| Aktienrückkauf geplant |
26.02.2026 16:03:00
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AXA-Aktie höher: Gewinnsteigerung wie erwartet
Der französische Versicherer AXA will nach einem deutlichen Gewinnplus im vergangenen Jahr die Dividende erhöhen und eigene Aktien zurückkaufen.
Im laufenden Jahr peilt Buberl beim bereinigten Gewinn je Aktie ein Plus am oberen Ende der mittelfristigen Zielspanne von 6 bis 8 Prozent an. 2025 war der bereinigte Gewinn je Aktie um 8 Prozent auf 3,86 Euro gestiegen. Die Prognose liegt ebenso im Rahmen der Expertenerwartungen wie das Ergebnis des vergangenen Jahres.
Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn zog 2025 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 8,4 Milliarden Euro an. Die Einnahmen kletterten um fünf Prozent auf 116 Milliarden Euro. Alles in allem verdiente AXA mit 9,8 Milliarden Euro sogar rund ein Viertel mehr. Das lag vor allem am Verkauf der Fondsgesellschaft AXA Investment Managers, der im Sommer abgeschlossen worden war. Mit dem Geld kaufte der Versicherer eigene Aktien im Wert von 3,8 Milliarden Euro auf, das Programm lief bis Mitte Januar.
Angesichts der Gewinnentwicklung im vergangenen Jahr wollen die Franzosen nun im Rahmen ihres jährlichen Aktienrückkaufs weitere Papiere für 1,25 Milliarden Euro erwerben. Solche Rückkäufe setzten Unternehmen zusätzlich zur Dividende als ein Mittel der Kapitalrückgabe an Anteilseigner ein. Da das Ergebnis je Papier durch diesen Schritt bei einem Einzug der Aktien rechnerisch steigt, hoffen die Unternehmen auf einen Kursanstieg.
Die direkte Gewinnbeteiligung der AXA-Aktionäre in Form der Dividende soll derweil um acht Prozent auf 2,32 Euro je Aktie steigen, wie der im EURO STOXX 50 notierte Allianz-Konkurrent weiter mitteilte. Experten hatten dies erwartet.
Der AXA-Aktienkurs legte am Donnerstag in Paris zuletzt um 1,62 Prozent auf 40,86 Euro zu. In den vergangenen Monaten war er an der Schwelle von 41 Euro mehrfach gescheitert; ein nachhaltiger Sprung darüber könnte zu einem Befreiungsschlag werden.
AXA Schweiz wächst mit Privatkunden und Vorsorgeprodukten kräftig
Die AXA Schweiz ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Besonders mit Privatkunden der Nichtlebensversicherung sowie im Verkauf von Produkten zur Gesundheits- und Altersvorsorge konnte die Tochter des französischen AXA-Konzerns gut zulegen.
Das Prämienvolumen wuchs insgesamt um 7 Prozent auf 6,64 Milliarden Franken. Der Reingewinn rückte um 3 Prozent auf 805 Millionen Franken vor. Nebst dem Wachstum stützte die im Vergleich zum Vorjahr geringere Schadenlast aus Unwettern das Ergebnis, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.
"Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück, das von einer hohen Nachfrage nach unseren Angeboten geprägt war, was zu einem erheblichen Prämienwachstum führte", sagt der neue AXA-Schweiz-Chef Patric Deflorin in der Mitteilung.
Deflorin hatte das CEO-Amt Anfang 2026 von Fabrizio Petrillo übernommen, der acht Jahre lang an der Spitze der Schweizer Tochter des französischen AXA-Konzerns gestanden hatte. Im April 2025 war Deflorin als Leiter Distribution zur AXA Schweiz gewechselt, nach einer mehrjährigen Karriere bei der Konkurrentin Mobiliar.
Wachstum mit Motorfahrzeugversicherungen
In der Schadenversicherung stieg das Prämienvolumen um 4 Prozent auf 4,23 Milliarden Franken. Dabei wuchs das Geschäft mit Privatkunden um 6 Prozent auf 2,13 Milliarden Franken und jenes mit Firmenkunden um 2 Prozent auf 2,10 Milliarden.
Im Privatkundengeschäft habe die Motorfahrzeugversicherung stark zum Wachstum beigetragen, schreibt die AXA. Allerdings sei dieses Geschäft wie auch jenes in der Haushaltsversicherung von einem Anstieg des Schadenaufkommens sowie weiter steigenden Ersatzteilkosten geprägt gewesen.
Bei den Unternehmenskunden trugen laut den Angaben sowohl die kollektive Personenversicherung wie auch das Haftpflichtgeschäft zum Volumenanstieg bei. Im Gegensatz dazu halte in der Krankentaggeldversicherung der Trend zu zunehmenden Arbeitsabsenzen wegen psychischer Erkrankungen an, was die Schadensbilanz belaste.
Auf der Schadensseite blickt AXA Schweiz, bis auf den Felssturz in Blatten mit Kosten von 40 Millionen Franken, allerdings auf ein eher schadenarmes Jahr 2025 zurück. Grössere Unwetter blieben aus. Vor diesem Hintergrund verbesserte sich der Schaden-Kosten-Satz um 0,3 Prozentpunkte auf 90,1 Prozent.
Gefragte Vorsorgeprodukte
In der privaten Vorsorge verzeichnete AXA Schweiz ein starkes Prämienwachstum von gut einem Fünftel auf 1,42 Milliarden Franken. Dazu hat laut den Angaben der Vertrieb der SmartFlex-Vorsorgeprodukte wesentlich beigetragen. In der beruflichen Vorsorge legten die Prämien leicht auf 845 Millionen Franken zu.
Starkes Wachstum erzielte die Gruppe in der Gesundheitsvorsorge mit Produkten aus der Zusatzversicherung. Da kletterten die Einnahmen um ein Fünftel auf 135 Millionen Franken. Dies liege am attraktiven Wechselservice, dank dem die Kunden allein in diesem Jahr nahezu 25 Millionen bei der Grundversicherung sparen werden.
Im Bereich Asset Management sind der AXA Schweiz laut den Angaben weitere Neugelder zugeflossen. Zusammen mit der positiven Entwicklung am Finanzmarkt legten die für Drittkunden verwalteten Anlagen um 7 Prozent auf 56,0 Milliarden Franken zu.
/zb/stk
PARIS (awp international)
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