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10.02.2026 07:41:43
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 5.039,88 5.059,06 -0,4% -19,18 +14,9%
Silber 81,56 83,33 -2,1% -1,77 +9,3%
Platin 1.757,58 1.782,44 -1,4% -24,86 +0,9%
Kupfer 5,92 5,96 -0,8% -0,05 +3,2%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
(Angaben ohne Gewähr)
Der schwache Dollar stützte den Goldpreis, der um 2,4 Prozent auf 5.083 Dollar je Feinunze stieg und wieder über der Marke von 5.000 Dollar notierte. Grosse institutionelle Anleger bleiben laut ANZ trotz des jüngsten Ausverkaufs optimistisch für Gold. Diese Einschätzung werde auch von der chinesischen Zentralbank geteilt, die ihre Goldkäufe im Januar den 15. Monat in Folge fortgesetzt habe.
ÖL
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 64,08 64,36 -0,4% -0,28 +10,5%
Brent/ICE 68,86 69,04 -0,3% -0,18 +11,8%
Die Ölpreise holten zwischenzeitlich leichte Verluste wieder auf und legten zu. Die Notierungen für Brent und WTI stiegen um bis zu 1,3 Prozent. "Die geopolitischen Aufschläge bauen sich stetig ab, aber es wird kurzfristig keine Gewissheit über das Schicksal des Irans geben, bis ein Rahmenabkommen zustande gekommen ist", urteilte Neil Crosby von Sparta Commodities. Der Markt warte zudem auf Klarheit bezüglich der indischen Käufe von russischem Rohöl, fügte er hinzu.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
GESUNDHEITSABGABE
Der Wirtschaftsweise Martin Werding warnt vor eine Gesundheitsabgabe auf Kapitaleinkünfte, die die SPD plant. "Die derzeitige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) allein aus lohnbezogenen Abgaben wirft zwar Probleme auf. Mit der Einführung einer solchen Gesundheitsabgabe würden man aus der heutigen Sozialversicherung aber ein Steuer-Transfer-System machen, das die bereits bestehende Umverteilung massiv ausweitet, viele sonstige Formen der finanziellen Vorsorge belastet und vom bestehenden Reformbedarf ablenkt", sagte Werding der Rheinischen Post.
KLIMASCHUTZPROGRAMM
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) will den Kampf für mehr Klimaschutz in Deutschland verschärfen und schlägt zahlreiche Massnahmen vor, um die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Das berichtet Bild unter Berufung auf den Entwurf des "Klimaschutzprogramm 2026". Demnach will Schneider die Förderung für den klimafreundlichen Heizungsaustausch erhöhen. So sollen Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 30.000 Euro künftig 40 Prozent statt bisher 30 Prozent Kostenzuschuss erhalten. Ausserdem soll es künftig beim Austausch von Fenstern oder dem Einbau einer neuen Gebäudedämmung 30 Prozent Kostenzuschuss geben für Haushalte mit bis zu 40.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen geben. Bei besonders schlechter Dämmung soll die Förderung um zehn Prozentpunkte zusätzlich erhöht werden. (Bild)
STREIKRECHT - Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) verlangt angesichts der erneuten Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi, das Streikrecht einzuschränken. Zu Bild sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter: "Erst streiken, dann verhandeln - das zerstört Vertrauen. Deutschland braucht dringend ein Gesetz für Fairnessregeln bei Streiks." Kampeter warf Ver.di eine "verantwortungslose Streikstrategie" vor. "Ob Streik im Nahverkehr oder im Winterdienst: Viele Beschäftigte hatten schon in der letzten Woche Schwierigkeiten, überhaupt in die Betriebe zu kommen. So nimmt man Schäden und im schlimmsten Fall sogar Körperverletzungen in Kauf", sagte Kampeter zu Bild. Ver.di und der Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt geht es um rund 2,2 Millionen Beschäftigte. (Bild)
SIEMENS
Die Ratingagentur Fitch hat das langfristige Ausfallrating (IDR) "A+" bei einem stabilen Ausblick bestätigt. Die wichtigsten Gründe für die Bestätigung sind das starke Geschäftsprofil und die Erholung der Profitabilität. Wie Fitch weiter mitteilte, werden die Ratings von Siemens aus kommerziellen Gründen zurückgezogen und künftig keine Ratings oder analytischen Berichte mehr für das Unternehmen bereitgestellt.
