|
06.03.2026 07:55:41
|
MORNING BRIEFING - USA/Asien
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
===
+++++ TAGESTHEMA +++++
Der Beschäftigungsaufbau in den USA dürfte sich im Februar verlangsamt haben. Volkswirte rechnen damit, dass die Zahl der Stellen ausserhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 50.000 gestiegen ist, nachdem im Januar ein Zuwachs von 130.00 verzeichnet worden war. Zudem werden eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent und ein Zuwachs der durchschnittlichen Stundenlöhne von 0,3 (0,4) Prozent zum Vormonat und 3,7 (3,7) Prozent im Jahresvergleich prognostiziert. Beobachter werden aus den Daten herauszulesen versuchen, wie gut die Verfassung der US-Wirtschaft wirklich ist. Der Januar-Stellenzuwachs wirkte auf den ersten Blick solide, war jedoch stark verzerrt. Ohne den massiven Zuwachs im Gesundheits- und Sozialwesen hätte der Stellenmarkt faktisch stagniert. Zyklische Schlüsselsektoren wie Transport, IT und Finanzen verzeichneten zuletzt sogar Jobverluste.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++
Es stehen keine relevanten Termine auf der Agenda.
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- US
14:30 Arbeitsmarktdaten Februar
Beschäftigung ex Agrar
PROGNOSE: +50.000 gg Vm
zuvor: +130.000 gg Vm
Arbeitslosenquote
PROGNOSE: 4,3%
zuvor: 4,3%
durchschnittliche Stundenlöhne
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,7% gg Vj
zuvor: +0,4% gg Vm/+3,7% gg Vj
Einzelhandelsumsatz Januar
PROGNOSE: -0,4% gg Vm
zuvor: 0,0% gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz
PROGNOSE: 0,0% gg Vm
zuvor: 0,0% gg Vm
16:00 Lagerbestände Dezember
PROGNOSE: +0,1% gg Vm
zuvor: +0,1% gg Vm
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss
S&P/ASX 200 (Sydney) 8.851,00 -1,0 1,6 06:00
Nikkei-225 (Tokio) 55.620,84 +0,6 --- 07:00
Topix 500 (Tokio) 2.896,72 +0,4 8,9 07:00
Kospi (Seoul) 5.584,87 +0,0 32,5 07:30
Hang-Seng (Hongk.) 25.707,09 +1,5 0,3 09:00
Shanghai-Comp. 4.121,30 +0,3 3,8 08:00
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Der anhaltende Iran-Krieg hat zum Wochenausklang für eine uneinheitliche Tendenz an den Börsen in Ostasien gesorgt. Die Abgaben fielen dabei aber deutlich verhaltener aus als in den vergangenen Tagen. Dazu trugen auch die leicht nachgebenden Ölpreise bei, nach den starken Anstiegen seit Beginn des Nahost-Konflikts. Auslöser für den Rücksetzer waren Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent. So will das Finanzministerium eine vorübergehende Ausnahmegenehmigung erteilen, damit indische Raffinerien russisches Öl kaufen können. Bessent fügte hinzu, dass diese Massnahme Russland keinen erheblichen finanziellen Vorteil verschaffe, da sie nur für auf See festsitzendes Öl gelte. Der Kospi in Seoul schloss die Sitzung unverändert. Der S&P/ASX 200 in Sydney hat den Handel mit einem Minus von 1,0 Prozent beendet. Der Nikkei-225 in Tokio erholte sich von anfänglichen Verlusten und drehte ins Plus - der Index gewann 0,6 Prozent. Leicht aufwärts geht es auch für den Shanghai-Composite und den Hang-Seng-Index. Die zuletzt empor geschnellten Ölpreise schüren jedoch weiter die Sorgen vor einer weltweit steigenden Inflation, was die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken, vor