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13.03.2026 07:32:42

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Die USA werden es Ländern vorübergehend erlauben, russisches Öl zu kaufen, das sich bereits auf See befindet. Damit sollen das Angebot erhöht und der Preisdruck verringert werden. US-Finanzminister Scott Bessent schrieb am Donnerstag in einem Beitrag auf X, die Ausnahme von den Sanktionen sei eine "eng gefasste, kurzfristige Massnahme", die "nur für Öl gilt, das sich bereits auf dem Transportweg befindet, und der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen wird". Die Käufe sind laut einer Mitteilung des Finanzministeriums bis zum 11. April erlaubt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent notiert derweil weiter um die Marke von 100 Dollar.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Im Tagesverlauf:

- DE/Allianz SE, Geschäftsbericht

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- GB

08:00 BIP Monat Januar

PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+0,9% gg Vj

zuvor: +0,1% gg Vm/+0,7% gg Vj

Drei-Monats-Rate

PROGNOSE: k.A.

zuvor: +0,1% gg Vq/+1,0% gg Vj

08:00 Handelsbilanz Januar

PROGNOSE: -22,2 Mrd GBP

zuvor: -22,7 Mrd GBP

08:00 Industrieproduktion Januar

PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+0,6% gg Vj

zuvor: -0,9% gg Vm/+0,5% gg Vj

- EU

11:00 Industrieproduktion Januar

Eurozone

PROGNOSE: +0,5% gg Vm/+1,4% gg Vj

zuvor: -1,4% gg Vm/+1,2% gg Vj

- US

13:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter Januar

PROGNOSE: +1,3% gg Vm

zuvor: -1,4% gg Vm

13:30 BIP (2. Veröffentlichung) 4Q

annualisiert

PROGNOSE: +1,5% gg Vq

1. Veröff.: +1,4% gg Vq

3. Quartal: +4,4% gg Vq

BIP-Deflator

PROGNOSE: +3,6% gg Vq

1. Veröff.: +3,6% gg Vq

3. Quartal: +3,8% gg Vq

13:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen Januar

Ausgaben / Einkommen

PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+0,5% gg Vm

zuvor: +0,4% gg Vm/+0,3% gg Vm

PCE-Preisindex / Gesamtrate

PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+2,9% gg Vj

zuvor: +0,4% gg Vm/+2,9% gg Vj

PCE-Preisindex / Kernrate

PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+3,1% gg Vj

zuvor: +0,4% gg Vm/+3,0% gg Vj

15:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (1. Umfrage) März

PROGNOSE: 55,3

zuvor: 56,6

15:00 Job Openings & Labor Turnover Survey (Jolts) Januar

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 23.577,00 0,0

E-Mini-Future S&P-500 6.683,75 +0,1

E-Mini-Future Nasdaq-100 24.552,25 -0,0

Topix (Tokio) 3.629,03 -0,6

Hang-Seng (Hongk.) 25.524,23 -0,8

Shanghai-Comp. 4.108,01 -0,5

Donnerstag:

INDEX zuletzt +/- %

DAX 23.589,65 -0,2

DAX-Future 23.529,00 -0,3

XDAX 23.523,43 -0,3

MDAX 29.243,41 -0,6

TecDAX 3.579,36 -0,6

SDAX 17.021,46 -0,4

Euro-Stoxx-50 5.748,89 -0,8

Stoxx-50 4.992,56 -0,8

Dow-Jones 46.677,85 -1,6

S&P-500 6.672,62 -1,5

Nasdaq Composite 22.311,98 -1,8

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick - Europas Börsen dürften wenig verändert in den Handel am Freitag starten. Es dreht sich weiter alles um den Ölpreis, am Morgen geht Brent bei rund 100 Dollar das Barrel um. Nach der Freigabe der strategischen Ölreserve durch die Internationale Energieagentur versuchen die USA nun durch eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland den Preisanstieg zu dämpfen. Dass die Börsen bislang nicht stärker eingebrochen sind, führt CMC auf die Hoffnung zurück, dass die Auflösung der Notfallreserven der USA und Europas die Zeit überbrücken soll, bis der Krieg im Iran beendet werde. "Ob dies tatsächlich wie erwartet eintreffen wird, ist vollkommen unklar. Zumindest aber hilft es kurzfristig, panikartige Verkäufe an den europäischen Aktienmärkten zu verhindern." Hilfreich seien auch die hohen Absicherungspositionen, die im Vorfeld des Iran-Kriegs aufgebaut worden seien Diese federten einen Grossteil der potenziellen Kursrückgänge ab. Umso spannender werde der in der kommenden Handelswoche stattfindende grosse Verfallstermin an den Terminbörsen.

