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Oracle Aktie 959184 / US68389X1054

Bücher geöffnet 11.06.2026 22:10:00

Oracle schlägt die Erwartungen und hebt Prognose an - Aktie rutscht wegen Finanzierungsvorhaben dennoch ab

Oracle schlägt die Erwartungen und hebt Prognose an - Aktie rutscht wegen Finanzierungsvorhaben dennoch ab

Der US-amerikanische Software- und Technologiekonzern Oracle hat seine Bücher geöffnet. So bewerten Anleger das lang erwartete Zahlenwerk.

Für den SAP-Konkurrenten Oracle ist das dritte Geschäftsquartal seines Geschäftsjahres 2026 mit einem kräftigen Gewinnsprung zu Ende gegangen. Nachdem das Unternehmen vor Jahresfrist noch ein EPS von 1,70 US-Dollar in den Büchern stehen hatte, verdiente Oracle im Berichtsquartal 2,11 US-Dollar je Aktie. Damit übertraf das Unternehmen die Markterwartungen: Analysten hatten zuvor einen Gewinn je Aktie von 1,96 US-Dollar erwartet.

Der Umsatz stieg unterdessen von 15,90 Milliarden US-Dollar auf 19,18 Milliarden US-Dollar und lag damit etwas über den Marktschätzungen, die sich im Vorfeld auf 19,10 Milliarden US-Dollar belaufen hatten.

Oracle passt seine Prognose für das Gesamtjahr 2027 an: Während das Umsatzziel von 90 Milliarden US-Dollar bestätigt wird, hebt das Unternehmen die Erwartung für das Non-GAAP-Ergebnis je Aktie (EPS) auf 8,05 US-Dollar an.

Nervöse Anleger lassen Aktie fallen

Die Papiere sackten im NYSE-Handel letztlich um 8,58 Prozent auf 184,00 US-Dollar ab. Auch Branchenwerte gerieten unter Druck.

In den vergangenen Monaten waren die Anleger bereits gut durchgeschüttelt worden und blieben daher nervös. Nach einem rasanten Anstieg im vergangenen Herbst hatte das Papier monatelang fast nur den Weg nach unten gekannt. Mit der KI- und Tech-Rally der vergangenen Wochen hatte es sich wieder auf 250 Dollar hochgearbeitet, um dann wieder auf 200 Dollar zurückzufallen.

Die Experten des Analysedienstes Vital Knowledge attestierten dem Konzern ein ordentliches Abschneiden im Quartal. Der Firma stünden aber nach wie vor hohe Geldabflüsse bevor, um die Kapazitäten für den wachsenden Auftragsbestand aufzubauen. Das werde mehr Schulden und Eigenkapital benötigen.

Für Analyst Arti Vula von der US-Bank JPMorgan hat sich das währungsbereinigte Wachstum im vierten Geschäftsquartal erneut beschleunigt. Vula hob zudem den rekordhohen Auftragsbestand hervor. Auch das Geschäft neben der KI-Infrastruktur bleibe dynamisch.

Auch Brent Thill vom Analysehaus Jefferies hob den weiter steigenden Auftragsbestand des Softwarekonzerns hervor. Der Umschlag in Umsätze funktioniere aber nicht ganz so gut. Hier sei die Erwartung im vierten Quartal nur knapp übertroffen worden, und das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2027 sei unverändert. Letzteres könnte zunächst enttäuschen.

Software-Abos und Cloud-Infrastruktur zusammengenommen kam bei Oracle ein Umsatzplus von 48 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar zustande. Das war etwas weniger als von Analysten erwartet.

Der Kapitalbedarf für das Rennen um einen schnellen Ausbau der KI-Rechenkapazitäten ist in der Branche riesig. Oracle gab im vergangenen Geschäftsjahr (Ende Mai) 55,7 Milliarden Dollar für Investitionen aus, vorwiegend für KI-Technik. Das war deutlich mehr als die veranschlagten 50 Milliarden.

Im laufenden ersten Quartal rechnet Oracle nun mit einem Erlösplus von insgesamt 27 bis 29 Prozent. Im gesamten Jahr soll der Umsatz wie bereits bekannt 90 Milliarden Dollar betragen.

Claudia Stephan, Bettina Schneider, Julia Walter, Redaktion finanzen.ch mit Material von AWP

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Bildquelle: Gil C / Shutterstock.com,Ken Wolter / Shutterstock.com
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