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21.05.2026 07:39:44

MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

FREITAG, 22. Mai: Der US-Anleihehandel endet wegen des am Montag anstehenden Feiertags "Memorial Day" bereits um 19.00 Uhr MESZ.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Der Chipriese Nvidia hat Rekordumsätze und -gewinne gemeldet. Angetrieben wurde dies durch die stark gestiegene Nachfrage nach Rechenzentrenleistungen und den astronomischen Aufstieg von Agenten der künstlichen Intelligenz (KI). Der Umsatz für das April-Quartal erreichte 81,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten 78,9 Milliarden prognostiziert. Der Nettogewinn belief sich auf 58,3 Milliarden Dollar, mehr als das Dreifache des Vorjahresergebnisses, und lag 36,5 Prozent über den von Analysten prognostizierten 42,9 Milliarden Dollar. Das Unternehmen hatte im Februar eine Marge von 75 Prozent prognostiziert und wies diese nun auch aus, unverändert gegenüber dem vierten Quartal, das im Januar endete. Nvidia erhöht die vierteljährlichen Dividende auf 25 von zuvor 1 Cent. Dazu genehmigte der Board einen zusätzlichen Aktienrückkauf im Volumen von 80 Milliarden Dollar - ohne Ablaufdatum. Nvidia erhöhte die Prognose für das laufende Quartal und erwartet einen Umsatz von 91 Milliarden Dollar und eine Bruttomarge von 75 Prozent. Analysten rechneten bislang mit 87,29 Milliarden Dollar. Die Nvidia-Aktie zeigte sich im nachbörslichen US-Handel angesichts der Rekordstände knapp 1 Prozent im Minus.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

10:30 CN/Nio Inc, vorläufiges Ergebnis 1Q

13:00 US/Walmart Inc, Ergebnis 1Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US

14:30 Baubeginne/-genehmigungen April

Baubeginne

PROGNOSE: -5,5% gg Vm

zuvor: +10,8% gg Vm

Baugenehmigungen

PROGNOSE: +1,3% gg Vm

zuvor: -10,8% gg Vm

Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

PROGNOSE: 210.000

zuvor: 211.000

Philadelphia-Fed-Index Mai

PROGNOSE: 19,0 Punkte

zuvor: 26,7 Punkte

15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) Mai

PROGNOSE: 51,5

zuvor: 51,0

Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe

(1. Veröffentlichung) Mai

PROGNOSE: 53,7

zuvor: 54,5

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Index zuletzt +/- %

E-Mini-Future S&P-500 7.448,50 -0,0

E-Mini-Future Nasdaq-100 29.384,50 -0,0

S&P/ASX 200 (Sydney) 8.629,10 +1,6

Topix-500 (Tokio) 3.869,14 +2,0

Kospi (Seoul) 7.803,02 +8,2

Shanghai-Composite 4.166,25 +0,1

Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.632,38 -0,1

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs und überraschend starke Geschäftszahlen von Nvidia geben den Börsen in Ostasien und Australien am Donnerstag Auftrieb. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump kommen die Verhandlungen mit dem Iran voran. Überdies haben drei Öltanker die Strasse von Hormus passiert, was die Ölpreise am Mittwoch zurückkommen liess. Das wiederum linderte Inflationsängste, worauf auch die zuletzt kräftig gestiegenen Anleiherenditen sanken. Angeführt werden die Börsen der Region vom südkoreanischen Aktienmarkt. Indexschwergewicht Samsung Electronics stützt den Kospi mit einem Plus von 7,6 Prozent. Der Chipgigant hat sich mit den Gewerkschaften im Streit um Bonuszahlungen geeinigt und damit einen drohenden Streik abgewendet. SK Hynix verteuern sich um 11,5 Prozent, beflügelt von Nvidia. Auch japanische Anleger greifen zu Aktien des Elektronik- und Chipsektors. Renesas Electronics machen einen Satz von 11 Prozent. Advantest verbessern sich um 5,3 und Kioxia um 10,9 Prozent. Tokyo Electron liegen 5,4 Prozent im Plus. Softbank Group springen um rund 20 Prozent nach oben in Reaktion auf die Nachricht, dass mit OpenAI eines der wichtigsten Investments der Gesellschaft in den kommenden Tagen oder Wochen seinen Börsengang vorbereiten wird. Konjunkturseitig sind die japanischen Exporte im April überraschend stark gestiegen. Die - allerdings notorisch volatilen - Maschinenbauaufträge nahmen etwas stärker ab als angenommen. Die chinesischen Börsen hinken derweil hinterher. Anleger sorgten sich um die Aussichten des chinesischen Immobiliensektors, heisst es. Auch gebe es Zweifel an weiteren Unterstützungsmassnahmen Pekings für die heimische Wirtschaft. Nachdem die Arbeitslosenquote in Australien im April gestiegen ist, setzen Anleger in Sydney darauf, dass die Reserve Bank of Australia eine Pause in ihrem Zinserhöhungszyklus einlegt.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 50.009,35 +1,3 +645,47 49.363,88