allem der US-Notenbank, schwieriger macht. Die Wahrscheinlichkeit für lediglich eine Zinssenkung der Fed in diesem Jahr liegt laut dem FedWatch-Tool der CME aktuell bei 36,2 Prozent. Vor einer Woche waren es noch 22 Prozent, als mehrheitlich zwei Zinssenkungen erwartet wurden. Vor diesem Hintergrund treten auch die US-Konjunkturdaten wieder etwas in Vordergrund. So wird am Nachmittag der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Februar veröffentlicht.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 47.954,74 -1,6 -784,67 48.739,41
S&P-500 6.830,71 -0,6 -38,79 6.869,50
NASDAQ Comp 22.748,99 -0,3 -58,50 22.807,48
NASDAQ 100 25.020,41 -0,3 -73,26 25.093,68
Donnerstag Mittwoch
Umsatz NYSE (Aktien) 1,38 Mrd 1.23 Mrd
Gewinner 716 1.763
Verlierer 2.070 989
Unverändert 56 88
Schwach - Die Stimmung war fragil angesichts der Unwägbarkeiten im Nahost-Konflikt. Hoffnungen, dass die militärische Eskalation möglicherweise doch von kürzerer Dauer sein könnte, ebbten wieder ab. Am Vortag war aus Geheimdienstkreisen noch angebliche Gesprächsbereitschaft des Iran kolportiert worden - die Berichte manifestierten sich jedoch nicht. Die Konjunkturdaten des Tages spielten angesichts der derzeitigen Dominanz der Geopolitik nur eine untergeordnete Rolle. Beachtung fanden stärker als gedacht gestiegene Lohnstückkosten, die Anleiherenditen zusätzlich Auftrieb verliehen. Die Quartalsergebnisse von Broadcom fielen besser als prognostiziert aus - der Kurs zog um 4,8 Prozent an. Oracle gewannen 1,6 Prozent. Der Cloud-Anbieter will laut einem Bericht Tausende Stellen wegen der stärkeren KI-Nutzung streichen. Okta verteuerten sich um 11 Prozent - nach einem unerwartet hohen Gewinn. Trade Desk machten einen Satz um 18,4 Prozent. Laut einem Bericht führt OpenAI Gespräche über den Ausbau ihres Werbegeschäfts mit Trade Desk.
US-ANLEIHEN
Die Renditen stiegen weiter - auch wegen gestiegener Lohnstückkosten. Im Zehnjahresbereich ging es um 5 Ticks nach oben auf 4,13 Prozent. Höhere Ölpreise dürften auf die Inflation durchschlagen und das Wachstum bremsen, so die Überlegung dahinter. An den Benzinzapfsäulen spüren die Verbraucher die höheren Preise bereits deutlich.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 08:33 % YTD
EUR/USD 1,1609 +0,0 1,1607 1,1609 -1,2
EUR/JPY 183,18 +0,2 182,87 182,32 -0,4
EUR/GBP 0,8684 -0,1 0,8689 0,8697 -0,4
USD/JPY 157,77 +0,1 157,57 157,03 0,7
USD/KRW 1.474,59 -0,4 1.481,08 1.464,54 2,4
USD/CNY 6,9007 +0,1 6,8912 6,8966 -1,3
USD/CNH 6,9046 -0,2 6,9168 6,8980 -1,0
USD/HKD 7,8220 +0,0 7,8188 7,8194 0,5
AUD/USD 0,7038 +0,5 0,7006 0,7044 5,5
NZD/USD 0,5907 +0,2 0,5894 0,5927 2,6
BTC/USD 70.819,64 -0,5 71.142,21 72.451,21 -19,2
Auch dass der als sicherer Hafen in Krisensituationen geltende Dollar wieder zulegte, spiegelte die angespannte Stimmung wider. Der Euro gab auf 1,1607 Dollar nach, stand im Tagestief aber noch deutlich darunter.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 5.119,09 +0,8 42,50 5.076,59
Silber 84,11 +2,4 1,94 82,17
Platin 2.147,75 +1,2 26,00 2.121,75
Gold konnte nicht von den geopolitischen Spannungen profitieren. Der Preis für das Edelmetall gab um 1,1 Prozent auf 5.081 Dollar nach - belastet von festen Dollar und gestiegenen Marktzinsen.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 80,54 -0,6 -0,47 81,01
