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16.12.2025 07:31:41
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
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+++++ TAGESTHEMA +++++
Die USA haben zugesagt, die Ukraine vor künftigen russischen Angriff zu schützen. Wie US-Vertreter mitteilten, boten sie an, europäische Sicherheitsgarantien zu unterstützen und sich um die Rückendeckung des Senats für die versprochene Rolle Washingtons zu bemühen, zu der sie sich öffentlich noch nicht im Detail geäussert haben. Die US-Zusage, die von russischen Vertretern voraussichtlich bestritten werden wird, erfolgte am zweiten Tag der Gespräche zwischen führenden Politikern und hochrangigen Vertretern der USA, der Ukraine und Europas in Berlin. Es bleibt unklar, in welchem Umfang Washington militärisch eingreifen würde. Diese Wende könnte eines der grössten Hindernisse für Kiew bei der Unterzeichnung eines Abkommens mit Russland beseitigen. Aber eine noch grössere Hürde bleibt bestehen: die Frage der Territorien. Es ist nämlich weiter ungelöst, welche umstrittenen Gebiete Kiew behalten würde und ob sich die Ukraine einseitig aus einem Gebiet der Region Donezk zurückziehen würde, das sie derzeit kontrolliert. Vertreter Europas bieten der Ukraine seit Monaten Sicherheitsgarantien an, um einen künftigen russischen Angriff abzuschrecken, aber sie haben die Notwendigkeit irgendeiner Form von US-Hilfe zur Absicherung dieser Pläne betont. Sie haben der Ukraine geraten, bei der Zustimmung zu anderen grossen Zugeständnissen vorsichtig zu sein, bis sie eine klare militärische Unterstützung der USA gesichert hätten. Die US-Vertreter sagten, sie hätten mit der Ukraine einen Konsens über 90 Prozent der diskutierten Themen erzielt. Während US-Vertreter betonen, dass sie keinen unangemessenen Druck auf die Ukraine ausüben, will die Trump-Regierung, wenn möglich, bis zum Jahresende einen Deal abschliessen. Ukrainische und europäische Vertreter sind skeptisch, dass eine Einigung so schnell erzielt werden kann. Moskau hat erklärt, es werde entschieden Einspruch erheben, wenn von Kiew und Brüssel entwickelte Vorschläge, wie etwa von den USA unterstützte Sicherheitsgarantien, in den Friedensplan aufgenommen würden. Die Sicherheitsgarantien würden Überwachung, Verifizierung und Konfliktvermeidung umfassen, sagten die US-Vertreter. Sie würden die Rolle festlegen, die die USA spielen würden, falls Russland ein Friedensabkommen bricht und die Ukraine erneut angreift. Sie würden auch die Bereitstellung von Waffen zur Abschreckung einer russischen Streitmacht beinhalten. Die US-Vertreter nannten keine Einzelheiten zur US-Rolle. Sie wiederholten aber, dass Washington keine Bodentruppen entsenden werde.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
12:45 US/Pfizer Inc, Ausblick 2026
17:00 US/Cisco Systems Inc, HV
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Telefonica: 0,15 EUR
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- GB
08:00 Arbeitsmarktdaten Dezember
Arbeitslosengeldbezieher
Arbeitslosenquote 3 Monate (ILO)
PROGNOSE: 5,1%
zuvor: 5,0%
10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: 51,6
zuvor: 51,3
10:30 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: 50,0
zuvor: 50,2
10:30 Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 51,6
zuvor: 50,5
- FR
09:15 FR/Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: 51,2
zuvor: 51,4
Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 50,2
zuvor: 50,4
09:15 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: 48,0
zuvor: 47,8
- DE
09:30 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: 53,0
zuvor: 53,1
Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 52,3
zuvor: 52,4
09:30 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: 48,5
zuvor: 48,2
11:05 ZEW-Index Konjunkturerwartungen Dezember
PROGNOSE: 39,3
zuvor: 38,5
Konjunkturlage
PROGNOSE: -80,0
zuvor: -78,7
- EU
10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI nicht-verarbeitendes Gewerbe Eurozone
(1. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: 53,4
zuvor: 53,6
10:00 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe Eurozone
(1. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: 50,0
zuvor: 49,6
Einkaufsmanagerindex gesamt (1. Veröffentlichung)
PROGNOSE: 52,8
zuvor: 52,8
- US
14:30 Arbeitsmarktdaten November
Beschäftigung ex Agrar
PROGNOSE: +45.000 gg Vm
September: +119.000 gg Vm
Arbeitslosenquote
PROGNOSE: 4,5%
September: 4,4%
durchschnittliche Stundenlöhne
PROGNOSE: +0,3% gg Vm
September: +0,2 gg Vm
14:30 Einzelhandelsumsatz Oktober
PROGNOSE: +0,1% gg Vm
zuvor: +0,2% gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,3% gg Vm
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: 54,0
zuvor: 54,1
15:45 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe
