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Geändert am: 12.01.2026 22:02:12

SMI schliesst kaum verändert -- DAX geht fester in den Feierabend -- Wall Street schlussendlich höher -- Asiens Börsen letztlich in Grün

Der heimische Aktienmarkt tendierte zum Wochenstart seitwärts, während der deutsche Leitindex leicht zulegte. Die Wall Street zeigte sich mit positiven Vorzeichen. An den Märkten in Fernost dominierten am Montag die Bullen.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt begab sich zum Wochenstart auf Richtungssuche.

So eröffnete der SMI die Sitzung mit Verlusten und näherte sich schrittweise der Nulllinie. Im weiteren Verlauf wechselte der Leitindex häufiger die Richtung und beendete den Handelstag schliesslich kaum verändert (+0,04 Prozent) bei 13'426,98 Indexpunkten.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI verabschiedeten sich 0,02 Prozent schwächer bei 18'499,24 Zählern bzw. unverändert bei 2'175,50 Einheiten in den Feierabend, nachdem sie etwas tiefer in den Handel gingen.

Die vorübergehenden Abgaben wurden von Händlern vor allem mit einer Konsolidierung nach den jüngsten Avancen begründet. So hatten die Aussichten auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed nach bestenfalls durchwachsenen Daten vom US-Arbeitsmarkt am Freitag für steigende Kurse an den Aktienmärkten weltweit gesorgt und auch dem SMI ein neues Rekordhoch beschert.

Entsprechend war nun auch die Technik ein Thema. Der Markt sei stark überkauft, was zumindest auf eine Verschnaufpause hindeuten könnte, hiess es in einem Kommentar von BNP Paribas. Sollte es dazu kommen, träfe der SMI bei 13'199 Punkten auf eine erste signifikante Unterstützung. Darunter könnten die aktuell bei 12'938 Punkten verlaufende 38-Tage-Linie und das November-Hoch bei 12'843 Punkten in den Fokus rücken.

Aus fundamentaler Sicht werden am Dienstag die Inflationsdaten aus den USA Aufschluss über die weitere Richtung der US-Geldpolitik geben. Der verschärfte Streit zwischen Fed-Chef Jerome Powell und US-Präsident Donald Trump könnte derweil das Sentiment mittelfristig etwas deutlicher belasten, hiess es.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt griffen am Montag zu.

So startete der DAX kaum verändert in den Handelstag und tendierte lange seitwärts. Gegen Mittag brach das Börsenbarometer schliesslich nach oben aus. So verabschiedete sich der DAX mit Aufschlägen von 0,57 Prozent bei 25'405,34 Punkten in den Feierabend.

Der DAX hat am Montag seinen Rekordlauf fortgesetzt und ist über 25'400 Punkte gestiegen. Trotz hoher geopolitischer Risiken blieben die Anleger optimistisch. Selbst durch die aktuelle Eskalation der Lage im Iran sowie die Zuspitzung im Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, liessen sich die Anleger hierzulande kaum abschrecken.

Als zentraler Kurstreiber gilt weiterhin die Hoffnung auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft 2026 dank eines immensen Infrastruktur-Pakets. Aber auch die Entwicklungen in den USA schieben das deutsche Börsenbarometer an, so zuletzt am Freitag nach dem US-Arbeitsmarktbericht und den damit verbundenen Hoffnungen auf Zinssenkungen.

In den USA nahm der Streit zwischen Trump und Powell Fahrt auf: Der Fed-Chef wies strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Fed zurück. Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Zudem gehen im Iran die Massenproteste gegen das Regime trotz wachsender Todeszahlen, exzessiver Drohungen des Sicherheitsapparats und einer nahezu vollständigen Internetsperre weiter. Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas ist nach eigenen Angaben bereit, neue Sanktionen gegen den Iran vorzuschlagen. Zudem erhöhte Trump den Druck auf die Islamische Republik.

Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners hält den DAX aus technischer Sicht inzwischen für "massiv überkauft". Von Dienstag an stehe den Börsen nun "so etwas wie 'die Woche der Wahrheit' bevor", erwartet er. Zunächst startet in den USA und bald darauf auch hierzulande die Berichtssaison für das vierte Quartal 2025. Dann müsse sich zeigen, ob die steigenden Aktienkurse auch von steigenden Unternehmensgewinnen gestützt würden.

WALL STREET

An der Wall Street ging es am Montag leicht nach oben.

Der Dow Jones ging mit einem Abschlag in die neue Handelswoche und verharrte auch anschliessend zunächst knapp in der Verlustzone. Im Verlauf konnte er sich jedoch über die Nulllinie vorarbeiten. Letztendlich verzeichnete er Gewinne in Höhe von 0,17 Prozent bei 49.590,14 Punkten.
Auch der NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung mit einem Minus und machte anschliessend leichte Gewinne. Er schloss den Handelstag 0,26 Prozent stärker bei 23.733,90 Einheiten ab.

Die US-Börsen konnten am Montag ihre anfänglichen Verluste im Tagesverlauf wettmachen und notierten letztlich leicht im Plus. Zuvor hatte der eskalierende Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und Notenbankchef Jerome Powell die Stimmung belastet. Zusätzlich sorgten Trumps Drohungen gegen grosse Kreditkartenunternehmen wegen ihrer Zinspraktiken für Verunsicherung am Markt.

Nach Angaben Powells hat das US-Justizministerium der Notenbank am Freitag Vorladungen zugestellt und mit einer Anklage gedroht. Hintergrund sind Vorwürfe, Powell habe im Zusammenhang mit der seit Jahren laufenden Sanierung von Fed-Gebäuden in Washington vor dem Senat falsche Angaben gemacht. Zusätzlich erhöht Trump den Druck auf grosse Kreditkartenanbieter und droht ihnen wegen ihrer Zinspolitik. "Damit ist eine weitere Eskalationsstufe in Trumps Bestreben erreicht, die Fed nach seinen Vorstellungen umzubauen", hiess es dazu in einem Kommentar der DZ Bank. Der Präsident drängt bereits seit längerem vehement auf eine schnellere Senkung des Leitzinses.

ASIEN

Die Börsen in Fernost wiesen am Montag grüne Vorzeichen aus.

In Tokio findet wegen eines nationalen Feiertags kein Handel statt. Zuletzt hatte der Nikkei 225 am Freitag 1,61 Prozent höher bei 51'939,89 Punkten geschlossen.

Der Shanghai Composite beendete den Montagshandel derweil mit einem Gewinn von 1,09 Prozent bei 4'165,29 Zählern.

In Hongkong kletterte der Hang Seng letztlich um 1,44 Prozent auf 26'608,48 Stellen.

Für Kauflaune sorgte eine gute Vorgabe der Wall Street vom Freitag. Zu den Favoriten gehörten wie bereits in der jüngsten Vergangenheit Technologieaktien mit der intakten KI-Fantasie und der hohen Nachfrage nach Chips. Zuletzt untermauerten dies am Freitag starke Zahlen von TSMC.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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