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Gesamtrendite 22.04.2026 22:19:00

Sparplan-Check: Welcher ETF-Rhythmus schlägt den Markt?

Sparplan-Check: Welcher ETF-Rhythmus schlägt den Markt?

Wer einen ETF-Sparplan abschliessen will, wird sich zwangsläufig die Frage stellen, in welchem Intervall investiert werden soll - monatlich oder wöchentlich. Was sich mehr lohnt.

ETF-Sparpläne mit verschiedenen Intervallen möglich
• Wöchentliche vs. monatliche Sparrate im Fokus
• Gebühren und Cost-Average-Effekt

Viele Banken und Neobroker bieten Anlegern beim Einrichten eines ETF-Sparplans mittlerweile die Auswahl zwischen unterschiedlichen Sparintervallen. Während es am geläufigsten ist, eine monatliche Sparrate festzulegen, ist oft auch eine zweiwöchentliche oder wöchentliche Sparrate möglich. Welche Vor- und Nachteile sind dabei zu beachten und was lohnt sich letztlich mehr?

Der grösste Unterschied bei verschiedenen Sparintervallen liegt in der Häufigkeit der Ausführung. Während einmal im Monat ein grösserer Betrag von 200 Euro investiert wird, gäbe es bei einem wöchentlichen Intervall beispielsweise eine Sparrate von 50 Euro. Allerdings würden bei einer monatlichen Sparrate 12 Ausführungen im Jahr getätigt, während es bei einem wöchentlichen Intervall 52 Ausführungen gäbe.

Häufigkeit der Ausführung

Aufgrund des grossen Unterschieds bei der Ausführung der Investition, ist es sehr wichtig auf die Gebühren des Sparplans zu achten. Wird beispielsweise bei jeder Ausführung von dem Bankanbieter eine Gebühr in Höhe von einem Euro erhoben, summiert sich dies auf das Jahr gerechnet bei einem wöchentlichen ETF-Sparplan auf 52 Euro, während die Kosten bei einem monatlichen Intervall lediglich bei 12 Euro liegen. Der Unterschied fällt hier also recht gross aus.

Anders kann das jedoch bei prozentualen Kosten aussehen, wie beispielsweise bei einer prozentualen Gebühr je Ausführung, die bei 0,2 Prozent der Sparrate liegt. Hier würden sich die Gebühren im Jahr bei einer wöchentlichen Sparrate von 50 Euro lediglich auf 5,20 Euro belaufen. Der monatliche Sparplan in Höhe von 200 Euro käme hier jedoch ebenso nur auf 4,80 Euro im Jahr an Gebühren für die Ausführung.

Wer wöchentlich Anlegen möchte, sollte dementsprechend auf sehr niedrige bis nicht vorhandene Gebühren beim Anbieter des ETF-Sparplans achten.

Cost-Average-Effekt unter der Lupe

Als Vorteil einer häufigeren Sparrate wird meist der Cost-Average-Effekt genannt. Dahinter steckt die Tatsache, dass mit wöchentlichen Sparraten Volatilität an den Märkten besser ausgeglichen werden kann. Bei schwankenden Kursen wird mal günstiger, mal teurer gekauft, auf lange Sicht rentiert sich das, weil bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteilsscheine und bei hohen Kursen weniger erworben werden. In der Theorie ist der durchschnittliche Einstiegspreis dadurch geringer.

In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass bei einem langfristigen Anlagehorizont der Cost-Average-Effekt eher vernachlässigt werden kann und die Rendite kaum beeinflusst. Denn das Timing von Käufen am Markt ist für die langfristige Gewinnentwicklung nicht entscheidend, sondern lediglich die Marktentwicklung selbst. Zwar kann es sich in Einzelfällen, wie zum Beispiel bei grossen Korrekturen lohnen, häufiger bei niedrigen Kursen zu kaufen, über Jahre hinweg gleicht sich die Gesamtrendite wieder mit anderen Sparrhythmen an.

Lediglich Einmalinvestments weisen hier laut einer Berechnung von extraETF eine bessere Rendite als Sparpläne auf. Im Gegensatz zu Einmalinvestments überzeugen ETF-Sparpläne jedoch dadurch, da sie Anlegern ein automatisiertes Sparen ermöglichen. Zudem verfügt nicht jeder über eine grosse Summe, die investiert werden könnte, weshalb eine Aufteilung in kleinere Sparbeträge machbarer wird.

Welches Sparintervall gewählt wird, bleibt natürlich jedem selbst überlassen und hängt auch mit den eigenen Vorlieben und der eigenen Lebenssituation zusammen. Fakt ist, wer konsequent anlegt und langfristig investiert bleibt, dem winkt eine bessere Rendite, dabei spielt das Intervall auf lange Sicht jedoch kaum eine Rolle, da sich Differenzen über einen langen Anlagehorizont ausgleichen.

Martina Köhler, Redaktion finanzen.ch

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Spannend: Torsten Dennin hatte bereits im September eine Gold-Prognose von 4.200–4.400 USD und Silber bei 60–80 USD genannt – beide Ziele wurden erreicht bzw. übertroffen.

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