Schweizerische Nationalbank Aktie 131926 / CH0001319265
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18.06.2026 10:21:36
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SNB bestätigt Nullzins - Interventionsbereitschaft bleibt erhöht
(1. Zusammenfassung)
Zürich (awp) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat den Leitzins wie erwartet bei null Prozent belassen. Die Schweizer Währungshüter sehen trotz leicht gestiegener Inflation keinen Handlungsbedarf beim Leitzins. Sie wollen bei Bedarf aber weiterhin am Devisenmarkt eingreifen, um eine zu starke Aufwertung des Frankens zu verhindern.
"Unsere Geldpolitik ist angemessen, um die Inflation im Bereich der Preisstabilität zu halten, und sie stützt die Wirtschaftsentwicklung", sagte SNB-Präsident Martin Schlegel am Donnerstag.
Den Ausschlag für die verlängerte Zinspause gab, dass sich der mittelfristige Inflationsdruck seit der letzten Lagebeurteilung kaum verändert hat. Zwar stieg die Teuerung laut der SNB zuletzt wegen höherer Energiepreise auf 0,6 Prozent an. Die Nationalbank rechnet aber damit, dass dieser Effekt mit der Zeit nachlässt. Die SNB sieht die Preisstabilität damit weiterhin gewährleistet. Sie definiert diese als eine Jahresteuerung zwischen 0 und 2 Prozent.
Die Inflationsprognosen für die kommenden Jahre wurden nur leicht angehoben. Sie bleiben mit 0,6 Prozent für 2026 und 2027 sowie 0,7 Prozent für 2028 aber klar im Bereich der Preisstabilität.
Hohe geopolitische Risiken
Ein zentrales Thema bleibt der Franken. "Der Aufwertungsdruck auf den Franken hatte mit der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten zunächst zugenommen, da der Franken als sicherer Hafen gesucht war", sagte Schlegel. Inzwischen hat der Franken allerdings etwas an Wert verloren, da die Zinsen im Ausland gestiegen sind und sich die Zinsdifferenz zur Schweiz vergrössert hat.
Die SNB warnte jedoch, dass die geopolitischen Risiken hoch bleiben. "Das Risiko von starkem Aufwertungsdruck besteht somit weiterhin", sagte Schlegel. Deshalb halte die Nationalbank ihre Bereitschaft zu Interventionen am Devisenmarkt auf einem erhöhten Niveau. "Damit wirken wir einer raschen und übermässigen Aufwertung des Frankens entgegen, welche die Preisstabilität in der Schweiz gefährden würde."
Für die Schweizer Wirtschaft bestätigte die SNB ihre Prognosen. Sie erwartet für 2026 unverändert ein Wachstum von rund einem Prozent und für 2027 von rund 1,5 Prozent. Als Risiken nennt sie neben den Spannungen im Nahen Osten auch die US-Handelspolitik sowie einen möglichen neuen Aufwertungsdruck auf den Franken.
to/rw
SNB bestätigt Wachstumsprognosen - Lage in Nahost bleibt RisikoZürich (awp) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bestätigt die Konjunkturprognosen für 2026 und 2027. Es wird mit einem Wachstum von rund 1 Prozent und rund 1,5 Prozent gerechnet, wie die SNB am Donnerstag anlässlich ihrer Lagebeurteilung mitteilte.
In den kommenden Quartalen dürfte die moderatere Entwicklung der Weltwirtschaft das Wachstum in der Schweiz dämpfen, teilte die SNB mit. Die Geldpolitik wirke dabei aber stützend. Mittelfristig geht die SNB davon aus, dass sich die Weltkonjunktur wieder verbessert und dass dies für die Schweiz einen Wachstumsimplus liefert.
Das Hauptrisiko für die Schweizer Wirtschaftsaussichten sind nach Ansicht der SNB vor allem die Entwicklungen in der Weltwirtschaft. Insbesondere könne sich die Lage im Nahen Osten erneut zuspitzen und die globale Wirtschaftsaktivität stärker bremsen - etwa durch erneut höhere Rohstoffpreise. "Auch könnte der Aufwertungsdruck auf den Franken wieder zunehmen", hiess es in der Mitteilung. Darüber hinaus sei die US-Handelspolitik weiterhin ein Unsicherheitsfaktor.
to/rw
SNB erwartet nur leicht erhöhte InflationZürich (awp) - Die Folgen des Iran-Krieges und des höheren Ölpreises zeigen sich auch bei den Inflationserwartungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Sie rechnet allerdings nur mit einem leichten Anstieg der Teuerung.
Konkret erwarten die Währungshüter für 2026, 2027 und 2028 Jahresinflationsraten von 0,6, 0,6 und 0,7 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilten. Bei der letzten Lagebeurteilung im März waren sie von Werten von 0,5 Prozent für 2026 und 2027 sowie von 0,6 Prozent für 2028 ausgegangen.
Die Europäische Zentralbank hatte vor einer Woche wegen der gestiegenen Inflation die Zinsen erhöht. Die aktuellen Inflationsprognosen der SNB deuten nicht auf einen solchen Schritt hin. Ihr Ziel ist es, die Inflation im Bereich von 0 und 2 Prozent zu halten. "Die Prognose befindet sich über den gesamten Prognosezeitraum im Bereich der Preisstabilität", heisst es denn auch im Communiqué der SNB. Die Inflationsprognose der SNB geht stets davon aus, dass der Leitzins auf dem aktuellen Niveau bleibt.
Rückgang im ersten Halbjahr 2027
Der zuletzt beobachtete Anstieg der Inflation war laut der SNB hauptsächlich auf höhere Preise für Erdölprodukte zurückzuführen. Die anderen Waren und Dienstleistungen hätten kaum zum Anstieg beigetragen.
Die SNB geht davon aus, dass die Auswirkungen der gestiegenen Energiepreise mit der Zeit nachlassen dürften. Gemäss der bedingten Inflationsprognose werde die Teuerung in den nächsten Quartalen zwar zunächst noch leicht zunehmen, bevor sie in der ersten Jahreshälfte 2027 dann voraussichtlich wieder etwas zurückgehen werde. Alles in allem bleibe die Inflationsprognose damit mittelfristig praktisch unverändert.
rw/to
Schweizerische Nationalbank am 18.06.2026
Aktien in diesem Artikel
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SMI schliesst nach neuem Höchststand fester -- DAX schlussendlich stärker -- US-Börsen uneinheitlich -- Asiens Börsen letztlich gespaltenDer heimische Markt bewegte sich am Donnerstag nach oben. Der deutsche Leitindex verzeichnete ebenso Gewinne. An den US-Märkten zeigten sich unterschiedliche Vorzeichen. An den Märkten in Asien wurden am Donnerstag unterschiedliche Tendenzen beobachtet.


