Zurück geht es hier Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.
26.02.2026 07:15:39

IWF: USA sollten Wirtschaftspolitik ändern

Von Fabiana Negrin Ochoa

DOW JONES--Ein alternativer Policy-Mix in den USA könnte nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Ziele der US-Regierung unter Präsident Donald Trump erreichen und gleichzeitig negative Auswirkungen vermeiden. In einer Überprüfung der US-Wirtschaft konzentrierte sich der IWF auf die makroökonomischen Auswirkungen der 2025 eingeführten politischen Veränderungen und deren Folgen für die USA, ihre Handelspartner und die Weltwirtschaft. Er kam zu dem Schluss, dass ein anderer Ansatz die Ziele der Regierung besser voranbringen würde, ohne "negative Ausstrahlungseffekte" zu verursachen.

Diese Alternative würde den Ersatz von Zöllen durch eine bestimmungslandbezogene Verbrauchssteuer und den Übergang zu einem qualifikationsbasierten Einwanderungssystem beinhalten, schrieb der Fonds in einem Bericht. Bei einer Pressekonferenz sagte IWF-Chefin Kristalina Georgieva, der Fonds teile die Besorgnis der Regierung über die Höhe des US-Handels- und Leistungsbilanzdefizits.

"Wir haben heute Treffen mit Finanzminister Bessent und Notenbankchef Powell abgehalten. Sehr gute Treffen, sehr substanziell", sagte sie. Die Beseitigung externer Ungleichgewichte würde sowohl den USA als auch der Weltwirtschaft zugutekommen, sagte sie. Politische Verzerrungen, die zu diesen Ungleichgewichten beitragen, sollten beseitigt werden. "In den USA haben Zölle jedoch einen negativen Angebotseffekt, und dies hat zur Güterinflation beigetragen, was ein Gegenwind für ein noch stärkeres Wachstum war", sagte Georgieva.

Der IWF erwartet, dass höhere Zölle das US-Handelsdefizit kurzfristig leicht verringern werden. Gleichzeitig dürften sie den Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) - das bevorzugte Inflationsmass der Federal Reserve - bis Anfang 2026 um etwa einen halben Prozentpunkt anheben und das Produktionsniveau senken.

Plädoyer für Fed-Unabhängigkeit

Zur Geldpolitik erklärte der Fonds, die Fed habe 2025 zu Recht die Zinsen gesenkt. Das Beschäftigungswachstum habe sich verlangsamt, und es habe kaum Anzeichen für Zweitrundeneffekte durch Zölle wie einen breiteren Preisdruck gegeben.

In seinem Basisszenario geht der IWF davon aus, dass der Leitzins bis Ende 2026 3,25 bis 3,50 Prozent erreichen wird, was der Wirtschaft die Rückkehr zur Vollbeschäftigung und einer Inflation von 2 Prozent bis Anfang 2027 ermöglicht.

Der Bericht betonte auch die Bedeutung der Autonomie der Fed angesichts von Sorgen über politischen Druck. "Die Glaubwürdigkeit der Fed-Politik stellt ein höchst wertvolles Gut dar, das sorgfältig gehütet werden sollte, unter anderem indem sichergestellt wird, dass die geldpolitischen Entscheidungen der Fed unabhängig bleiben", so der IWF.

Er mahnte die Bewahrung des institutionellen Rahmens für die Wirtschafts- und Regulierungspolitik an, einschliesslich der vollständigen Ausstattung der für wichtige Bundesfunktionen zuständigen Behörden mit Ressourcen, etwa für die Bereitstellung von Wirtschaftsstatistiken.

Im fiskalischen Bereich forderte der Fonds einen klaren, frühzeitig ansetzenden Konsolidierungsplan. Unter der aktuellen Politik werde das gesamtstaatliche Defizit bei 7 bis 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bleiben und die Verschuldung bis 2031 auf 140 Prozent des BIP treiben, hiess es.

Insgesamt erwartet der IWF, dass die US-Wirtschaft 2026 etwas anziehen und auf Basis des vierten Quartals im Jahresvergleich mit gesunden 2,4 Prozent wachsen wird. Dieses Tempo werde sich bis 2027 fortsetzen, sagte Georgieva. "Wir erwarten auch, dass die Arbeitslosenquote etwas auf rund 4 Prozent sinken wird", fügte sie hinzu.

Der IWF-Bericht berücksichtige die jüngste Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu Zöllen nicht, merkte Georgieva an. Diese sei erst erfolgt, nachdem der Fonds seine Ergebnisse fertiggestellt und den US-Behörden mitgeteilt habe. Der Fonds erkenne die Bedeutung der Entwicklungen an und werde die wirtschaftlichen Auswirkungen analysieren, sagte sie. In kommenden IWF-Berichten werde es mehr zu diesem Thema geben: "Also, bleiben Sie dran."

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/apo/cbr

(END) Dow Jones Newswires

February 26, 2026 01:15 ET (06:15 GMT)

Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

3 Knaller-Aktien im BX Musterportfolio: Woodward, Howmet Aerospace & Safran SA mit François Bloch

Im BX Morningcall werden folgende Aktien analysiert und erklärt
✅ Woodward
✅ Howmet Aerospace
✅ Safran SA

https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/

3 Knaller-Aktien im BX Musterportfolio: Woodward, Howmet Aerospace & Safran SA mit François Bloch

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 13’499.17 19.65 BMKSEU
Short 13’786.93 13.75 SMABZU
Short 14’296.14 8.83 B5HSYU
SMI-Kurs: 12’922.81 11.03.2026 17:11:40
Long 12’413.12 19.50 SYUBYU
Long 12’146.14 13.97 SW5B0U
Long 11’608.39 8.89 BBWS3U
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com