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19.02.2026 07:31:43

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

Fest - Klarer Tagesverlierer war die Bayer-Aktie. Nachdem die Börse im späten Vortageshandel noch einen avisierten milliardenschweren Vergleich in den USA mit einem Kursanstieg von gut 7 Prozent gefeiert hatte, der einen Schlussstrich unter das Debakel um die übernommene Monsanto und deren Unkrautvernichter Roundup schliessen soll, machte sich tags darauf Ernüchterung breit. Die Aktie büsste das Vortagesplus komplett wieder ein und fiel auf 45,81 Euro. Mit dem Schritt sei Bayer zwar auf dem richtigen Weg, Analysten betonten aber, dass vor einem Vergleich noch Hürden zu nehmen seien wie eine gerichtliche Genehmigung und auch die Zustimmung der Mehrheit der Kläger. Heidelberg Materials konnten den jüngsten Verkaufsdruck abschütteln und erholten sich um 4,6 Prozent. Daneben machten Siemens mit plus 3,8 Prozent weiter Boden gut. Die Aktie war nach den jüngst vorgelegten Quartalszahlen in einer ersten Reaktion stark gestiegen, dann aber unter Abgabedruck geraten, belastet von Sorgen um möglicherweise negative Folgen von KI-Anwendungen für diverse Siemens-Geschäftsfelder. Dürr machten einen Satz um 9,6 Prozent, nachdem das Unternehmen mit den vorläufigen 2025er Zahlen beim Nettogewinn die Prognose deutlich übertroffen hatte.

XETRA-NACHBÖRSE

Etwas leichter zeigten sich Flatexdegiro mit rund 33,05 Euro nach 33,22 Euro zum Xetra-Schluss. Der Online-Broker hatte am Abend mitgeteilt, zukünftig jährlich 20 Prozent des Konzernergebnisses ausschütten zu wollen. Zudem teilte das Unternehmen vorläufige Zahlen für 2025 mit, die bei Gewinn und Umsatz am oberen Rand der Prognosespannen lagen.

USA - AKTIEN

Freundlich - Zum einen sorgten positive Konjunkturdaten für Kauflaune, zum anderen griffen die Anleger auch wieder bei Technologieaktien zu, die zuletzt aus Sorge über negative Folgen von KI-Anwendungen in Abseits geraten waren. Im späten Handel kamen die Kurse von den Tageshochs allerdings zurück, nachdem das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung etwas falkenhaft ausgefallen war und eher keine Neigung der Notenbanker zeigte, die Zinsen zu senken. Aktien aus dem Energiesektor waren gesucht vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Ölpreise. Ihr S&P-500-Subindex verbesserte sich um 2,0 Prozent. Nvidia kletterten um 1,5 Prozent, nachdem die Facebook-Mutter Meta angekündigt hatte, "Millionen" der von Nvidia entwickelten Grafikprozessoren Blackwell und Rubin zu kaufen. Meta schlossen 0,6 Prozent fester. Gesucht waren Aktien von Speichermedienherstellern. Seagate verteuerten sich um 2,0 Prozent und Sandisk um 1,7 Prozent, obwohl die frühere Mutter Western Digital angekündigt hatte, weitere Sandisk-Aktien zu veräussern. Western Digital zogen um 4,4 Prozent an. Palo Alto sackten um 6,8 Prozent ab. Das Cybersicherheitsunternehmen übertraf zwar mit den Quartalszahlen die Erwartungen und hob die Prognose für den Jahresumsatzes an, doch enttäuschte die Gewinnprognose für das laufende Quartal.

US-ANLEIHEN

Am Anleihemarkt ging es passend zu Konjunkturdaten und Fed-Protokoll mit den Renditen nach oben, im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,08 Prozent.

DEVISEN

Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Di, 18:44 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1799 +0,1% 1,1786 1,1835 +0,9%

EUR/JPY 182,96 +0,3% 182,41 181,67 -1,4%

EUR/CHF 0,9115 +0,1% 0,9107 0,9129 -1,9%

EUR/GBP 0,8742 +0,1% 0,8731 0,8740 +0,2%

USD/JPY 155,06 +0,2% 154,76 153,50 -2,3%

GBP/USD 1,3496 -0,0% 1,3499 1,3542 +0,7%

USD/CNY 6,9344 +0,1% 6,9276 6,9244 -1,4%

USD/CNH 6,9006 +0,1% 6,8916 6,8877 -1,3%

AUS/USD 0,7056 +0,1% 0,7045 0,7057 +6,2%

Bitcoin/USD 67.163,85 +1,2% 66.384,35 66.950,25 -23,7%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

Die anziehenden Marktzinsen nach besseren Konjunkturdaten und Fed-Protokoll hievten den Dollar weiter nach oben - der Euro ging zuletzt mit 1,1785 Dollar um. Dazu trug auch eine gewisse Euro-Schwäche bei, nachdem die Financial Times Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied von EZB-Chefin Christine Lagarde aufgebracht hatte.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 5.000,43 4.976,98 +0,5% 23,45 +12,9%

Silber 78,11 77,27 +1,1% 0,84 +2,9%

Platin 1.766,22 1.766,29 -0,0% -0,07 -3,1%

Kupfer 5,79 5,80 -0,3% -0,02 +0,3%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

Beim Gold wurde nach dem Rücksetzer vom Vortag wieder zugegriffen. Der Preis erhöhte sich um 2,2 Prozent auf 4.985 Dollar.