DEUTSCHE BANK
Die millionenschwere Klage eines ehemaligen Mitarbeiters der Deutschen Bank wird frühestens im September 2026 beginnen. Eine Sprecherin des Landgerichts Frankfurt bestätigte dem Handelsblatt, dass der Beginn des Verfahrens vom 23. April auf den 10. September 2026 verschoben worden sei. Eingereicht wurde die Klage des Ex-Investmentbankers Dario Schiraldi schon im April 2024. Der frühere Investmentbanker Schiraldi fordert von der Deutschen Bank 152 Millionen Euro Schadenersatz. Er gibt dem Geldhaus eine Mitschuld daran, dass er 2019 in einem Strafprozess in Italien zunächst zu einer Haftstrafe verurteilt worden war, bevor ein Berufungsgericht ihn drei Jahre später freisprach. (Handelsblatt)
GESCO
rechnet wegen einer ungeplanten Vorsteuerbelastung von 6,3 Millionen Euro für das Jahr 2025 wohl mit einem niedrigeren Konzernergebnis als zuvor in Aussicht gestellt. Ohne den Einmaleffekt liege das operative Konzernergebnis am oberen Ende der bisherigen Prognose, aber unter Berücksichtigung der Abschreibung wird nun die Erwartung für das Konzernergebnis 2025 (nach Anteilen Dritter) auf 7 bis 10 (zuvor 9 bis 12) Millionen Euro angepasst.
TUI
BERICHTET PROG PROG
1. QUARTAL 1Q25/26 ggVj 1Q25/26 ggVj 1Q24/25
Umsatz 4.861 -0,2% 4.883 +0,2% 4.872
Umsatz* 4.936 +1% -- -- 4.872
EBIT bereinigt 77 +51% 63 +24% 51
Ergebnis nach Steuern 3,3 -- -34 -- -30
Ergebnis je Aktie -0,09 -- -0,14 -- -0,17
*zu konstanten Wechselkursen
AUSBLICK 2025/26 - das Unternehmen erwartet weiterhin:
- Umsatzanstieg von 2 - 4%
- Anstieg des bereinigten EBIT um 7 - 10 %
- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro;
TSMC
hat den höchsten Monatsumsatz ihrer Geschichte erzielt. Dies ist das jüngste Anzeichen dafür, dass globale Technologiegiganten ihre Chip-Bestellungen nicht zurückfahren, obwohl Bedenken bestehen, dass sich im KI-Sektor eine Blase bildet.
ANGLO AMERICAN
De Beers wird wahrscheinlich an ein öffentlich-privates Konsortium verkauft werden, sagte der Chef des Mehrheitsaktionärs Anglo American, nachdem mehrere afrikanische Länder Interesse an einer Beteiligung bekundet hatten. Duncan Wanblad sagte der Financial Times, er hoffe, den Verkauf von De Beers trotz der sich verschlechternden Lage auf dem Diamantenmarkt noch in diesem Jahr abschliessen zu können. "Wir sind relativ weit fortgeschritten" im Verkaufsprozess, der "mit ziemlicher Sicherheit" dazu führen werde, dass die Regierung von Botswana einen grösseren Anteil an dem Unternehmen übernehmen werde, sagte er. (Financial Times)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/ros/flf
(END) Dow Jones Newswires
February 10, 2026 01:41 ET (06:41 GMT)
Gold, Silber & Minenaktien – Wallstreet Live mit Tim Schäfer
Der Goldpreis hat ein neues Rekordniveau erreicht und notiert bereits seit mehreren Tagen über 5.000 US-Dollar. Doch profitieren davon auch die Minenaktien? Und ist es für Anleger sinnvoller, direkt Gold zu kaufen oder lieber in Unternehmen zu investieren, die Gold fördern?
Im Gespräch mit Tim Schäfer werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Gold- und Silberproduzenten sowie auf spannende Unternehmen rund um die Rohstoffbranche.
Diese Themen besprechen wir im Video:
• Warum der Goldpreis aktuell so stark gestiegen ist
• Die grössten Goldminen der Welt – Newmont und Barrick im Fokus
• Minenaktien vs. physisches Gold – was ist langfristig sinnvoller?
• Welche Risiken Minenbetreiber haben (Politik, Umweltauflagen, hohe Investitionen)
• Chancen bei Royalty- und Streaming-Unternehmen wie Franco-Nevada oder Wheaton Precious Metals
• Warum Kupfer, Stahl und andere Rohstoffe durch Infrastruktur und Digitalisierung immer wichtiger werden
• Welche Branchen zusätzlich profitieren – z.B. Baumaschinenhersteller wie Caterpillar
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SMI geht wenig bewegt ins Wochenende -- DAX beendet Freitagshandel im Minus -- Wall Street schliesst schwächer -- Asiens Börsen letztlich tieferDer heimische Aktienmarkt zeigte sich am Freitag volatil. Auch der deutsche Aktienmarkt konnte seine zwischenzeitlichen Gewinne nicht nachhaltig verteidigen. Die US-Börsen notierten am Freitag tiefer. An den asiatischen Börsen dominierten zum Wochenende die Bären.


