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21.07.2026 07:40:42

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Die 81 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery ist auf eine juristische Hürde gestossen. Ein Bundesgericht in Kalifornien hat eine einstweilige Verfügung erlassen, die es den Unternehmen temporär untersagt, die Transaktion abzuschliessen. Unterdessen prüft das Gericht, ob die Fusion bis zur Klärung einer von einem Dutzend Bundesstaaten angestrengten Kartellklage blockiert bleiben soll.

Die 14-tägige einstweilige Verfügung bedeutet, dass sich Paramounts Hoffnungen, den Deal noch vor Ende des Monats abzuschliessen, nicht erfüllen werden. Sollte das Gericht den Bundesstaaten später eine vorläufige Anordnung gewähren, wäre es den Unternehmen untersagt, die Fusion abzuschliessen, während das Kartellverfahren der Bundesstaaten andauert. Eine Anhörung wurde für den 3. August angesetzt.

In ihrem Urteil sagte Richterin Araceli Martínez-Olguín, die Kombination des Marktanteils der beiden Filmstudios bei Kinofilmen habe das Gericht davon überzeugt, "dass es davon ausgehen kann, dass die geplante Fusion wahrscheinlich gegen die Kartellgesetze verstösst".

Das Urteil ist ein erster Schritt hin zu einer möglichen Gewährung einer vorläufigen Anordnung, die den Fortgang der Fusion während des Verfahrens im Wesentlichen stoppen würde.

Bislang stiess Paramount auf wenig Gegenwind, um seinen Deal durch die Regulierungsbehörden in den USA und im Ausland zu bringen. Das Justizministerium genehmigte die Transaktion im vergangenen Monat und erklärte, sie würde den Wettbewerb "im gesamten Medien- und Unterhaltungsökosystem" verbessern.

Der Deal wurde auch von mehreren ausländischen Aufsichtsbehörden genehmigt, darunter in Australien und China, wartet aber noch auf die Zustimmung von Grossbritannien und der Europäischen Union.

Sollte sich der Rechtsstreit über Ende September hinauszögern, könnte die Verzögerung für Paramount teuer werden. Im Rahmen der Fusionsvereinbarung stimmte Paramount zu, den Warner-Aktionären eine vierteljährliche "Ticking Fee" von 25 Cent pro Aktie zu zahlen, falls der Deal nicht bis zum 30. September abgeschlossen ist. Dies beläuft sich auf rund 650 Millionen US-Dollar alle drei Monate, bis die Transaktion abgeschlossen ist.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

11:45 US/3M Co, Ergebnis 2Q

12:30 US/General Motors Co (GM), Ergebnis 2Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

Keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung angekündigt.

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Index zuletzt +/- %

E-Mini-Future S&P-500 7.516,75 +0,4

E-Mini-Future Nasdaq-100 29.065,00 +1,0

S&P/ASX 200 (Sydney) 8.777,80 -0,2

Topix-500 (Tokio) 4.002,14 +2,1

Kospi (Seoul) 6.758,39 +3,7

Shanghai-Composite 3.826,79 +0,8

Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.090,34 -0,2

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Am Dienstag dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien positive Vorzeichen. Zur Stimmungsaufhellung tragen die leicht sinkenden Ölpreise bei, wie Händler sagen. Die Marktteilnehmer verweisen auf wieder erwachte Hoffnungen auf einen neuen Waffenstillstand im Iran-Krieg, um den sich Vermittler am Montag bemüht hätten. So habe Katar eine zehntägige Pause der Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran angeregt und die Aufhebung der Schifffahrtsbeschränkungen in der Strasse von Hormus. Allerdings hätten die Vermittler auch gesagt, dass nicht klar sei, ob die beiden Kriegsparteien sich darauf einlassen würden, nachdem ein Mitte Juni vereinbarter Waffenstillstand Anfang dieses Monats gebrochen wurde. Angeführt werden die Börsen der Region vom Aktienmarkt in Seoul, der allerdings am Montag drastische Verluste in ähnlicher Höhe verzeichnet hatte. Gestützt wird der Index von den Chip-Schwergewichten Samsung Electronics (+7,6%) und SK Hynix (+6,5%). In Tokio geht es nach dem langen Feiertagswochenende vor allem mit den Aktien des jüngst abverkauften Chipsektors aufwärts. Kioxia, Softbank Group und Advantest verbessern sich um bis zu rund 16 Prozent. Ölaktien profitieren aufgrund des Feiertags mit Verzögerung vom Ölpreisanstieg der vergangenen Tage. Inpex und Japan Petroleum Exploration verbuchen Kursgewinne von 4,5 und 2,7 Prozent. Auch Aktien von Handelshäusern, die im Rohstoffhandel engagiert sind, legen zu. Unter anderem gewinnen Mitsubishi Corp 4 Prozent und Marubeni 3,3 Prozent. Auch in China sind Aktien des Chipsektors gefragt. Hua Hong Grace Semiconductor und Semiconductor Manufacturing International verteuern sich in Hongkong um gut 17 und 8,8 Prozent. Der australische Aktienmarkt wird von den negativen Vorgaben der US-Börsen gebremst, wie Händler sagen. Unter Einzelwerten profitieren South32 (+5,6%) erneut von den am Vortag veröffentlichten Produktionszahlen.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 51.839,26 -0,6 -307,16 52.146,42