Rückblick - Abgaben haben die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag verzeichnet. Grund war der zwischenzeitlich wieder über die Marke von 101 Dollar gestiegene Preis für Nordseeöl der Sorte Brent - trotz der Entscheidung der Internationalen Energieagentur (IEA), eine Rekordmenge von 400 Millionen Barrel aus den Notreserven freizugeben, um die Preise zu senken. Auch der unvermindert anhaltende Krieg im Nahen Osten drückte auf die Stimmung. Die Seestrasse von Hormus gilt bereits seit mehreren Tagen als unpassierbar, inzwischen hat der Iran offenbar auch damit begonnen, sie zu verminen. Dazu droht Teheran nun auch mit einer Sperre der Passage durch das Rote Meer mit Unterstützung der Huthi-Miliz im Jemen. Der europäische Banken-Sektor war mit einem Abschlag von 1,9 Prozent der grösste Verlierer. Deutsche Bank fielen um 5,3 Prozent und Commerzbank um 4,1 Prozent. Am Markt machten Meldungen über Marktturbulenzen bei privaten Kreditfonds in den USA die Runde. Der italienische Versicherer Generali hat 2025 dank der guten Entwicklung aller seiner Geschäftsbereiche einen Gewinnanstieg um 12 Prozent auf 4,17 Milliarden Euro verzeichnet. Der Konzern kündigte zudem an, in diesem Jahr einen Aktienrückkauf im Volumen von 500 Millionen Euro zu starten. Der Kurs stieg um 1,5 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Knapp behauptet - Mit Abgaben, aber deutlich erholt vom Tagestief, hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag einen volatilen Handel beendet. Von ordentlichen Ergebnissen war im Handel mit Blick auf Zalando die Rede. Positiv wurde vor allem das angekündigte Aktienrückkaufprogramm aufgenommen. Die Aktie stieg um 9,5 Prozent und war DAX-Spitzenreiter. Nach Bekanntgabe endgültiger Geschäftszahlen zogen Hannover Rück um 4,5 Prozent an. Highlight war die Dividenden-Ankündigung, die laut Analysten 5 Prozent über der Marktschätzung lag. RWE (+3,9%) hat nach Einschätzung aus dem Handel gute Zahlen vorgelegt. BMW rückten um 1,1 Prozent vor. Belastet von einem schwierigen Marktumfeld in China setzte der Autobauer vergangenes Jahr weniger um und verdiente auch weniger. Insgesamt hatte der Markt aber noch schwächere Zahlen befürchtet. Ebenfalls nach Geschäftszahlen gewannen Daimler Truck 4,1 Prozent. Der Lkw-Hersteller hatte im vierten Quartal deutlich mehr neue Aufträge an Land ziehen können und zeigte sich auch für das Gesamtjahr optimistisch. Brenntag (+5,1%) weitet ihr Kostensenkungsprogramm aus. Viertquartalszahlen sowie Ausblick von K+S (+14,8%) waren besser als prognostiziert ausgefallen. Deutsche Börse gewannen 2,0 Prozent. Die Allfunds-Aktionäre haben der geplanten 5,3 Milliarden Euro schweren Übernahme zugestimmt.

XETRA-NACHBÖRSE

In Ermangelung von Neuigkeiten hat sich kein deutscher Wert auffällig gezeigt. Lediglich Sixt wurden nachrichtenlos 1 Prozent schwächer getaxt.

USA - AKTIEN

Sehr schwach - Wie schon am Vortag galt an der Wall Street: Ölpreise rauf, Aktienkurse runter. Denn erneut kräftig verteuertes Erdöl drückte die US-Börsen. Der Finanzsektor verlor 0,8 Prozent und zählte damit zu schwächsten Branchen. Am Markt machten Meldungen über Marktturbulenzen bei privaten Kreditfonds die Runde. Morgan Stanley büssten 4,1 Prozent ein und JP Morgan 1,7 Prozent. Nvidia reduzierten sich um 1,5 Prozent. Einer der Hauptkunden, Meta Platforms, hatte vier neue Generationen seiner massgeschneiderten Chips für KI angekündigt. Meta ermässigten sich um 2,6 Prozent. UiPath büssten 8,2 Prozent ein. Die Softwaregesellschaft hatte für Zuwächse bei Umsatz und Gewinn gemeldet, aber für das Gesamtjahr eine Verlangsamung des Wachstums in Aussicht gestellt. Firefly Aerospace schossen um 12,8 Prozent nach oben. Das Raumfahrtunternehmen meldete einen erfolgreichen Start seiner Mission Alpha Flight 7. Mit der Aussicht auf steigende Preise legten Mosaic und CF Industries um 7,5 und 13,3 Prozent zu. Durch den gestörten Schiffsverkehr wird Dünger knapp. Petco Health & Wellness haussierten um 34,6 Prozent. Trotz schwacher Quartalsergebnisse schlug CEO Joel Anderson einen optimistischen Ton an.

USA - ANLEIHEN

Gestiegene Ölpreise befeuerten Inflationssorgen - in der Folge stiegen die Renditen weiter. Für zehnjährige US-Staatsanleihen kletterten diese um 5 Basispunkte auf 4,25 Prozent. Die anhaltend hohen Energiepreise hievten die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr nicht senken wird, laut FedWatch-Tool auf 43 Prozent - nach 17 Prozent vor einer Woche und nur 5 Prozent vor einem Monat. Die US-Konjunkturdaten setzten vor dem Hintergrund des Nahostkrieges erneut keine Impulse. Überlegungen zum Zinspfad würden aktuell vom Ölpreis bestimmt, nicht aber von Konjunkturdaten, hiess es.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 13, 2026 02:33 ET (06:33 GMT)

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