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05.02.2026 07:30:47

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte am Donnerstag beschliessen, den Leitzins bei 2,00 Prozent zu belassen. Analysten erwarten einhellig, dass die EZB ihren Kurs bestätigen wird, von Sitzung zu Sitzung und auf Basis der aktuellsten Daten zu entscheiden und sich dabei auf ihre Einschätzung des Inflationsausblicks, der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation und der Stärke der geldpolitischen Transmission zu stützen. Die EZB gibt ihre geldpolitischen Entscheidungen am Donnerstag um 14.15 Uhr bekannt.

Die Pressekonferenz mit Präsidentin Christine Lagarde beginnt gegen 14.45 Uhr. Analysten rechnen damit, dass Lagarde sich zur wieder erhöhten Unsicherheit im Zuge des Grönland-Streits und zur Stärke des Euro äussern wird.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

06:55 ES/Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA (BBVA), Jahresergebnis

07:00 LU/Arcelormittal SA, Jahresergebnis

07:00 DE/Heidelberger Druckmaschinen AG, Ergebnis 3Q (10:00 PK)

07:00 SE/Volvo Car Corp, Jahresergebnis

07:30 DE/Hannover Rück SE, Erneuerungen 2026 (09:00 PK)

07:30 JP/Sony Corp, Ergebnis 3Q

07:30 DK/Vestas Wind Systems A/S, Jahresergebnis

08:00 GB/Anglo American plc, Production Report 4Q

08:00 GB/BT Group plc, Zwischenbericht 3Q

08:00 GB/Shell plc, Ergebnis 4Q

08:00 GB/Vodafone Group plc, Trading Update 3Q

08:00 DK/A.P. Moeller-Maersk A/S, Jahresergebnis (11:00 Analystenkonferenz)

08:00 JP/Suzuki Motor Corp, Ergebnis 3Q

10:00 NL/Qiagen NV, Jahrespressekonferenz (15:30 Analystenkonferenz)

12:00 GB/Linde plc, Ergebnis 4Q (15:00 Analystenkonferenz)

13:00 US/Conocophillips, Ergebnis 4Q

14:00 DE/BMW AG, Pre-Close-Call

17:45 FR/Vinci SA, Jahresergebnis

18:00 IT/Enel SpA, Jahresergebnis

22:00 US/News Corp Ltd, Ergebnis 2Q

22:05 US/Amazon.com Inc, Ergebnis 4Q

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Unternehmen Dividende

Stabilus 0,35 EUR

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- DE

08:00 Auftragseingang Dezember

saisonbereinigt

PROGNOSE: -1,3% gg Vm

zuvor: +5,6% gg Vm

08:00 Umsatz im verarbeitenden Gewerbe Dezember

08:00 Umsatz im Dienstleistungsbereich November

- FR

08:45 Industrieproduktion Dezember

PROGNOSE: +0,3% gg Vm

zuvor: -0,1% gg Vm

- EU

11:00 Einzelhandelsumsatz Dezember

Eurozone

PROGNOSE: -0,1% gg Vm

zuvor: +0,2% gg Vm

14:15 EZB, Ergebnis der Ratssitzung

Einlagensatz

PROGNOSE: 2,00%

zuvor: 2,00%

- GB

13:00 BoE, Ergebnis und Protokoll des geldpolitischen Rats

Bank Rate

PROGNOSE: 3,75%

zuvor: 3,75%

- US

14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

PROGNOSE: 212.000

zuvor: 209.000

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 24.703,00 +0,1%

E-Mini-Future S&P-500 6.906,00 -0,0%

E-Mini-Future Nasdaq-100 25.025,00 +0,1%

Nikkei-225 (Tokio) 53.896,45 -0,7%

Hang-Seng (Hongk.) 26.645,32 -0,8%

Shanghai-Comp. 4.085,09 -0,4%

Vortag:

INDEX zuletzt +/- %

DAX 24.603,04 -0,7%

DAX-Future 24.687,00 -0,7%

XDAX 24.597,63 -0,0%

MDAX 31.524,63 -0,0%

TecDAX 3.613,05 +0,2%

SDAX 17.925,77 -0,4%

Euro-Stoxx-50 5.970,47 -0,4%

Stoxx-50 5.114,45 -0,4%

Dow-Jones 49.501,30 +0,5%

S&P-500 6.882,72 -0,5%

Nasdaq Composite 22.904,58 -1,5%

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einem vorsichtigen Geschäft an Europas Börsen rechnen Händler auch am Donnerstag. Die globalen Zinsen stehen im Vordergrund noch vor der Berichtssaison. Vor der Bekanntgabe der EZB-Zinsentscheidung am Mittag und vor allem ihren folgenden Aussagen zu Inflation und Wachstum dürfte nicht viel passieren. Dazu gibt auch die Bank of England ihre Entscheidung bekannt. Der Kurseinbruch der globalen Technologiewerte dürfte derweil weitergehen. Vor allem Software-Titel waren am Vorabend an der Wall Street wieder unter die Räder gekommen. In Asien setzt sich das fort.

