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20.02.2026 07:31:45
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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Rückblick: Für Gegenwind nach den Vortagsgewinnen sorgten geopolitischen Entwicklungen und damit verbunden weiter steigende Ölpreise. Die USA bündeln Truppen im Nahen Osten als Drohgebärde gegenüber dem Iran vor dem Hintergrund der stockenden Atom- und Abrüstungsgespräche. Derweil könnte der Iran die Strasse von Hormus blockieren. Verkauft wurden Versorgeraktien. Zum einen nach schwachen Geschäftszahlen und einem ausgesetzten Aktienrückkauf von Centrica, worauf der Kurs um 5,2 Prozent nachgab. Für Enel ging es um 3,6 Prozent abwärts. Hierzu wurde auf ein italienisches Energiedekret verwiesen, das die Gewinnspannen verringert. Der Subindex der Versorger verlor 1,8 Prozent. Schlechter schnitt nur der am Vortag noch extrem feste Stoxx-Index der Rohstoffaktien ab mit einem Minus von 2,1 Prozent. Weiter gesucht waren angesichts der geopolitischen Spannungen Rüstungsaktien. Für Nestle ging es nach dem Geschäftsausweis und den kursmässig schwachen Vortagen um knapp 4 Prozent nach oben. Neben den Zahlen kam eine strategische Neuausrichtung gut an. Zurich Insurance verloren trotz guter Zahlen 1,6 Prozent. Hier war von Gewinnmitnahmen die Rede, nachdem die Aktie an den vier vorherigen Tagen gestiegen war. Renault verloren 3,1Prozent. Der Autobauer erwartet in diesem Jahr einen weiteren Rückgang der Margen.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Leichter - Gegen den breiten Markt legten als defensiv geltende Immobilienaktien zu, auch gestützt von zuletzt etwas gesunkenen Marktzinsen. Vonovia gewannen 1,6, Aroundtown 14,1 oder TAG Immobilien 2,6 Prozent. Klares Schlusslicht im DAX waren Airbus mit einem Abschlag von 6,7 Prozent. Guten Geschäftszahlen des Unternehmens wurden von einem etwas mauen Ausblick für 2026 überschattet. Der Konzern muss den Produktionshochlauf der Modellreihe A320 wegen Engpässen bei Triebwerkslieferungen drosseln. Bei Hochtief gab es nach erwartet guten Geschäftszahlen kleine Gewinnmitnahmen, der Wert schloss knapp 3 Prozent tiefer. Nach Geschäftszahlen verteuerten sich Knorr-Bremse um 4,1 Prozent, wohingegen Krones um 7,1 Prozent einknickten. Krones habe zwar solide Geschäftszahlen vorgelegt, allerdings normalisiere sich die Wachstumsdynamik, hiess es von Analysten. Nach einer Abstufung durch die UBS notierten Freenet 8,2 Prozent im Minus.
XETRA-NACHBÖRSE
Bayer zeigten sich wenig verändert, nachdem die Ratingagentur Fitch den Bonitätsausblick zwar gesenkt, das Rating "BBB" aber bestätigt hatte. Auch bei Tui tat sich kaum etwas. Hier hatte Fitch die Bonität "BB" bestätigt, ebenso den stabilen Ausblick. Instone Real Estate wurden auf Tradegate bei 9,99 Euro gesehen, nach 9,87 Euro zum Xetra-Handelsende. Das Immobilienunternehmen hatte am Abend mitgeteilt, eine deutlich höhere Dividende ausschütten zu wollen als zunächst kommuniziert.
USA - AKTIEN
Leichter - Etwas auf die Stimmung drückten geopolitische Spannungen im Nahen Osten, worauf die Ölpreise weiter anzogen auf die höchsten Stände seit Sommer 2025. Laut US-Präsident Donald Trump werden die USA innerhalb der nächsten zehn Tage über Schritte entscheiden, wenn der Iran sich nicht auf ein Atomabkommen einlasse. Daneben dürften viele Marktteilnehmer auch im Hinblick auf wichtige Preisdaten am Freitag zurückhaltend agiert haben. Dann wird der PCE-Index der persönlichen Konsumausgaben veröffentlicht, ein bevorzugtes Mass der US-Notenbank bei der Steuerung ihrer Zinspolitik. Die Konjunkturdaten des Tages fielen derweil überwiegend besser aus als erwartet und stützten die zuletzt bereits wieder gestiegene Konjunkturzuversicht. Das Papier des Landmaschinenherstellers Deere verteuerten sich nach einem überzeugenden Geschäftsausweis und einer Erhöhung der Gewinnerwartung um 10,3 Prozent. Caterpillar gewannen im Sog 1,1 Prozent. Carvana rutschten um 8,5 Prozent ab, nachdem der Gebrauchtwagenhändler ergebnisseitig enttäuscht hatte. Für die Walmart-Aktie ging es um 1,3 Prozent nach unten, allerdings nahe am Allzeithoch. Der Einzelhandelsriese steigerte in seinem jüngsten Quartal zwar den Umsatz stark, der Ausblick fiel aber eher verhalten aus und verfehlte die Marktschätzungen.
