50 Basispunkte erhöhen wird - damit findet die Serie von zuletzt vier Zinserhöhungen um 75 Basispunkte ihr Ende. Allerdings müsse sich der überhitzte Arbeitsmarkt noch weiter abkühlen, bevor die Fed zuversichtlich sei, dass sich die Inflation langfristig in Richtung ihres Ziels von 2 Prozent reduzieren wird.

ASIEN

An den Börsen in Fernost wurden zur Wochenmitte unterschiedliche Tendenzen registriert.

Der Nikkei in Tokio verlor letztlich 0,21 Prozent auf 27'968,99 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland kletterte der Shanghai Composite zum Handelsschluss um 0,05 Prozent auf 3'151,34 Zähler. In Hongkong verbuchte der Hang Seng daneben ein Plus von 2,16 Prozent auf 18'597,23 Indexpunkte.

Mehrheitlich mit leichten Gewinnen zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte zur Wochenmitte. Lediglich an der Börse in Tokio ging es moderat nach unten, womit sich die negative Tendenz des Vortages fortsetzt. Die Volatilität dürfte weiter hoch bleiben, hiess es mit Blick auf die anstehende Rede von US-Notenbankpräsident Jerome Powell und den US-Arbeitsmarktbericht für November am Freitag. Hier erhoffen sich die Investoren Hinweise, ob die Fed bei ihrem straffen Zinserhöhungstempo bleibt, oder bei der Sitzung im Dezember etwas den Fuss vom Gas nehmen wird.

Schwächer als erwartet ausgefallene chinesische Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende und Nicht-Verarbeitende Gewerbe im November belasteten das Sentiment nicht. Chinas Einkaufsmanagerindizes könnten sich im Dezember und im ersten Quartal 2023 weiter abschwächen, meinte Zhiwei Zhang, Wirtschaftswissenschaftler bei Pinpoint Asset Management. "Der Wiedereröffnungsprozess hat begonnen, was der Wirtschaft in der zweiten Hälfte 2023 wahrscheinlich zu einem Aufschwung verhelfen wird", ergänzte er. Die Städte werden jedoch mit einer steigenden Zahl von COVID-Patienten konfrontiert sein und Beschränkungen auferlegen müssen, um die Kurve in der frühen Phase der Wiedereröffnung abzuflachen", so der Teilnehmer.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


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Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com

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