|
28.06.2026 17:45:36
|
Presseschau vom Wochenende 26 (27./28. Juni)
Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:
HELVETIA-BALOISE: Durch die Fusion von Helvetia und Baloise sollen zwischen 1400 und 1800 Stellen wegfallen. Für den Schweizer Markt, ohne Berücksichtigung des Konzernsitzes, rechnet Helvetia-Baloise-Chef Martin Jara mit einem Wegfall von 1000 bis 1200 Stellen bis Ende 2028, wie er in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger am Samstag sagte. Der Abbau soll vor allem durch Pensionierungen oder Kündigungen von Mitarbeitenden vonstattengehen. Offen gewordene Stellen sollen dann intern besetzt werden. "So können wir Entlassungen deutlich reduzieren", sagte Jara. (TA Samstag S. 6, siehe auch separate Meldung)
SNB: Der frühere Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Hans Meyer, ist tot. Er starb am 17. Juni im Alter von 90 Jahren, wie aus einer im Tages-Anzeiger publizierten Todesanzeige der Nationalbank hervorgeht. Meyer habe sein gesamtes Berufsleben in den Dienst der SNB gestellt, hiess es in der Anzeige. Er war von 1972 bis 1977 Generalsekretär, anschliessend Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums und ab 1985 Mitglied des Gremiums. Von 1988 bis 1996 amtete er als Vizepräsident, ehe er von 1996 bis 2000 das Direktorium der Nationalbank präsidierte.(TA Samstag S. 30, siehe auch separate Meldung)
SKYGUIDE: Nach Abschluss der Konsultationsphase hält Skyguide-Chef Peter Merz am Abbau von 220 Stellen fest. "Wir werden den Abbau so sozialverträglich wie möglich gestalten. Aber: Am Abbau führt kein Weg vorbei, wir müssen hier konsequent bleiben", sagt Merz in einem Interview mit dem Sonntagsblick. Zugleich stellt er eine Fusion der Standorte in Dübendorf und Genf zur Diskussion. Die Strategie-Diskussion stehe jedoch erst am Anfang. "Es reicht nicht aus, zu sagen: Skyguide soll sparen, aber es darf sich nichts ändern. Wir schauen uns alles ganz genau an. Denkbar wäre auch ein ganz neuer Standort", sagt Merz. Gegen Schadensersatzforderungen der Swiss wegen eines Softwarefehlers wehrte sich Merz. "Wenn wir beginnen, uns gegenseitig mit Schadenersatzforderungen zu belasten, hilft das der Zusammenarbeit nicht", sagte er. Wenn man beginne, alle Störungsfaktoren gegenseitig aufzurechnen, würden "alle verlieren". (SoB S. 30-31)
VARTA: Der deutsche Batteriehersteller Varta kämpft seit längerem um das Überleben. Nun ist laut der NZZ am Sonntag ein Investor aus der Schweiz aufgetaucht, der das Traditionsunternehmen retten will. Pino Sergio habe öffentlich erklärt, mit seiner Allswiss AG die Schulden von Varta in Höhe von 300 Millionen Euro übernehmen zu wollen. Im Hintergrund soll es noch weiter bisher unbekannte Investoren geben. Dies soll einen Neustart für Varta ermöglichen. Sergio ist in Deutschland kein Unbekannter. 2012 sorgte er mit der Pleite eines Immobilienunternehmens für Negativschlagzeilen. Nun positioniert er sich als Retter von Varta und als Verfechter der industriellen Unabhängigkeit Europas. Die Gläubigergruppe von Varta um die Deutsche Bank begegnet dem Angebot gemäss der NZZ mit Skepsis. (NZZaS S. 33)
BIZ: Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat in ihrem Jahresbericht vor den zunehmenden Gefahren durch die Künstliche Intelligenz gewarnt, auch wenn die Technologie grosses Potenzial verspricht. Insbesondere die hohen Investitionen von Unternehmen und die damit einhergehende Verschuldung bereiten Sorgen. Zudem sei das wirtschaftliche Ertragspotenzial immer noch ungewiss, wie die NZZ schreibt. Auch die Finanzkonstrukte im KI-Umfeld seien zunehmend undurchsichtig. Firmen könnten sich damit gegenseitig in den Abgrund reissen. Ausserdem hatten viele technologische Umbrüche in der Vergangenheit auch zu Übertreibungen und anschliessenden Krisen geführt. Ein Beispiel dafür sei das Platzen der Dotcom-Blase gewesen. (NZZ Online)