US-ANLEIHEN
Am Anleihemarkt verharrten die Renditen auf dem am Vortag etwas erhöhten Niveau, im Zehnjahresbereich bei 4,08 Prozent.
DEVISEN
Devisen zuletzt +/- % 0:00 Vortag Do, 17:25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1755 -0,1% 1,1773 1,1767 +0,3%
EUR/JPY 182,44 +0,0% 182,43 182,32 -0,9%
EUR/CHF 0,9119 -0,1% 0,9126 0,9121 -2,2%
EUR/GBP 0,8741 +0,0% 0,8740 0,8748 +0,1%
USD/JPY 155,19 +0,1% 154,98 154,94 -1,3%
GBP/USD 1,3449 -0,2% 1,3470 1,3451 +0,2%
USD/CNY 6,9338 +0,0% 6,9329 6,9313 -1,4%
USD/CNH 6,9000 -0,0% 6,9007 6,8993 -1,3%
AUS/USD 0,7045 -0,2% 0,7059 0,7055 +5,6%
Bitcoin/USD 67.724,90 +1,2% 66.933,50 66.154,70 -25,0%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Der Dollar profitierte von seinem Ruf als sicherer Hafen. Der Euro kam auf 1,1766 Dollar zurück, den niedrigsten Stand seit vier Wochen.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 5.025,51 4.995,81 +0,6% 29,70 +15,2%
Silber 78,91 78,50 +0,5% 0,40 +8,4%
Platin 1.779,95 1.767,66 +0,7% 12,29 +0,7%
Kupfer 5,77 5,74 +0,5% 0,03 +2,6%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Gold verteuerte sich im US-Handel um 0,4 Prozent auf 4.998 Dollar je Feinunze.
ÖL
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 66,91 66,40 +0,8% 0,51 +13,3%
Brent/ICE 72,19 71,66 +0,7% 0,53 +15,2%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
Die Ölpreise legten nach dem rund 5-prozentigen Anstieg vom Vortag um weitere gut 2 Prozent zu. Preistreibend wirkten neben der Entwicklung im Nahen Osten auch überraschende Rückgänge der wöchentlichen US-Ölvorräte.
+++++ MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 17.30 UHR +++++
KONJUNKTUR JAPAN
Die Verbraucherpreise in Japan sind im Januar langsamer gestiegen. Die Inflation der Preise ohne frische Lebensmittel legten im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent zu nach einem Anstieg um 2,4 Prozent im Dezember. Der Anstieg entsprach der Prognose von Ökonomen in einem Konsens des Datendienstleisters Quick. Die schwächere Inflation gibt der Zentralbank mehr Spielraum, um über ihren nächsten Schritt nachzudenken.
BAYER
Fitch Ratings hat den Ausblick von "stabil" auf "negativ" reduziert, das langfristige Emittentenausfallrating "BBB" aber bestätigt. Die Änderung spiegele die Unsicherheit im Zusammenhang mit Bayers vorgeschlagenem Vergleich in Höhe von 7,25 Milliarden Dollar zur Beilegung aktueller und zukünftiger glyphosatbezogener Klagen wider, so die Bonitätswächter.
TUI
Fitch Ratings hat die langfristige Bonitätsnote "BB" bestätigt, ebenso den stabilen Ausblick.
INSTONE REAL ESTATE
Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung einen Dividendenvorschlag von 0,43 Euro pro Aktie unterbreiten, was deutlich über der vorher kommunizierten Mindestdividende von 0,26 Euro liegt. Das Dividendenniveau von 0,43 Euro solle auch in den kommenden Jahren nicht unterschritten werden.
LAGARDERE
hat 2025 den Nettogewinn auf 203 von 168 Millionen Euro gesteigert. Das wiederkehrende Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg auf 641 von 593) Millionen Euro. Der Umsatz kletterte auf 9,35 (8,94) Milliarden.
MONCLER
hat in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres einen Umsatz von 1,29 Milliarden Euro erzielt, währungsbereinigt ein Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten 1,22 Milliarden Euro geschätzt.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die massgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/flf/gos/ros
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February 20, 2026 01:31 ET (06:31 GMT)
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