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03.03.2026 07:35:42

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Für das laufende Jahr plant Beiersdorf bestenfalls mit einem leicht steigenden Umsatz auf organischer Basis, im schlechtesten Fall mit einer Stagnation. Gleiches gilt jeweils für die Bereiche Consumer und Tesa. Bei Consumer wird im ersten Quartal ein Ergebnis unterhalb der Ganzjahresspanne erwartet. Hier wirken sich laut Beiersdorf Störungen im US-Einzelhandel sowie im chinesischen Reiseeinzelhandelsgeschäft aus, ausserdem ein geringerer Beitrag von Innovationen bei Nivea im Vergleich zum vierten Quartal 2025. Die bereinigte EBIT-Marge wird leicht unter Vorjahr erwartet, sowohl auf Konzernebene als auch in beiden Sparten. Tesa habe mit einem schwierigen Marktumfeld zu kämpfen, insbesondere im Automobilsektor. 2025 lag der Konzernumsatz kaum verändert zum Vorjahr bei 9,85 Milliarden Euro - das organische Wachstum bei 2,4 Prozent. Das bereinigte EBIT betrug 1,38 Milliarden Euro nach 1,37 Milliarden im Vorjahr. Die entsprechende Marge rückte leicht auf 14,0 von 13,9 Prozent vor. Analysten hatten mit 14,0 Prozent gerechnet. Der Konzerngewinn legte auf 955 Millionen Euro von 928 Millionen Euro zu. Hier hatte die Analystenprognose auf 940 Millionen Euro gelautet. Aktionäre sollen für 2025 wie für das Vorjahr eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie bekommen. Beiersdorf hat ein neues Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. In den nächsten zwei Jahren sollen Aktien von bis zu 750 Millionen Euro zurückerworben werden.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

SCHAEFFLER (08:00)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das vierte Quartal 2025 (Angaben in Millionen Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

PROG PROG PROG

4. QUARTAL 4Q25 ggVj Zahl 4Q24

Umsatz 5.884 -1% 7 5.944

EBIT bereinigt 217 +107% 7 105

EBIT-Marge bereinigt 3,7 -- 7 1,8

Free Cashflow vor M&A 125 -53% 6 266

Weitere Termine:

08:30 DE/Beiersdorf AG, Analysten- und Pressekonferenz

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- EU

11:00 Verbraucherpreise Eurozone (Vorabschätzung) Februar

Eurozone

PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+1,7% gg Vj

zuvor: -0,6% gg Vm/+1,7% gg Vj

Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak)

PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+2,2% gg Vj

zuvor: -1,1% gg Vm/+2,2% gg Vj

- IT

11:00 Verbraucherpreise (vorläufig) Februar

PROGNOSE: k.A.

zuvor: +1,0% gg Vj

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 24.410,00 -1,2

E-Mini-Future S&P-500 6.833,75 -0,8

E-Mini-Future Nasdaq-100 24.784,00 -1,0

Topix (Tokio) 3.785,13 -2,9

Hang-Seng (Hongk.) 26.031,39 -0,1

Shanghai-Comp. 4.168,08 -0,4

Vortag:

INDEX zuletzt +/- %

DAX 24.638,00 -2,6

DAX-Future 24.619,00 -2,9

XDAX 24.592,31 -0,2

MDAX 30.863,12 -2,2

TecDAX 3.721,86 -1,7

SDAX 17.865,52 -1,8

Euro-Stoxx-50 5.986,93 -2,5

Stoxx-50 5.201,94 -1,7

Dow-Jones 48.904,78 -0,2

S&P-500 6.881,62 +0,0

Nasdaq Composite 22.748,86 +0,4

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: An den Aktienmärkten dürfte es erneut deutlich nach unten gehen. Anleger fordern auf Grund des Krieges im Nahen Osten sowie der unsicheren Versorgunslage mit Energie bei steigenden Notierungen für Öl und Gas eine höhere Prämie bei Risikovermögenswerten. Dies könnte auch die kommenden Tage so weitergehen, wenn sich die Nachrichtenlage rund um den Iran nicht ändert. Aktuell zeichnet sich dies nicht ab. Die Märkte gingen von einer traditionellen Risk-Off-Reaktion auf ein Stagflationsszenario über, bei dem steigende Energiepreise die Nachfrage nach Anleihen als sicherem Hafen überwögen, urteilt die Commerzbank. Laut Fullerton Fund Management gibt es kurzfristig eine höhere Risikoaversion, doch dürften die Schocks durch die höheren Ölpreise wahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein.