(1. Veröffentlichung) Dezember
PROGNOSE: 52,5
zuvor: 52,2
16:00 Lagerbestände September
PROGNOSE: +0,1% gg Vm
zuvor: 0,0% gg Vm
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell:
Index zuletzt +/- %
DAX Futures 24.081,00 -0,5%
E-Mini-Future S&P-500 6.778,90 -0,6%
E-Mini-Future Nasdaq-100 24.853,90 -0,9%
Nikkei-225 (Tokio) 49.465,30 -1,4%
Hang-Seng (Hongk.) 25.125,44 -2,0%
Shanghai-Comp. 3.826,11 -1,1%
Montag:
DAX 24.229,91 +0,2%
DAX-Future 24.193,00 -0,1%
XDAX 24.182,30 -0,2%
MDAX 30.214,61 +0,9%
TecDAX 3.550,59 -0,1%
SDAX 16.867,71 +0,0%
Euro-Stoxx-50 5.752,52 +0,6%
Stoxx-50 4.852,71 +0,8%
Dow-Jones 48.416,56 -0,1%
S&P-500 6.816,51 -0,2%
Nasdaq Composite 23.057,41 -0,6%
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Mit Verlusten werden am Dienstag die Börsen in Europa erwartet. Der DAX schloss nach schwächeren US-Vorgaben in der Nachbörse auf Tagestief und nahe der 24.100er-Marke. Bei den KI-Titeln wie Oracle und Broadcom ging es 3 bis über 5 Prozent tiefer. Händler vermuten, dass in Richtung des Grossen Verfalltages an den internationalen Terminbörsen versucht wird, den Index unter die 24.000er-Marke zu drücken. Die Vorgaben aus Asien sind erneut schwach. Global steht eine Flut an Konjunkturdaten auf der Agenda. In Europa und den USA werden die neuen Einkaufsmanager-Indizes (PMI) der Industrie erwartet. Der Japan-PMI stieg bereits etwas stärker als erwartet dank guter Neuer Aufträge, untermauert über Inflationsdruck aber auch die Sorgen vor einer Zinserhöhung der Bano of Japan am Freitag. In Deutschland wird mit Spannung auf den Industrie-PMI und den ZEW-Index geblickt. Hier hofft man auf Belebungszeichen der Wirtschaft. Schon kleine Besserungszeichen dürften vom Markt freudig begrüsst werden. In den USA werden unter anderem die monatlichen Arbeitsmarktdaten für November nachgereicht. So kurz nach einer Fed-Entscheidung sei dies aber nicht so wichtig, heisst es.
Rückblick: Belastende US-Vorgaben, insbesondere aus dem Techsektor, drückten am Nachmittag etwas auf die Kurse. Ausserdem stehen am Freitag noch der Grosse Verfalltag an den internationalen Terminmärkten und davor die Sitzung der Europäischen Zentralbank an. Bis dahin dürften sich die Anleger etwas zurückhalten, hiess es. Den Pharmasektor belasteten Sanofi mit Abgaben von 3,3 Prozent. Das geplante Multiple-Sklerose-Medikament "Tolebrutinib" hat sein Hauptziel in einer Studie verfehlt. Daher werde auch keine Zulassung für einige Anwendungen angestrebt, sogar eine Wertberichtigung darauf könnte erfolgen, liess Sanofi wissen. Überraschend stark zeigten sich die Luxusgüterwerte trotz eines schwächeren Anstieg der Einzelhandelsumsätze in China. Händler führten die Gewinne von bis zu 3 Prozent bei Kering und Burberry auf die Suche nach neuen Anlagefavoriten für 2026 zurück. Juventus Turin kamen an der Mailänder Börse auf ein Plus von 18,5 Prozent. Die Agnelli-Familie hat über die Holding Exor das Gebot von Tether für den Traditionsclub zurückgewiesen. Die positive Aktienreaktion deutete darauf hin, dass die Anleger eine Erhöhung der Offerte nicht ausschliessen.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
December 16, 2025 01:31 ET (06:31 GMT)
Börsen-Check: 2025 abgehakt und was 2026 richtig zählt! mit Robert Halver & Lars Erichsenr
Börsenjahr 2025 Rückblick & Ausblick 2026: Aktien, KI, Tech, Gold, Bitcoin, Inflation, Zinsen, Notenbanken und US-Dollar – was hat die Märkte 2025 bewegt und welche Trends prägen 2026?
David Kunz spricht mit Robert Halver und Lars Erichsen über die wichtigsten Entwicklungen für Privatanleger.
Im Video geht es um:
📈 Aktienmarkt 2025: Rekorde trotz Risiken, Zölle und Unsicherheit – wie einordnen?
🤖 KI: Mehr als „Nvidia & Chips“ – welche Branchen 2026 profitieren könnten.
💻 Tech & Magnificent 7: Klumpenrisiko oder weiter der Index-Treiber?
🌐 Marktbreite: Chancen bei Nebenwerten (Russell 2000) und Europa/MDAX.
🏅 Gold & Rohstoffe: Warum Edel- und Industriemetalle wieder wichtiger werden.
₿ Bitcoin & Krypto: Volatilität, Chancen und Risiken 2026.
🏦 Zinsen/Inflation/Fed: Geldpolitik, Schulden und Notenbanken als Markt-Treiber.
💱 USD/CHF: US-Dollar absichern – ja oder nein?
Zum Abschluss: Börsenausblick 2026 – realistische Szenarien und worauf Anleger jetzt achten sollten.
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SMI im Feiertag -- DAX geht etwas fester ins Wochenende -- Wall Street letztlich uneinheitlich -- Hang Seng letztlich stärker - Tokio und Festlandchina geschlossenAm Freitag blieb der heimische Aktienmarkt feiertagsbedingt geschlossen. Der deutsche Leitindex konnte sich nicht für eine Richtung entscheiden. Die US-Börsen wechselten ebenso häufig das Vorzeichen. Vor dem Wochenende ging es in Hongkong aufwärts, während die Börsen in Tokio und Festlandchina geschlossen blieben.