S&P-500 7.432,97 +1,1 +79,36 7.353,61

NASDAQ Comp 26.270,36 +1,5 +399,65 25.870,71

NASDAQ 100 29.297,70 +1,7 +478,85 28.818,84

Mittwoch Dienstag

Umsatz NYSE (Aktien) 1,25 Mrd 1,28 Mrd

Gewinner 2.118 797

Verlierer 676 1.964

Unverändert 50 74

Fest - Der Markt habe offenbar auf positive Nvidia-Geschäftszahlen nach Börsenschluss gesetzt, hiess es zu den kräftigen Gewinnen im Technologiesektor, insbesondere bei Chipaktien. Dazu sorgten deutlich gesunkene Ölpreise für Kaufbereitschaft, zumal als Folge auch die Renditen am Anleihemarkt nach den erreichten Mehrjahreshochs kräftig sanken. Der Stimmung zuträglich war auch, dass die EU eine Vereinbarung getroffen hatte, um einige US-Einfuhrzölle abzuschaffen. Das Protokoll der US-Notenbanksitzung bewegte nicht. Es offenbarte wenig überraschend, dass sich die Notenbanker eher mit Zinserhöhungen als mit -senkungen beschäftigen. Chipaktien waren mit der Spekulation auf starke Nvidia-Zahlen gesucht. Daneben stützte anfangs auch, dass beim südkoreanischen Chipriesen Samsung ein Streik drohte. Dieser schien zuletzt aber abgewendet. Micron verteuerten sich um 4,8 Prozent, AMD um 8,1 und Intel um 7,4 Prozent. Target verloren nach starken Geschäftszahlen 3,9 Prozent. Allerdings missfiel der vorsichtige Ausblick. Der Kurs des Wettbewerbers TJX schnellte dagegen um 5,7 Prozent nach oben. Der Markt honoriere das offenbar besonders widerstandsfähige Geschäftsmodell, mithin, dass TJX ohne aggressive Kostensenkungen auskomme, hiess es.

US-ANLEIHEN

Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,05 -0,08 4,13 4,01

5 Jahre 4,23 -0,10 4,34 4,21

10 Jahre 4,58 -0,09 4,69 4,56

Mit den Renditen ging es vor dem Hintergrund stark gefallener Ölpreise kräftig nach unten. Die Renditen waren zuletzt auf Mehrjahreshochs gestiegen in Reaktion auf höher als erwartet ausgefallene Inflationszahlen.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mi, 9:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1619 -0,1 1,1627 1,1596 -1,1

EUR/JPY 184,81 +0,1 184,71 184,36 +0,5

EUR/GBP 0,8650 0,0 0,8650 0,8659 -0,8

USD/JPY 159,02 +0,1 158,91 158,95 +1,5

USD/KRW 1.506,10 +0,6 1.497,47 1.505,60 +4,6

USD/CNY 6,8017 +0,0 6,8005 6,8060 -2,7

USD/CNH 6,8044 +0,1 6,8011 6,8078 -2,5

USD/HKD 7,8321 -0,0 7,8333 7,8326 +0,6

AUD/USD 0,7118 -0,4 0,7149 0,7107 +6,7

NZD/USD 0,5859 -0,2 0,5869 0,5836 +1,8

BTC/USD 77.824,85 +0,2 77.680,27 77.293,94 -11,3

Der Dollar fiel mit den gesunkenen Zinsen zurück, für einen Euro waren zuletzt im US-Handel 1,1627 Dollar fällig.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.523,82 -0,4 -19,71 4.543,53

Silber 75,13 -1,1 -0,86 75,99

Platin 1.925,64 -1,3 -24,86 1.950,50

Gold verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 4.547 Dollar je Feinunze. Das Edelmetall fand Zulauf angesichts gefallener Anleiherenditen.

ÖL

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 99,17 +0,9 0,91 98,26

Brent/ICE 105,70 +0,7 0,68 105,02

Der Brent-Ölpreis rutschte um über 5 Prozent ab auf 105 Dollar. Zum einen hatte US-Präsident Trump zum wiederholten Male ein baldiges Ende des Iran-Krieges angekündigt. Zum anderen sorgte für Zuversicht auf eine Öffnung der Strasse von Hormus, dass zwei chinesische Öltanker die Meerenge passierten, wie aus Daten zu den Schiffsbewegungen hervorging.

+++++ MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR +++++

USA - Geldpolitik

Bei der Sitzung der US-Notenbank im April haben die Geldpolitiker die Frage, ob die Zinsen gesenkt werden sollten, so gut wie ad acta gelegt. Stattdessen begannen sie, ernsthafter über eine Zinserhöhung nachzudenken. "Eine Mehrheit der Teilnehmer betonte [...], dass eine gewisse Straffung der Geldpolitik wahrscheinlich angemessen wäre, wenn die Inflation weiterhin anhaltend über 2 Prozent liegen sollte", heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll. Die seinerzeit vorliegenden Arbeitsmarktdaten werteten die meisten Notenbanker als Beweis für eine Stabilisierung.

BANK OF JAPAN

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

May 21, 2026 01:40 ET (05:40 GMT)

In eigener Sache

Trading Signals: Belimo: Der stille KI-Profiteur

Belimo steht selten im Rampenlicht der Börse, doch genau das macht den Hidden Champion spannend. Das Unternehmen profitiert von Energieeffizienz, Gebäudedigitalisierung und dem Boom der Rechenzentren. Nach der jüngsten V-förmigen Erholung ruft nun der Gipfel.

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