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Bemerkenswerte Stärke 25.02.2026 22:48:00

Neuer Super-Zyklus in den Emerging Markets?

Neuer Super-Zyklus in den Emerging Markets?

Lange Zeit galten Schwellenländer als das notorische Sorgenkind im globalen Portfolio: chronisch underperformend gegenüber dem US-Markt, anfällig für Währungsschwächen und politische Turbulenzen.

Doch das Bild hat sich gewandelt. Seit Mitte 2025 zeigen die Emerging Markets in ihrer Gesamtheit eine bemerkenswerte Stärke und es mehren sich die Argumente, dass es sich dabei nicht bloss um eine zyklische Gegenbewegung handelt, sondern um den Beginn eines strukturellen Superzyklus.

Die treibenden Kräfte sind vielfältig. Ein schwächerer US-Dollar, historisch bislang der wichtigste Katalysator für Schwellenländer-Rallys, erhöht die Kaufkraft der lokalen Währungen und verbilligt die Rückzahlung von Dollarschulden. Gleichzeitig wächst bei internationalen Investoren der Wunsch, ihre massive Übergewichtung amerikanischer Aktien abzubauen und geografisch breiter zu diversifizieren. Dazu kommt eine strukturell neue Nachfrage: Die globale KI-Revolution braucht Hardware, und ein Grossteil dieser Hardware entsteht ausserhalb der westlichen Hemisphäre, von Halbleitern in Südkorea bis zu Batterietechnologie und seltenen Erden in China und Lateinamerika.

Selbst in der Geopolitik zeigen sich überraschend konstruktive Signale: Saudi-Arabien öffnet seinen Kapitalmarkt für ausländische Direktinvestoren und sogar Venezuela wird als potenzielle Restrukturierungsgeschichte neu entdeckt. Emerging Markets sind kein monolithischer Block mehr - sie sind ein facettenreiches Anlageuniversum, das unterschiedliche Strategien zulässt.

Für Anleger stellt sich deshalb die Frage nicht mehr ob, sondern wie sie von dieser Entwicklung profitieren wollen. Drei ETFs bieten dafür eine komplementäre Kombination.

Den Kern bildet der iShares MSCI EM ex-China UCITS ETF USD (Acc). Mit einem Fondsvolumen von 3.651 Mio. Fr. und einer günstigen Gesamtkostenquote (TER) von 0.18 Prozent bildet er physisch den MSCI Emerging Markets ex China Index nach und thesauriert anfallende Dividenden. Der Fonds umfasst 637 Positionen aus Schwellenländern ohne China und ist damit ideal als stabiler Anker positioniert. Die grösste Einzelposition Taiwan Semiconductor macht 15.92 Prozent aus, gefolgt von Samsung Electronics mit 4.56 Prozent. Länderseitig dominieren Taiwan (28.03 Prozent), Indien (18.84 Prozent) und Südkorea (18.27 Prozent).

China selbst sollte trotz seiner Komplexität im Portfolio aber nicht fehlen. Der Xtrackers Harvest CSI 300 UCITS ETF 1D ermöglicht den direkten Zugang zu den 300 grössten chinesischen A-Aktien aus Shanghai und Shenzhen. Der physisch replizierende ETF hat ein Fondsvolumen von 247 Mio. Fr. und ist als ausschüttender Fonds konzipiert. Die Dividendenrendite liegt aktuell bei 1.86 Prozent pro Jahr. Die TER beträgt 0.65 Prozent. Top-Positionen sind CATL (4.29 Prozent), Kweichow Moutai (3.68 Prozent) und Ping An Insurance (2.81 Prozent).

Den Fokus auf den KI-Hardwarezyklus setzt der Franklin FTSE Korea UCITS ETF. Mit 2.303 Mio. Fr. Volumen und einer TER von lediglich 0.09 Prozent repliziert er physisch den FTSE Korea 30/18 Capped Index. Samsung Electronics (25.22 Prozent) und SK Hynix (12.07 Prozent), zwei der drei dominierenden Hersteller von HBM-Speicherchips für KI-Systeme, prägen das Portfolio massgeblich. Die 1-Jahres-Performance von 105.78 Prozent spiegelt die Aufholjagd des koreanischen Marktes wider, Anleger sollten aber die erhöhte Volatilität von rund 31 Prozent beachten.

Fazit: Die Kombination ist strategisch stimmig. Der EM-ex-China-ETF bietet eine breite Diversifikation und Qualität ohne chinesisches Konzentrationsrisiko, der CSI-300-ETF ermöglicht einen gezielten Zugang zur zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt und der Korea-ETF setzt auf die Lieferkette der KI-Revolution. Wer an den Beginn eines Superzyklus glaubt, findet hier drei komplementäre Bausteine, um daran zu partizipieren.

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