Brent/ICE 85,25 -0,2 -0,16 85,41
Die Ölpreise zogen wieder stark an um fast 4 Prozent auf mehr als 84 Dollar bei der Sorte Brent. Im Tageshoch markierte Brent ein neues Jahreshoch. US-Öl der Sorte WTI stieg noch stärker an. Wegen zunehmender Störungen der Strasse von Hormus hat Saudi-Arabien damit begonnen, Rohölexporte auf das Rote Meer zu verlagern. Im asiatischen Handel gaben die Ölpreise leicht nach. Auslöser waren Aussagen von US-Finanzminister Scott Bessent. So will das Finanzministerium eine vorübergehende Ausnahmegenehmigung erteilen, damit indische Raffinerien russisches Öl kaufen können. Bessent fügte hinzu, dass diese Massnahme Russland keinen erheblichen finanziellen Vorteil verschaffe, da sie nur für auf See festsitzendes Öl gelte.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++
NAHOST-KONFLIKT
Das Aussenministerium hat die US-Botschaft in Kuwait am Donnerstag geschlossen, nachdem der Betrieb bereits am Dienstag eingestellt worden war und US-Bürgern in Kuwait zuvor geraten wurde, Schutzräume aufzusuchen. Die Botschaft forderte US-Bürger am Donnerstag dazu auf, das Land zu verlassen, sofern dies sicher möglich sei. Der kuwaitische Luftraum bleibt gesperrt, aber Beamte drängten die Bürger dazu, den Landweg über die offene Grenze zu Saudi-Arabien in Betracht zu ziehen.
Der Konflikt mit dem Iran sei "weit dem Zeitplan voraus", sagte US-Präsident Donald Trump. Die USA hätten iranische Flugabwehrwaffen zerstört. "Sie haben keine Luftwaffe. Sie haben keine Luftverteidigung", sagte Trump. Die Iraner nähmen Kontakt auf, um die Gespräche mit den USA wieder aufzunehmen. "Sie rufen an, sie sagen: 'Wie machen wir einen Deal?'", sagte Trump. "Ich sagte: 'Ihr seid ein bisschen spät dran.'". Trump fügte hinzu, seine Regierung werde bald neue Initiativen ankündigen, um die Ölpreise zu senken. "Wir hatten sie sehr niedrig, aber ich musste diesen kleinen Umweg machen."
NIKE
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
March 06, 2026 01:56 ET (06:56 GMT)
Dienstag 18 Uhr live: Schluss mit K.O.-Kriterien bei der Aktienauswahl - Warum Sortieren das neue Filtern ist
Filtern oder Sortieren? Thomas Vittner zeigt am Dienstagabend, wie du Aktien objektiv sortierst, statt sie voreilig zu löschen. Lerne ein System für echte Treffsicherheit kennen!
Schnell Plätze sichern!3 neue Aktien BX Musterportfolio: Legrand, Infineon & Schneider Electric mit François Bloch
Im BX Morningcall werden folgende Aktien analysiert und erklärt – heute mit dem monatlichen Rebalancing:
✅ Legrand SA
✅ Infineon
✅ Schneider Electric
inklusive Rebalancing:
❌ Broadcom Inc
❌ Wells Fargo & Co
❌ Alphabet A
https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/
Inside Trading & Investment
Mini-Futures auf SMI
Inside Fonds
Meistgelesene Nachrichten
Top-Rankings
Börse aktuell - Live Ticker
Ölpreisschock: SMI und DAX schliessen mit Rückgang -- Wall Street beendet Handel im Plus -- Asiens Börsen letztlich unter starkem DruckDer heimische sowie der deutsche Aktienmarkt schliesst am Montag mit Abgaben. Die US-Börsen präsentierten sich höher. Die asiatischen Börsen brachen zum Wochenbeginn deutlich ein.


