| ETF Experten-Interview |
25.03.2026 09:10:34
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Interview mit Matthias Bryner, Gründer und CEO von findependent
Das Schweizer Fintech findependent hat kürzlich die Finma-Lizenz erhalten. Im Interview spricht Gründer und CEO Matthias Bryner darüber, was dieser wichtige Meilenstein für das Unternehmen, die Kundinnen und Kunden und die weitere Entwicklung von findependent bedeutet. Zudem erklärt er, welche Chancen und Herausforderungen mit der neuen regulatorischen Grundlage verbunden sind.
Herr Bryner, Sie sind Gründer und CEO von findependent. Sie haben vor Kurzem eine begehrte Finma-Lizenz erhalten. Viele Privatanleger können mit einer FINMA-Lizenz wenig anfangen. Was bedeutet sie ganz konkret für mein Geld?
In aller Kürze: Es wird keine externe Depotbank mehr benötigt. Wir führen Konto und Depot unserer Kund:innen direkt bei uns. Dieser Setup bringt nochmals wesentlich mehr Geschwindigkeit in die App hinsichtlich Datenaktualisierung. Einzahlungen und ETF-Transaktionen werden deutlich schneller verarbeitet und in der App sichtbar. Auch der Support wird nochmals schneller, weil wir alle Kundenanliegen selbst und nicht wie heute in Rücksprache mit der Depotbank bearbeiten können. In puncto Sicherheit machen wir nach wie vor keine Kompromisse. Dein Geld ist und bleibt so sicher wie bei einer Bank.
Ist mein investiertes Vermögen durch die Lizenz jetzt besser geschützt - und wenn ja, wie genau?
Das Kontoguthaben wird auch künftig durch die Einlagensicherung geschützt, welcher wir als findependent direkt angeschlossen sind. Und die ETF-Anlagen gehören als Sondervermögen weiterhin nur den Kundinnen und Kunden selbst. findependent selbst wird durch die neue Lizenz aber als Unternehmen nochmals deutlich robuster. So gesehen ist der Schutz jetzt insgesamt nochmals besser.
Was hätte im schlimmsten Fall vor der Lizenz passieren können - und was ist heute anders geregelt?
Wir waren schon vorher ein von der FINMA bewilligter Vermögensverwalter und erfüllten die finanziellen, organisatorischen sowie aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Als Wertpapierhaus unterstehen wir nun direkt der FINMA-Aufsicht, was deutlich intensivere Berichtspflichten und Vor-Ort-Kontrollen bedeutet. Zudem sind die Anforderungen an Mindest- und Eigenkapital stark gestiegen.
Als Vermögensverwalter brauchten wir eine externe Depotbank. Nun haben wir Befugnisse, die uns vorher untersagt waren, konkret die Konto- und Depotführung. Wir verwahren die ETFs unserer Kundinnen und Kunden nun also selbst.
Gerade in turbulenten Marktphasen fragen sich viele Anleger, wem sie ihr Geld anvertrauen können. Warum schafft die FINMA-Lizenz hier zusätzliches Vertrauen?
Vertrauen basiert meiner Ansicht nach auf Transparenz und Stabilität. Die FINMA-Lizenz signalisiert: Hier wird nicht "gebastelt". Wer die Lizenz als Wertpapierhaus erhält, hat bewiesen, dass er auch für stürmische Zeiten stabil aufgestellt ist. Kundinnen und Kunden wissen, dass wir denselben strengen Spielregeln unterliegen wie grosse Banken
Welche Anforderungen mussten Sie erfüllen, um die Lizenz zu bekommen - und was sagt das über die Stabilität Ihres Unternehmens aus?
Das Bewilligungsprozedere war intensiv und hat uns fast zwei Jahre beschäftigt. Das wir alle diese Hürden genommen haben, zeigt, dass wir kein flüchtiges Jungunternehmen mehr sind, sondern über ein langfristig tragfähiges Geschäftsmodell verfügen und ein geprüfter sowie überwachter Partner für die Geldanlage sind. findependent erfüllt dieselben Bedingungen an Eigenmittel, Liquidität und Cyber-Security wie eine Bank.
Merken Kunden die Lizenz auch konkret im Alltag - etwa bei Gebühren, Transparenz oder Servicequalität?
Die Transparenz wird nochmals besser, weil Einzahlungen und ETF-Transaktionen wesentlich schneller in der App sichtbar sind. Folglich können wir auch beim Support nochmals eine Stufe hochschalten und Fragen schneller beantworten.
Die Gebühren bleiben trotz all dieser Verbesserungen so günstig wie bisher.
Ein gutes Beispiel für diese neue Geschwindigkeit: Es ist heute möglich, morgens die Registrierung bei findependent zu machen und noch am gleichen Tag die erste Investition zu tätigen. (Vom Registrierungsstart bis zur Ersteinzahlung dauerte es bei einem Neukunden gerade mal 30 Minuten.)
Ermöglicht Ihnen die Lizenz neue Anlagelösungen oder Funktionen, von denen Privatanleger künftig profitieren?
Wir entwickeln unsere bestehenden Anlagelösungen schneller und noch nutzerzentrierter weiter und werden zudem im zweiten Halbjahr eine eigene Säule 3a-Lösung lancieren. So kommt für Anlegerinnen das freie Vermögen und Säule 3a aus einer Hand bzw. in einer App, natürlich in gewohnter findependent-Manier: Einfach, günstig, persönlich.
Ist die Lizenz für Sie eher ein Qualitätssiegel - oder der Startschuss für eine neue Wachstumsphase?
Sowohl als auch. Die Lizenz ist einerseits das Qualitätssiegel für unsere bisherige Arbeit. Andererseits ist sie ganz klar der Startschuss für eine neue Wachstumsphase und das Fundament, um findependent zu einem der führenden digitalen Vermögensverwalter der Schweiz zu machen.
Planen Sie durch die neue regulatorische Grundlage Expansion - zum Beispiel neue Zielgruppen oder weitere Märkte?
Geographisch gesehen glauben wir, dass der heimische Markt vorerst genügend Wachstumsmöglichkeiten bietet und konzentrieren uns darauf, die Schweiz noch tiefer zu durchdringen. Aber natürlich macht uns die Lizenz für neue Kundengruppen attraktiv. Beispielsweise jene, die bisher vielleicht gezögert haben, all ihr Geld einem jungen Unternehmen anzuvertrauen. Oder solche, die ausschliesslich im Bereich der Säule 3a Geld anlegen.
Wenn ich als Privatanleger heute neu starte: Warum ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um sich Findependent genauer anzusehen?
Wer für die Geldanlage ein Rundum-Sorglos-Paket sucht oder sein eigenes ETF-Portfolio zusammenstellen möchte, ist bei uns richtig. Wir bieten faire Gebühren, verzichten vollständig auf Courtagen und verwalten die ersten 2’000 Franken kostenlos. So kann man uns ungestört ausprobieren. Wir sind ein eingespieltes Team von Experten und liefern schnellen Support sowie Begleitung auf Augenhöhe.
Herzlichen Dank für das Gespräch. Weitere Informationen zum Angebot von findependent finden sie hier.
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