Rheinmetall Aktie 4884668 / US76206K1079
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13.05.2026 17:56:00
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RENK und HENSOLDT setzen auf Digitalisierung der Rüstungsbranche - auch Aktien von Rheinmetall und TKMS im Fokus
Deutsche Rüstungsaktien wie RENK, Rheinmetall, HENSOLDT und TKMS bleiben dank neuer KI- und Rüstungsprojekte im Fokus - bei gleichzeitig hoher Volatilität an den Börsen.
• RENK & HENSOLDT treiben autonome Verteidigungstechnologien voran
• Hohe Kursdynamik sorgt weiter für starke Schwankungen
Die deutschen Rüstungsaktien bleiben im Fokus der Anleger. Dabei zeigen sich die Kurse von RENK, Rheinmetall, HENSOLDT und TKMS zuletzt volatil. Am heutigen Mittwoch kommt es zu teilweisen massiven Abwärtsbewegungen: So verlor die Aktie von Rheinmetall 3,48 Prozent auf 1'121,60 Euro, während RENK-Titel 0,88 Prozent auf 43,72 Euro verloren. Und auch bei TKMS dominierten die Bären und schickten den Titel schliesslich 2,55 Prozent auf 72,50 Euro ins Minus. Für HENSOLDT ging es letztlich derweil um 3,95 Prozent nach oben auf 74,30 Euro.
Dabei handelt es sich bei den Kursabschlägen vermutlich um Gewinnmitnahmen - zusätzlich sorgen neue Technologieprojekte für Aufmerksamkeit in der Branche. Besonders RENK und HENSOLDT treiben derzeit die Modernisierung militärischer Systeme voran.
RENK arbeitet an autonomen Militärfahrzeugen der US-Armee
Laut einer Pressemitteilung von RENK America vom gestrigen Dienstag entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit BAE Systems und Forterra autonome Fähigkeiten für das Armored Multi-Purpose Vehicle (AMPV) der U.S. Army. Im Mittelpunkt steht dabei das sogenannte "Drive-by-Wire"-System des HMPT-Getriebes, das die Grundlage für autonomes Fahren militärischer Kettenfahrzeuge schaffen soll.
Die Technologie ermöglicht es, autonome Systeme ohne grössere Umbauten in bestehende Fahrzeuge zu integrieren. Neben dem AMPV könnten künftig auch der Bradley-Schützenpanzer, die M109-Paladin-Haubitze oder das Raketenwerfersystem M270 MLRS von der Technik profitieren.
"Unser Ziel ist es, Lösungen anzubieten, die sich in der Praxis bewähren", erklärte Corey Johnson, CEO von RENK America. "Die Nutzung bereits eingeführter und bewährter Systeme ist der richtige Weg, Entwicklungen zu beschleunigen und unnötige Risiken zu vermeiden." Nach Angaben des Unternehmens kommen die HMPT-Getriebe bereits heute in sämtlichen mittelschweren Kettenfahrzeugen der U.S. Army zum Einsatz.
HENSOLDT setzt auf KI und datengetriebene Kriegsführung
Auch HENSOLDT baut seine technologische Position weiter aus. Laut einer aktuellen Pressemitteilung vom Dienstag hat der Rüstungselektronik-Spezialist ein Memorandum of Understanding mit IBM Deutschland unterzeichnet. Ziel ist die Weiterentwicklung der Plattform "MDOcore" für sogenannte "Software-Defined Defence"-Anwendungen.
Die Software soll Sensordaten aus unterschiedlichen militärischen Systemen zusammenführen, analysieren und mithilfe künstlicher Intelligenz operative Handlungsempfehlungen liefern. Dabei setzt HENSOLDT auf Cloud-Technologien, Datenfusion und automatisierte Mustererkennung.
"Software-Defined Defence erfordert leistungsfähige Software- und Datenarchitekturen, die sich flexibel in komplexe und souveräne Verteidigungssysteme integrieren lassen", sagte Sven Heursch, Chief Digital Officer von HENSOLDT. Durch die Zusammenarbeit mit IBM wolle das Unternehmen Entwicklungszeiten verkürzen und Risiken reduzieren.
IBM Deutschland liefert dabei unter anderem Technologien aus der watsonx-Plattform sowie militärisch erprobte IT-Lösungen. Wolfgang Wendt, Vorsitzender der Geschäftsführung von IBM Deutschland, erklärte: "Durch diese tiefe, domänenübergreifende Datenintegration entfaltet MDOcore sein volles Potenzial und wird zu einem entscheidenden Enabler für informationsbasierte Einsatzführung."
Was bedeutet das für Anleger?
Für Anleger bleibt der Verteidigungssektor trotz der zuletzt hohen Bewertungen spannend. Die aktuellen Projekte von RENK und HENSOLDT zeigen, dass sich die Branche zunehmend von klassischen Waffenplattformen hin zu softwarebasierten, vernetzten und autonomen Systemen entwickelt. Gerade Themen wie künstliche Intelligenz, Datenfusion und autonome Militärfahrzeuge könnten in den kommenden Jahren zusätzliche Wachstumsfelder eröffnen. Gleichzeitig bleibt der Sektor wegen seiner starken Kursanstiege anfällig für Rückschläge und Gewinnmitnahmen. Langfristig setzen viele Investoren jedoch weiterhin auf steigende Verteidigungsausgaben in Europa und den USA - wovon deutsche Rüstungsunternehmen wie RENK, Rheinmetall, HENSOLDT und TKMS profitieren könnten.
Bettina Schneider, Benedict Kurschat, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.ch
Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.
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