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13.03.2026 11:21:36
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Lufthansa-Streik legt erneut Hunderte Flüge lahm
(Meldung ergänzt im Lead und mit 2. Absatz (Flughafen Zürich, Genf und Basel-Mulhouse)
Frankfurt/Main (awp/sda/dpa) - Fluggäste der Lufthansa müssen sich weiterhin auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit setzt ihren am Donnerstag begonnenen Streik bei Deutschlands grösster Fluggesellschaft fort. Auch an den Flughäfen Zürich und Genf sind einzelne Flüge betroffen.
Erneut sollen Hunderte Flüge vor allem an den Drehkreuzen Frankfurt und München ausfallen, wie aus den Informationen der Flughäfen hervorgeht. Lufthansa rechnet erst für Samstag wieder mit einem regulären Flugplan.
Am Flughafen Zürich fallen am Freitag zwei Verbindungen von und nach München sowie ein Flug von und nach Frankfurt aus, wie ein Sprecher des Flughafens auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. In Genf wird gemäss der Kommunikationsstelle des Flughafens mit vier gestrichenen Flügen nach Frankfurt gerechnet. Am Euroairport Basel-Mulhouse wird am Freitag mit keinen Ausfällen gerechnet, wie eine Flughafensprecherin auf Anfrage sagte.
Die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte von einer hohen Beteiligung der Beschäftigten an der bereits zweiten Streikwelle berichtet. Schon am 12. Februar hatten die Piloten mit ihrem Tarifkonflikt um die Betriebsrenten einen Grossteil der Lufthansa-Flüge ausfallen lassen. Die Auswirkungen davon waren auch in der Schweiz zu spüren. An den Flughäfen Zürich, Basel und Genf war es am Donnerstag zu Ausfällen gekommen.
Streit um Flugausfälle
Im aktuellen Streik hat Lufthansa einen Sonderflugplan für beide Streiktage aufgestellt, nach dem mindestens die Hälfte des sonst üblichen Programms stattfinden sollte. Bei Fernflügen werde sogar 60 Prozent erreicht. Dieses Programm finde statt wie geplant. Dem hat die Vereinigung Cockpit widersprochen: Nach ihren Daten seien 70 Prozent der Flugzeuge bis zum Nachmittag am Boden geblieben.
Nach Angaben der Flughafenbetreiber fielen am ersten Streiktag in Frankfurt rund 400 von 1165 geplanten Starts und Landungen aus. In München wurden 230 von rund 800 Flugbewegungen gestrichen. Die Zahlen beziehen sich auf alle Fluggesellschaften, die Ausfälle sind wesentlich der Lufthansa zuzuordnen. In München soll die Zahl der Absagen am Freitag auf 180 fallen.
Cityline startet am Freitag wieder
Das hängt mit dem früheren Streik-Ende bei der Teilgesellschaft Lufthansa Cityline zusammen, die nur einen Tag lang bestreikt werden sollte. Die Regionaltochter übernimmt mit 30 Flugzeugen Zubringerverkehre von kleineren Flughäfen an die Drehkreuze. Während es im Tarifkonflikt bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft Lufthansa um höhere Betriebsrenten.
Lufthansa wollte nach eigener Ankündigung grössere Flugzeuge einsetzen, Lufthansa-Flüge von nicht bestreikten Konzernairlines erledigen lassen und freiwillige Crews einsetzen. An diesen Planungen für beide Streiktage habe es keine Änderungen mehr gegeben, sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Laut VC werden auch Subunternehmen eingesetzt.
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