|
11.03.2026 11:59:48
|
HWWI: Irankrieg bremst Erholung der deutschen Wirtschaft
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Der Irankrieg hat aus Sicht des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) die wirtschaftliche Erholung in Deutschland vorerst ausgebremst. Noch zum Jahreswechsel 2025/2026 hätten sich viele Konjunkturindikatoren positiv entwickelt, nicht zuletzt getragen von den fiskalpolitischen Ausgabenprogrammen der Koalitionsregierung. Mit dem Irankrieg und den dadurch ausgelösten Preisschocks bei Öl und Gas hätten sich die Perspektiven für Inflation und Wachstum - nicht nur in Deutschland, sondern weltweit - jedoch verschlechtert, erklärte das Institut. Es senkte daher die Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2026 deutlich.
Die weitere Entwicklung im Irankrieg sei unklar. Das HWWI gehe davon aus, dass sich das Kriegsgeschehen bis spätestens Jahresmitte allenfalls auf das Gebiet des Iran beschränkt und die Strasse von Hormus wieder frei passierbar ist. Öl- und Gaspreise würden sich dann wieder in Richtung des Vorkriegsniveaus bewegen. Die für 2026/2027 angelegte Erholung der deutschen Wirtschaft könnte dann in der zweiten Hälfte dieses Jahres neue Fahrt aufnehmen. Unter diesen Bedingungen erwartet das HWWI für 2026 ein Wirtschaftswachstum von 0,8 (vor Kriegsausbruch: 1,5) Prozent und für 2027 von 1,5 (1,5) Prozent.
Begleitet wird diese gedämpfte Entwicklung von einem deutlichen Inflationsschub, der die Teuerungsrate bis Mitte 2026 auf 3 Prozent treiben könnte, bevor sie sich im Jahresdurchschnitt bei 2,5 Prozent einpendelt. "Die geopolitischen und geoökonomischen Rahmenbedingungen bergen erhebliche Risiken für diese Prognose. Die weitere Entwicklung im US-Iran-Konflikt ist unklar. Bei Eskalation, wie grösseren Zerstörungen von Öl- und Gasanlagen auch in den anderen Golfstaaten oder längerer Blockierung der Strasse von Hormus, müssten die Inflationsprognose nach oben und die Wachstumsprognose nach unten angepasst werden", erklärte das HWWI.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/apo/brb
(END) Dow Jones Newswires
March 11, 2026 07:00 ET (11:00 GMT)
Gold, Silber & Minenaktien – Wallstreet Live mit Tim Schäfer
Der Goldpreis hat ein neues Rekordniveau erreicht und notiert bereits seit mehreren Tagen über 5.000 US-Dollar. Doch profitieren davon auch die Minenaktien? Und ist es für Anleger sinnvoller, direkt Gold zu kaufen oder lieber in Unternehmen zu investieren, die Gold fördern?
Im Gespräch mit Tim Schäfer werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Gold- und Silberproduzenten sowie auf spannende Unternehmen rund um die Rohstoffbranche.
Diese Themen besprechen wir im Video:
• Warum der Goldpreis aktuell so stark gestiegen ist
• Die grössten Goldminen der Welt – Newmont und Barrick im Fokus
• Minenaktien vs. physisches Gold – was ist langfristig sinnvoller?
• Welche Risiken Minenbetreiber haben (Politik, Umweltauflagen, hohe Investitionen)
• Chancen bei Royalty- und Streaming-Unternehmen wie Franco-Nevada oder Wheaton Precious Metals
• Warum Kupfer, Stahl und andere Rohstoffe durch Infrastruktur und Digitalisierung immer wichtiger werden
• Welche Branchen zusätzlich profitieren – z.B. Baumaschinenhersteller wie Caterpillar
https://bxplus.ch/wall-street-live-mit-tim-schaefer/
Inside Trading & Investment
Mini-Futures auf SMI
Inside Fonds
Meistgelesene Nachrichten
Top-Rankings
Börse aktuell - Live Ticker
SMI schwächelt -- DAX leichter -- Asiens Börsen letztlich tieferDer heimische Aktienmarkt zeigt sich von seiner schwächeren Seite. Der deutsche Aktienmarkt macht am Freitag weiter Verluste. An den asisatischen Börsen dominierten zum Wochenende die Bären.


