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23.06.2026 17:12:36

Autoimporteure verfehlen CO2-Vorgaben deutlich

Bern (awp/sda) - Die CO2-Emissionen neuer Fahrzeuge sind 2025 in der Schweiz gesunken. Die gesetzlichen Zielwerte wurden bei Personen- und Lieferwagen dennoch verfehlt, wie das Bundesamt für Energie am Dienstag mitteilte. Für die Importeure resultierten daraus Sanktionen in Millionenhöhe.

Bei den Personenwagen sanken die durchschnittlichen Emissionen um rund 11 Prozent auf 101,6 Gramm CO2 pro Kilometer. Das Bundesamt für Energie (BFE) führte diese Entwicklung auf den gestiegenen Anteil von Elektrofahrzeugen zurück. Der Anteil der Steckerfahrzeuge - also rein elektrischer Autos und Plug-in-Hybride - stieg bei den Personenwagen von 27,8 Prozent im Jahr 2024 auf 34,4 Prozent im Jahr 2025.

Auch bei den Lieferwagen und leichten Sattelschleppern ging der Ausstoss deutlich zurück, um rund neun Prozent auf 174,9 Gramm CO2 pro Kilometer. Laut BFE stieg der Anteil der Steckerfahrzeuge in dieser Kategorie von 10,5 Prozent im Jahr 2024 auf rund 20 Prozent im Jahr 2025.

Sanktionen steigen deutlich

Obwohl die Emissionen sanken, lagen beide Fahrzeugkategorien über den gesetzlichen Vorgaben. Das Verfehlen der Ziele hatte hohe Sanktionszahlungen zur Folge.

Für die Importeure von Personenwagen beliefen sich diese auf insgesamt rund 97,7 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es lediglich 2,26 Millionen Franken gewesen. Bei den Lieferwagen und leichten Sattelschleppern stiegen die Sanktionen auf 25,9 Millionen Franken, verglichen mit 22,3 Millionen Franken im Jahr 2024.

Die CO2-Zielwerte legen fest, wie hoch die durchschnittlichen Emissionen der von einem Importeur in einem Jahr neu zugelassenen Fahrzeugflotte höchstens sein dürfen. Dabei wird nicht jedes einzelne Fahrzeug beurteilt, sondern der Durchschnitt der jeweiligen Flotte. 2025 wurden diese Vorgaben verschärft. Für Personenwagen lag der Zielwert bei 93,6 Gramm CO2 pro Kilometer, für Lieferwagen und leichte Sattelschlepper bei 153,9 Gramm.

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