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17.12.2025 11:06:39
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Ölpreise steigen mit Trump-Blockade gegen Venezuela
Von Giulia Petroni
DOW JONES--Die Ölpreise legen am Mittwoch zu, nachdem US-Präsident Donald Trump eine "vollständige und totale Blockade" aller sanktionierten Öltanker angeordnet hat, die in Venezuela ein- und auslaufen. Dies erhöht das Risiko langanhaltender Versorgungsunterbrechungen in der Region, heisst es. Die Preise für die Öl-Sorten Brent und WTI steigen um jeweils 2,2 Prozent. Auch der europäische Energie-Sektor legt zu, der Stoxx-Subindex gehört mit einem Plus von 1,5 Prozent zu den grössten Gewinnern.
"Dieser Schritt markiert eine bedeutende Eskalation des US-Drucks auf Venezuela und folgt auf die kürzliche Beschlagnahme eines Tankers, was das Risiko erhöht, dass langanhaltende Unterbrechungen die Exporte von etwa 590.000 Barrel pro Tag beeinträchtigen könnten, von denen die meisten für China bestimmt sind", sagt Soojin Kim, Analyst bei der japanischen MUFG.
Auf Truth Social postete Trump, Venezuela sei "vollständig von der grössten Armada umgeben, die jemals in der Geschichte Südamerikas versammelt worden sei". Er bezog sich dabei auf US-Kriegsschiffe, Flugzeuge und Tausende von Soldaten, die in der Region stationiert sind. Trump drohte zudem, die US-Militärpräsenz werde "nur noch grösser werden". Der Schock für sie werde "wie nichts sein, was sie je zuvor gesehen haben", falls Maduros Regime nicht "Öl, Land und andere Vermögenswerte, die sie uns zuvor gestohlen haben", zurückgebe. Eine offensichtliche Anspielung auf die Verstaatlichung von Beteiligungen mit US-Bezug durch Venezuela. In den vergangenen Wochen hatte Trump bereits damit gedroht, Landangriffe in Venezuela durchzuführen.
Am Vortag hatten sich die Rohöl-Benchmarks noch auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2021 eingependelt, belastet durch die Aussichten auf ein sich ausweitendes Überschussangebot und erneuten Optimismus bezüglich der Friedensgespräche im Ukraine-Krieg. Ein potenzielles Friedensabkommen in der Ukraine könnte zu einer Lockerung oder Aufhebung der US-Sanktionen gegen russische Ölunternehmen führen, was zusätzliche Ölmengen in einen bereits gut versorgten Markt bringen würde.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros/mod
(END) Dow Jones Newswires
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