S&P-500 7.443,28 -0,2 -14,41 7.457,69

NASDAQ Comp 25.508,07 -0,0 -12,17 25.520,24

NASDAQ 100 28.604,24 +0,0 +11,58 28.592,66

Montag Freitag

Umsatz NYSE (Aktien) 1,14 Mrd 1,33 Mrd

Gewinner 1.021 973

Verlierer 1.734 1.808

Unverändert 87 69

Uneinheitlich - Übergeordnet standen der andauernde Iran-Krieg und die Ölpreisentwicklung im Fokus. Teilnehmer sprachen allerdings auch von Zurückhaltung mit Blick auf die Fahrt aufnehmende Berichtssaison. So werden unter anderem die Google-Mutter Alphabet, IBM, Texas Instruments, Tesla, Intel und Verizon ihre Geschäftsbücher öffnen. Vor allem bei den zuletzt stark unter Druck gestandenen Technologiewerten kam es zu einer Erholung, die Ankündigung eines neuen chinesischen KI-Modells durch Alibaba belastete nicht. Es soll mit 2,4 Billionen Parametern nur von Anthropics Fable 5 übertroffen werden. Die Aktien der Chiphersteller Micron Technology, Marvell Technology und Intel gewannen 1,9 bzw. 3,3 bzw. 2,1 Prozent. Auch Seagate und Sandisk waren gesucht. AMD legten um 1,6 Prozent zu. Microsoft wird künftig KI-Chips und Prozessoren der nächsten Generation von AMD in seiner Cloud-Plattform Azure nutzen. Microsoft stiegen um 2,2 Prozent. AMC Entertainment schossen um 26,8 Prozent nach oben, nachdem die Ergebnisse und der Umsatz der Kinokette die Erwartungen der Analysten übertroffen hatten. Paramount Skydance verloren 2,1 und Warner Bros. Discovery 3,8 Prozent, nachdem ein Richter die 81 Milliarden Dollar schwere Fusion der beiden Unternehmen vorübergehend blockiert hatte.

US-ANLEIHEN

Rendite +/-

2 Jahre 4,21 +0,04

10 Jahre 4,60 +0,06

Am Anleihemarkt stiegen dien Renditen deutlicher. Teilnehmer verwiesen auf den jüngst wieder gestiegenen Ölpreis, der Inflationssorgen schüre und damit Zinserhöhungssepkulationen.

DEVISEN

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mo, 9:30 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1418 +0,0 1,1414 1,1442 -2,8

EUR/JPY 185,56 +0,1 185,46 185,81 +0,9

EUR/GBP 0,8493 -0,1 0,8497 0,8493 -2,6

USD/JPY 162,48 -0,0 162,49 162,39 +3,7

USD/KRW 1.472,10 -0,2 1.475,55 1.480,30 +2,2

USD/CNY 6,7654 -0,0 6,7668 6,7706 -3,3

USD/CNH 6,7658 -0,0 6,7684 6,7720 -3,0

USD/HKD 7,8408 0,0 7,8407 7,8401 +0,8

AUD/USD 0,7007 +0,2 0,6994 0,6997 +5,0

NZD/USD 0,5861 +0,4 0,5837 0,5856 +1,8

BTC/USD 65.554,11 +0,3 65.333,63 64.091,96 -25,2

Beim Dollar ging es einmal mehr ruhig zu. Gestützt von steigenden Anleiherenditen legte er leicht zu. Der Euro kam auf 1,1414 Dollar zurück.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.059,58 +1,3 53,87 4.005,71

Silber 57,98 +2,8 1,57 56,42

Platin 1.615,80 +1,4 21,80 1.594,00

Der Goldpreis zeigte sich im US-Handel zuletzt mit 4.006 Dollar kaum verändert. "Die jüngste Entwicklung deutet darauf hin, dass die Sorgen über längerfristig höhere Zinsen die traditionelle Anziehungskraft von Gold als sicherer Hafen aufwiegen, wodurch Gold trotz eskalierender geopolitischer Risiken weitgehend in einer engen Handelsspanne verharrt", meinte Soojin Kim von MUFG.

ÖL

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 82,84 -0,5 -0,39 83,23

Brent/ICE 88,68 -0,6 -0,54 89,22

Die Ölpreise stiegen zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Anfang Juni, kamen aber von den Tageshochs wieder zurück, nachdem der Iran mitgeteilt hatte, dass er weiter den diplomatischen Weg verfolge und Vorschläge von Vermittlern erhalten habe. Das nährte die Hoffnung auf eine Deeskalation des Konflikts. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent kostete zuletzt knapp 1 Prozent mehr knapp 89 Dollar, nachdem es zwischenzeitlich über 90 Dollar waren.

+++++ MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR +++++

IRAN-KRIEG

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 21, 2026 01:41 ET (05:41 GMT)

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Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 14’967.02 19.32 SGBJ3U
Short 15’243.84 13.95 SMYBKU
Short 15’859.48 8.69 SG5BQU
SMI-Kurs: 14’315.88 22.07.2026 17:31:44
Long 13’771.37 19.59 SGBRFU
Long 13’464.67 13.75 SJB42U
Long 12’889.08 8.88 SXEBDU
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