Rückblick: Sehr schwach - Der Aktienmarkt hat mit starken Abgaben auf die US-israelischen Militärschläge auf den Iran reagiert. Alles in allem sprachen Marktteilnehmer aber von einer geordneten Risikoscheu unter Investoren - ein chaotischer Abverkauf quer durch alle Assetklassen und Notverkäufe infolge von Margin Calls habe zumindest bisher nicht stattgefunden. Als potenzieller Profiteur der Eskalation gilt für IG-Marktstratege Salah-Eddine Bouhmid der Energiesektor infolge steigender Ölpreise. Hier stiegen die Aktien von Equinor um 8,2 Prozent, Totalenergies schlossen 3,1 Prozent im Plus. Das Ergebnis der Reederei Maersk (+7,9%) könnte von den Angriffen im Nahen Osten einen Schub erhalten, wie Analyst Mikkel Emil Jensen von der Sydbank glaubte. "Die Kombination aus verschobenen Plänen zur Rückkehr ins Rote Meer, im Persischen Golf festsitzenden Schiffen und der Umleitung von Schiffen weg von der Strasse von Hormus wird zu steigenden Frachtraten führen", so der Analyst. Defensive Branchen wie Versorgung und Rüstung hielten sich besser als Banken oder Chemie. Für EON ging es 1,2 Prozent nach unten, RWE gewannen sogar 0,7 Prozent. Endesa gaben 0,8 Prozent nach. Vor allem Aktien aus der Reisebranche gerieten unter Druck.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Sehr schwach - Der Touristikkonzern Tui (-9,9%) hat nach den Luftangriffen auf den Iran Reisen in die Region storniert oder abgesagt. Für das Lufthansa-Papier ging es 5,2 Prozent nach unten - der Konzern hatte praktisch alle Flüge in die Region gestrichen. BASF gaben 2,8 Prozent nach. Deutsche Bank büssten 3,5 Prozent ein und Commerzbank 3,9 Prozent. Die Aktien der Rüstungsindustrie profitierten zum Teil von der verschärften sicherheitspolitischen Lage, unter anderem stiegen Hensoldt 4,9 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

Für die Beiersdorf-Aktie ging es nach Zahlenausweis und Ausblick rund 7 Prozent abwärts.

USA - AKTIEN

Wenig verändert - Nach Verlusten im frühen Geschäft erholten sich die Börsen. Hauptthema war die Eskalation des Iran-Konflikts. Allerdings hatten die Kurse an der Wall Street in Erwartung der Angriffe schon am Freitag nachgegeben, so dass diese offenbar zu einem guten Teil bereits eingepreist waren. Die Konjunkturdaten des Tages fanden angesichts der geopolitischen Lage wenig Beachtung. Veröffentlicht wurden der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Februar und sein vom Institute for Supply Management (ISM) erhobenes Pendant. Beide Indizes zeigten, dass sich die Aktivität in der US-Industrie im Februar verlangsamt hat, lagen aber jeweils über der Expansionsschwelle. Im Gefolge eines kräftig gestiegenen Ölpreises legten Branchenwerte wie Exxon Mobil oder Chevron um 1,1 und 1,5 Prozent zu, hatten aber im frühen Handel deutlicher im Plus notiert. Dagegen wurden Aktien von Fluggesellschaften verkauft.

USA - ANLEIHEN

Der Ölpreisanstieg nährte Inflationsängste und dämpfte Zinssenkungserwartungen. Am Anleihemarkt stiegen daher die Renditen, im Zehnjahresbereich um 8 Basispunkte auf 4,04 Prozent. Sollte der Nahostkonflikt allerdings noch weiter eskalieren, könnten Anleihen wieder stärker als "sicherer Hafen" nachgefragt werden und die Renditen nachgeben, meinte Rentenstratege Christian Hoffmann von Thornburg Investment Management.

+++++ DEVISENMARKT +++++

Der Dollar profitierte von seinem Ruf als Fluchtwährung in Krisenzeiten. Mit dem Dollarindex ging es um 0,9 Prozent aufwärts.

Der Dollarindex zieht am Morgen im asiatisch geprägten Geschäft um weitere 0,4 Prozent an. Die Erholung des S&P-500 und die leichte Beruhigung beim Ölpreis sorgten für eine gewisse Entspannungen bei Währungen, heisst es es. DBS-Analyst Philip Wee spricht jedoch von einer "fragilen" Ruhe. Bislang profitiere der Greenback von seinem Ruf als sicherer Anlegerhafen.

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:20 Uhr

EUR/USD 1,1667 -0,2 -0,0020 1,1687 1,1674

EUR/JPY 183,57 -0,2 -0,3500 183,9200 184,1100

EUR/CHF 0,9115 +0,1 0,0007 0,9108 0,9114

EUR/GBP 0,8729 +0,1 0,0012 0,8717 0,8737

USD/JPY 157,33 -0,0 -0,0100 157,3400 157,7000

GBP/USD 1,3362 -0,3 -0,0043 1,3405 1,3361

USD/CNY 6,8938 +0,2 0,0117 6,8821 6,8821

USD/CNH 6,895 -0,1 -0,0052 6,9002 6,9117

AUS/USD 0,7086 -0,1 -0,0005 0,7091 0,7059

Bitcoin/USD 67.912,91 -2,2 -1.518,02 69.430,93 69.554,83

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Gold profitierte zunächst stark von der Nahosteskalation, gab in der Folge den Grossteil seiner Tagesgewinne aber wieder ab und notierte zu Börsenschluss 1,1 Prozent höher. Der festere Dollar und die gestiegenen Marktzinsen dürften die Attraktivität des zinslos gehaltenen Edelmetalls geschmälert haben.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 03, 2026 01:36 ET (06:36 GMT)

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Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 13’433.20 19.21 BDOSZU
Short 13’686.01 13.97 S8PBCU
Short 14’198.22 8.98 STCBFU
SMI-Kurs: 12’977.81 11.03.2026 12:24:37
Long 12’349.39 19.80 SRZBNU
Long 12’055.80 13.75 SNLBQU
Long 11’527.16 8.86 SS5BFU
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