ÖL

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 65,20 65,05 +0,2% 0,15 +8,6%

Brent/ICE 70,44 70,35 +0,1% 0,09 +10,6%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

Die Ölpreise holten die Einbussen vom Vortag mehr als wieder auf, sie stiegen um bis zu 5,0 Prozent. Preistreibend wirkten die weiter ergebnislosen US-iranischen Atomverhandlungen. Im Handel wurde daher über die Gefahr eines militärischen Einsatzes der USA spekuliert. "Wir haben eine Situation, die sich wirklich in beide Richtungen entwickeln kann, und wenn es um den Iran geht, ist das für den Ölmarkt ziemlich bedeutsam," sagte Ben Hoff von der Societe Generale. Er verwies auf die Fähigkeit des Irans, die Strasse von Hormus zu kontrollieren und den ölproduzierenden Teilen der Welt Schaden zuzufügen. Dazu endeten die Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Vertretern ohne Anzeichen für einen Durchbruch, womit russisches Öl zunächst weiter sanktioniert bleiben dürfte.

+++++ MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 17.30 UHR +++++

AIRBUS

hat wegen der Engpässe bei Triebwerkslieferungen von Pratt & Whitney seine Produktionspläne für die beliebte Schmalrumpfflugzeug-Baureihe A320 leicht gedrosselt. Pratt & Whitney habe bisher keine feste Zusage für die von Airbus bestellten Triebwerke gemacht, diese wirke sich negativ auf die Prognose für dieses Jahr und den Produktionsanstieg aus, teilte der Konzern mit. Airbus geht nun davon aus, bis Ende 2027 eine Produktionsrate von 70 bis 75 Flugzeugen pro Monat zu erreichen, die sich danach bei 75 Maschinen stabilisieren werde. Bisher hatte der Konzern für 2027 die Fertigung von 75 A320 pro Monat angepeilt.

FLATEXDEGIRO

Die Aktionäre sollen in Zukunft höhere Dividenden bekommen, auf Basis neuer Grundsätze zur Kapitalallokation jährlich 20 Prozent des Konzernergebnisses. Für das abgelaufene Jahr ergäbe sich daraus laut dem Unternehmen eine Dividende von 30 Cent je Aktie nach 4 Cent für das Vorjahr, auch nachdem der Gewinn deutlich zugelegt habe. Im abgelaufenen Jahr stieg der Umsatz nach vorläufigen Zahlen auf 560 von 480 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Konzerngewinn legte auf 160 Millionen von 112 Millionen Euro zu. Das Unternehmen selbst hatte zuletzt mit einem Umsatz von 530 bis 550 Millionen Euro und einem Konzernergebnis von 150 bis 160 Millionen Euro gerechnet. Für das laufende Jahr peilt Flatexdegiro ein Umsatzwachstum von 5 bis 10 Prozent auf 588 bis 616 Millionen Euro an. Der Gewinn soll um 5 bis 15 Prozent auf 168 bis 184 Millionen Euro steigen.

HAMBURGER HAFEN UND LOGISTIK

hat im Geschäftsjahr 2025 nach vorläufigen Zahlen den Konzernumsatz um 9,9 Prozent auf 1.756 (Vorjahr: 1.598) Millionen Euro gesteigert. Das Konzern-EBIT erhöhte sich um 19,5 Prozent auf 161 Millionen Euro. Stark belastet durch steuerliche Einmaleffekte belaufe sich der Konzern-Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter auf 10 (33) Millionen Euro, davon 1 Million im Teilkonzern Hafenlogistik. Vor diesem Hintergrund werde der Hauptversammlung vorgeschlagen, für die A-Aktie keine Dividende für das Geschäftsjahr 2025 auszuschütten. Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik stiegen die Umsatzerlöse um 10,1 Prozent auf 1.719 Millionen Euro. Das EBIT erhöhte sich um 22,8 Prozent auf 145 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss brach auf 1 von 23 Millionen Euro ein.

KNORR

hat im vergangenen Jahr bei leicht schwächeren Umsätzen den operativen Gewinn etwas deutlicher als erwartet gesteigert. Der Konzern profitierte von einem guten vierten Quartal, in dem in beiden Sparten die Profitabilität verbessert wurde. Im neuen Gesamtjahr will der Bremsenhersteller die operative Marge weiter steigern. Für das Geschäftsjahr 2025 wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

. BERICHTET PROG PROG

GESAMTJAHR 2025 Gj25 ggVj Gj25 ggVj Gj24

Auftragseingang 8.417 +3% 8.344 +2% 8.186

Umsatz 7.817 -1% 7.785 -1% 7.883

Operative EBIT 1.016 +5% 1.003 +4% 966

Operative EBIT-Marge 13,0 -- 12,9 -- 12,3

Ergebnis nach Steuern 574 +20% 601 +26% 477

Ergebnis je Aktie 3,33 +21% 3,50 +27% 2,76

Free Cashflow 790 +8% 745 +2% 730

KRONES

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

February 19, 2026 01:31 ET (06:31 GMT)

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