STEUERN: MSD mit Sitz in Luzern ist der wohl beste Steuerzahler der Schweiz. Der amerikanische Pharmakonzern hat nach eigenen Angaben alleine im letzten Jahr hierzulande rund 1,8 Milliarden Franken an den Fiskus abgeliefert. Damit ist MSD laut Sonntagszeitung mitverantwortlich, dass der Bund auf ein Sparpaket verzichtet - und in Luzern die Einnahmen explodieren. Das weckt auch Begehrlichkeiten in den USA: Die US-Steuerbehörde prüft gemäss der Zeitung mehrere Steuererklärungen des Unternehmens und hat bereits Nachzahlungen in Milliardenhöhe angeordnet. Es geht dabei unter anderem um die Versteuerung der Gewinne von Tochtergesellschaften im Ausland. MSD ist mit dem Vorgehen nicht einverstanden und will die Forderungen "energisch anfechten", wie es im Jahresbericht heisst. (SoZ S. 11)
STROM: Die Hitze stellt die Stromnetze und die Stromversorgung in Europa zunehmend vor Herausforderungen. Neben dem Ausfall von einigen Atomkraftwerken aufgrund zu heisser Flüsse gibt es auch noch weitere technische Herausforderungen. So würden Stromleitungen bei Temperaturen über 40 Grad laut Swissgrid 15 bis 20 Prozent ihrer Transportkapazität verlieren, wie die Sonntagszeitung schreibt. Eine Stromlücke wie im Winter drohe aber akut nicht. Gemäss Elcom und Axpo sei die Schweiz wegen des hohen Anteils an Wasserkraft besser aufgestellt, als viele andere europäische Länder. (SoZ S. 35-36)
MANAGERLÖHNE: Die von Thomas Minder lancierte "Abzocker-Initiative" wollte die Managerlöhne deckeln. Obwohl sie 2013 vom Volk deutlich angenommen wurde, ist ihr Effekt unterdessen weitgehend verpufft. Schuld sind laut der Sonntagszeitung Bonus- oder Zusatzpläne. So soll der ehemalige Holcim-Chef Jan Jenisch 2024 laut Geschäftsbericht lediglich 5,1 Millionen Franken Lohn erhalten haben. Tatsächlich dürfte es den Berechnungen der Zeitung zufolge aber rund 48 Millionen gewesen sein. Der Unterschied erklärte sich durch leistungsabhängige Optionen, die ihm 2020 zugesprochen und in der ersten Hälfte des Jahres 2025 ausgeübt wurden. Ein ähnliches Muster sieht die Zeitung bei den Chefs von Novartis oder der Zurich-Versicherung. (SoZ S. 36)
IMMOBILIEN: In der Schweizer Raumplanung gibt es eine historische Trendwende. Nachdem die Zersiedelung jahrzehntelang zugenommen hatte, wurde sie mittlerweile gestoppt, wie die Sonntagszeitung unter Berufung auf Berechnungen des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) schreibt. Seit 2019 habe ein leichter Rückgang eingesetzt. Grund dafür ist das Raumplanungsgesetz (RPG), welches 2013 vom Volk gutgeheissen wurde. Seither müssen Kantone und Gemeinden darauf achten, dass stärker innerhalb des bestehenden Siedlungsgebietes gebaut wird. (SoZ S. 9)
cg/
Trading Signals: Nike: In der Abseitsfalle
Kommende Woche präsentiert der weltgrösste Sportartikelkonzern Quartals- und Jahreszahlen. Zwar sprechen die Erfolge der von Nike an der Fussball-WM ausgestatteten Mannschaften dafür, dass der Branchenriese optimistische Töne anschlägt. Der Dow Jones Titel droht dennoch nach unten auszubrechen.
Weiterlesen!3 Knaller-Aktien im BX Musterportfolio: Woodward, Howmet & STMicroelectronics mit François Bloch
Im BX Morningcall werden folgende Aktien analysiert und erklärt
✅ Woodward
✅ Howmet Aerospace
✅ STMicroelectronics
https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/
Inside Trading & Investment
Mini-Futures auf SMI
Meistgelesene Nachrichten
Top-Rankings
Börse aktuell - Live Ticker
SMI etwas leichter -- DAX stabil -- Asiens Börsen letztlich in GrünDer heimische Aktienmarkt zeigt sich zum Wochenstart schwächer. Der deutsche Leitindex tendiert ebenfalls seitwärts. Die Märkte in Asien präsentierten sich zum Wochenstart freundlich.