Rückblick: Etwas leichter - Immerhin sprang der "Claude-Crash" unter den US-Softwareunternehmen nicht eins zu eins auf Europa über. Allerdings wurden die Branchenbewertungen gesenkt - der Sektor der Technologiewerte stellte mit minus 2,4 Prozent den Verlierer in Europa. Zu den Gewinnern gehörten Chemie- und defensive Telekomwerte, deren Branchenindizes um bis zu 4,8 Prozent zulegten. In London stieg der FTSE-100-Index erneut auf ein Rekordhoch - unter anderem wegen der dort gelisteten Minen- und Ölwerte. Zudem bauten GSK ihren Gewinn auf 3,8 Prozent aus. Das Pharma-Unternehmen hatte gute Viertquartalszahlen vorgelegt. Beazley sprangen um 6,9 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen der Übernahme durch Zurich Insurance (+3,5%) zugestimmt hatte. Der SMI erklomm gestützt durch die defensiven Schwergewichte wie Nestle (+2,6%) und Roche (+2,3%) wie der britische Leitindex Rekordstände. Heidelberg Materials und Holcim gaben um 9,8 und 7,9 Prozent nach - belastet von Berichten, wonach die EU ihr Emissionshandelssystem abschwächen wird. Die Verzögerungen werden den Anstieg der CO2-Preise verlangsamen und den relativen Vorteil der beiden Unternehmen schmälern, so JPM. Novo Nordisk brachen um 17,2 Prozent ein. Bei dem Pharmakonzern zeigten sich die Spuren des Wettbewerbs um Abnehmspritzen immer deutlicher. Santander büssten 3,5 Prozent ein. Die Nachricht über den Kauf von Webster Financial in den USA kam schlecht an. Für UBS ging es nach Zahlenvorlage um 6,3 Prozent nach unten - belastet von Geldabflüssen im US-Vermögensverwaltungsgeschäft.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Leichter - Belastet wurde der Index auch durch die Schwäche von Siemens mit minus 7,1 Prozent. Unter den Verlierern fanden sich Unternehmen, deren Geschäftsmodelle unter der Disruption durch KI-Anwendungen leiden, neben Siemens etwa Scout24 (-5,4%). Umgeschichtet wurde in die Chemiebranche. Unterstützend dürften die jüngst positiven Konjunkturdaten gewirkt haben. Zudem setzt sich die Bundesregierung für stabile und bezahlbare Energie für deutsche Unternehmen ein. Werte wie Brenntag, Lanxess oder Wacker Chemie legten zwischen 9,6 und 12 Prozent zu. Henkel gewannen knapp 5 Prozent, der Konsumgüterkonzern übernimmt den Anbieter von Hochleistungsspezialbeschichtungen Stahl für 2,1 Milliarden Euro. BASF (+5%) war Aktionär von Stahl und profitierte vom Deal. Auch Deutsche Telekom (+5,4%) findet seit Tagen Fans an der Börse. Das Geschäftsmodell ist extrem stabil. Für Infineon ging es nach Zahlenausweis um 1,9 Prozent nach unten. Der Konzern lieferte ein solides, aber saisonal schwächeres erstes Quartal ab, wie es von MWB hiess. Die Übernahme eines Teils des Sensorportfolios von AMS-Osram stelle aber eine starke strategische Ergänzung zu einem attraktiven Preis dar, hiess es weiter.

XETRA-NACHBÖRSE

Elmos Semiconductor wurden 1,5 Prozent höher getaxt - dank erhöhter Ausschüttungen. Mit den Geschäftszahlen von Qiagen wussten Anleger nichts anzufangen. Denn es gab praktisch keinen Umsatz, folglich bewegte sich der Kurs auch nicht.

USA - AKTIEN

Uneinheitlich - Sorgen über neue KI-Modelle haben die Wall Street erneut belastet. Bereits am Vortag hatten Befürchtungen über die Tragfähigkeit bestimmter Geschäftsmodelle im Software- und Datenanalysebereich die entsprechenden Werte massiv gedrückt. Der Ausverkauf im Softwaresektor setzte sich fort, der Index im S&P-500 war mit Abgaben von 1,9 Prozent erneut Branchenschlusslicht. Die Konjunkturdaten lieferten Argumente für und gegen Zinssenkungen, bewegten den Aktienmarkt aber kaum. Amgen zogen um 8,2 Prozent an. Das Biopharma-Unternehmen hatte einen höheren Umsatz verzeichnet. Auch Eli Lilly hatte starke Geschäftszahlen im Sektor vorgelegt - der Kurs kletterte um 10,4 Prozent. Uber büssten 5,2 Prozent ein. Sowohl die Ergebnisse als auch der Ausblick blieben unter den Markterwartungen. AMD brachen um 17,3 Prozent ein. Der Chipkonzern hat überraschend starke Geschäftszahlen vorgelegt. Beobachter bemängelten jedoch den Ausblick auf die erste Periode - andere vermuteten Gewinnmitnahmen hinter den Abschlägen. Texas Instruments kauft den US-Halbleiterhersteller Silicon Labs. Der Kurs sank um 1 Prozent, dagegen haussierten Silicon Labs um 48,9 Prozent.

USA - ANLEIHEN

Anleihen zeigten sich uneinheitlich. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg um 1 Basispunkt auf 4,28 Prozent. Die starke Aktivität im Dienstleistungssektor dämpfte Zinssenkungsfantasien etwas.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

February 05, 2026 01:30 ET (06:30 GMT)

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