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ETFs im Blick 13.05.2026 23:10:00

Öl, Gas und Energiewende: Warum Volatilität auch Chancen schafft

Öl, Gas und Energiewende: Warum Volatilität auch Chancen schafft

Die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran hatte die Ölpreise zuletzt merklich gedrückt. Brent fiel vorübergehend unter die 100-Dollar-Marke.

Doch die Erholung bleibt brüchig: Neue Eskalationen Ende letzter Woche rund um die Strasse von Hormuz, darunter direkte Gefechte zwischen US- und iranischen Streitkräften am Eingang der Meerenge, trieben die Preise erneut nach oben.

Die zugrundeliegende Struktur bleibt angespannt. Solange die Strasse von Hormuz nicht verlässlich geöffnet ist, bleibt ein geopolitischer Risikoaufschlag fester Bestandteil der Preisbildung. Die Erwartungen, wann der Schiffsverkehr wieder planmässig aufgenommen werden kann, verschieben sich inzwischen bis weit in den Sommer. Selbst ein Waffenstillstand würde die strukturellen Verwerfungen nicht sofort beheben.

Kein Wunder, dass vor allem Europa Druck spürt. Ergebnis: Die EU sucht aktiv nach mehr Energieunabhängigkeit. Hohe Importkosten beschleunigen Investitionen in die heimische Energieinfrastruktur und schaffen neuen Rückenwind für europäische Energiekonzerne. Gleichzeitig rückt die Energiewende nicht in den Hintergrund, sondern erhält durch die Krise politischen Schub. Wer dafür die nötigen Rohstoffe liefern kann, ist strukturell gut positioniert. Für Anleger ergeben sich damit drei unterschiedliche Zugänge zum Thema Energie, abgestuft nach Risikobereitschaft und Zeithorizont.

Der UBS ETF (CH) CMCI Oil SF (CHF) A-dis eignet sich für Anleger, die direkt auf den Ölpreis setzen wollen, ohne ein Währungsrisiko einzugehen. Der Fonds bildet den WTI-Rohölpreis über Futures ab und ist vollständig gegen den Schweizer Franken abgesichert. Ein wichtiger Vorteil, wenn Dollar und Franken auseinanderdriften. Der zugrundeliegende UBS CMCI WTI Crude Oil Index streut seine Kontrakte über die gesamte Laufzeitkurve, um negative Rollrenditen abzufedern. Die synthetische Replikation erfolgt über Swaps; der Fonds schüttet jährlich aus. Das Fondsvolumen liegt bei 42 Mio. Fr., die Gesamtkostenquote bei 0.26 Prozent pro Jahr.

Wer statt Rohstoff-Futures auf Unternehmensbeteiligungen setzt, findet im iShares STOXX Europe 600 Oil & Gas UCITS ETF (DE) eine etablierte Alternative. Der ETF repliziert den STOXX Europe 600 Oil & Gas Index und hält 25 Positionen, mit Top-Positionen in Shell (27,0 Prozent), TotalEnergies (15,8 Prozent), BP (13,3 Prozent) sowie Siemens Energy (12,8 Prozent). Gerade diese Kombination aus klassischen Ölriesen und einem Energietechnikkonzern macht den Fonds interessant: Er profitiert von hohen Rohstoffpreisen und gleichzeitig vom Umbau der europäischen Energiewirtschaft. Das Fondsvolumen liegt bei 574 Mio.Fr, es wird eine TER von 0.47 Prozent p.a. aufgerufen.

Den breitesten Ansatz bietet der L&G New Energy Commodities UCITS ETF USD Acc. Er bildet den Solactive Energy Transition Commodity TR Index nach und bündelt Futures auf Rohstoffe der Energiewende: Nickel, Kupfer, Aluminium und Kobalt (je rund 9 Prozent) stehen im Mittelpunkt, ergänzt durch Lithium, Erdgas sowie europäische Emissionsrechte. Der Fonds richtet sich an Anleger, die nicht auf Öl allein wetten wollen, sondern den gesamten Rohstoffbedarf einer sich transformierenden Energiewirtschaft abbilden möchten, inklusive ESG-Fokus. Das Fondsvolumen ist mit 10 Mio. Fr. noch klein; Liquiditätsrisiken sind einzukalkulieren. Die TER beträgt 0.65 Prozent pro Jahr.

Fazit: Die Energiemärkte bleiben noch auf längere Zeit geopolitisch getrieben. Die drei vorgestellten ETFs bilden das Themenfeld von der direkten Ölwette über europäische Energietitel bis zum Rohstoffkorb der Energietransformation ab, mit klar abgestuften Risikoprofilen. Anleger sollten berücksichtigen: Bei einer echten Einigung zwischen Washington und Teheran können Preiskorrekturen spürbar ausfallen.

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Gold & Silber: Ausblick 2026 mit Torsten Dennin

Gold & Silber im Crash – was steckt hinter dem Preisrücksetzer?
Nach starken Kursanstiegen bei Gold und Silber kam es Anfang 2026 zu historischen Rücksetzern . Doch was waren die Ursachen? Und wie geht es jetzt weiter mit den Edelmetallen und dem «digitalen Gold» Bitcoin?

Im Gespräch mit Prof. Dr. Torsten Dennin, CIO von Asset Management Switzerland AG und Rohstoffexperte, analysieren wir:

Warum Silber innerhalb weniger Tage über 30 % verlor
Parallelen zum „Silver Thursday“ 1980
Welche Rolle die Fed und Zinserwartungen spielten
⚖️ Warum Silber stärker schwankt als Gold
Ob Gold wirklich ein „sicherer Hafen“ ist
Wie hoch die ideale Goldquote im Portfolio sein sollte
⛏️ Warum Gold- und Silberminen 2026 besonders spannend sein könnten
Warum 2026 ein Rohstoffjahr werden könnte (Öl, Kupfer, Agrarrohstoffe)
₿ Und was der Bitcoin-Rücksetzer mit Tech-Aktien gemeinsam hat

Spannend: Torsten Dennin hatte bereits im September eine Gold-Prognose von 4.200–4.400 USD und Silber bei 60–80 USD genannt – beide Ziele wurden erreicht bzw. übertroffen.

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