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Inflationsdruck 23.05.2022 11:47:45

Lagarde sieht zwei EZB-Zinserhöhungen bis September

Lagarde sieht zwei EZB-Zinserhöhungen bis September

Die Europäische Zentralbank (EZB) kann ihren Einlagenzins nach Aussage von EZB-Präsidentin Christine Lagarde voraussichtlich bis September zwei Mal anheben.

In einem auf der EZB-Website veröffentlichten Blog-Post stellte Lagarde für den Fall einer mittelfristig bei 2 Prozent verankerten Inflation weitere Zinserhöhungen bis auf ein "neutrales Niveau" in Aussicht, äusserte sich aber ablehnend zu einem Verkleinerung der EZB-Bilanz.

"Ich gehe davon aus, dass die Nettokäufe im Rahmen des APP-Programms sehr früh im dritten Quartal enden werden", schrieb Lagarde. Dies würde der EZB eine Anhebung der Zinssätze auf der Sitzung im Juli ermöglichen. "Ausgehend von den derzeitigen Aussichten werden wir wahrscheinlich in der Lage sein, die negativen Zinssätze bis zum Ende des dritten Quartals zu beenden."

Die nächste Stufe einer geldpolitischen Normalisierung müsste sich Lagarde zufolge an der Entwicklung der mittelfristigen Inflationsaussichten orientieren. "Wenn sich die Inflation mittelfristig bei 2 Prozent stabilisiert, wird eine schrittweise weitere Normalisierung der Zinssätze in Richtung des neutralen Zinssatzes angemessen sein", schrieb sie. Das Tempo und der Gesamtumfang der Anpassung könnten jedoch nicht im Voraus festgelegt werden.

Der von Lagarde angesprochene "neutrale Zins" ist nicht messbar. Er unterliegt Schwankungen und wird von Ökonomen unterschiedlich geschätzt. Zuletzt wurde er weithin leicht im negativen Bereich gesehen. Zuzüglich des EZB-Inflationsziels von 2 Prozent läge der neutrale Zins dann bei 1,50 Prozent. Der Hauptrefinanzierungssatz der EZB beträgt seit längerer Zeit 0 Prozent.

Lagarde trat in ihrem Blog-Post Überlegungen entgegen, die EZB-Bilanz zur Anpassung der Geldpolitik einzusetzen. "Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es verfrüht zu diskutieren, wie die Bilanzpolitik der EZB - insbesondere die Reinvestition der fällig werdenden Bestände an Anleihen, die im Rahmen der Programme PEPP und APP erworbenen wurden - mit dem Prozess der Zinsnormalisierung zusammenwirken wird", schrieb sie.

Bis auf Weiteres würden die Leitzinsen als das "marginale Instrument" zur Anpassung des geldpolitischen Kurses dienen. "Künftige Bilanzentscheidungen müssen sowohl mit den sich entwickelnden mittelfristigen Inflationsaussichten als auch mit unserem Versprechen, die Transmission der Politik zu gewährleisten, in Einklang stehen - zumal wir mit der flexiblen Wiederanlage des PEPP-Portfolios ein Instrument zur Verfügung gestellt haben, um Fragmentierungsrisiken zu mindern", argumentierte Lagarde.

Falls erforderlich, könne die EZB neue Instrumente entwickeln und einsetzen, um die geldpolitische Transmission zu gewährleisten, während sie sich auf dem Weg der politischen Normalisierung befinde, ergänzte Lagarde.

FRANKFURT (Dow Jones)


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