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Geändert am: 22.07.2026 22:02:51

Berichtssaison nimmt Fahrt auf: SMI und DAX schlussendlich fester -- US-Börsen letztlich uneins -- Asiens Börsen schliessen mit Verlusten

Am heimischen sowie am deutschen Aktienmarkt waren am Mittwoch Aufschläge zu sehen. An den US-Börsen war keine klare Richtung auszumachen. Die Märkte in Asien zeigten sich zur Wochenmitte mehrheitlich tiefer.

SCHWEIZ

Der Schweizer Leitindex zeigte sich am Mittwoch freundlich.

Der SMI konnte nach einem negativen Start im weiteren Handelsverlauf ins Plus drehen und schloss 0,12 Prozent fester bei 14'315,88 Punkten.
Die Nebenwertindizes SPI (Schluss: -0,02 Prozent bei 20'091,25 Punkten) und SLI (Schluss: -0,24 Prozent bei 2'280,37 Punkten) zeigten sich hingegen mit leicht negativer Tendenz.

Am Schweizer Aktienmarkt hat sich die Stimmung aufgehellt - trotz einem weiter ansteigenden Ölpreis. Die positive Stimmung an den US-Börsen vom Vorabend überdecke das, meinten Marktteilnehmer.

Die Lage im Nahen Osten hat sich derweil in den vergangenen Stunden wieder verschlechtert. "Nach der Strasse von Hormus könnten nun auch andere Seewege in der Region zu einer Gefahr für Schiffe und ihre Besatzung werden", meinte ein Händler. Zwei Öltanker aus Saudi-Arabien hätten auf ihrer Route durch das Rote Meer bereits umkehren müssen.

Daneben ist das Zoll-Thema definitiv zurück. US-Präsident Donald Trump kündigte in der Nacht Zölle in der Höhe von 100 Prozent auf die Einfuhr von Generika in die USA ab August 2028 an. Die Massnahme zielt seiner Aussage nach darauf ab, die Produktion von Arzneimitteln wieder in die USA zu verlagern. In den nächsten Tagen wird mit weiteren Zollankündigungen gerechnet, die erneut auch die Schweiz treffen könnten.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Mittwoch fester.

Der DAX konnte nach einer stabilen Eröffnung zulegen und beendete den Handelstag mit einem Zuwachs von 0,58 Prozent bei 25'155,41 Punkten.

Die Fahrt aufnehmende Berichtssaison rückt immer mehr in den Anlegerfokus. An neue US-Angriffswellen auf den Iran und die höheren Ölpreise gewöhnen sich die Anleger allmählich und lenken ihre Aufmerksamkeit wieder stärker auf die Berichtssaison, die am Mittwoch einige Hochkaräter zu bieten hat. In Europa konzentrierte sich dies am Morgen noch auf Banken wie Santander, doch nach dem Frankfurter Börsenschluss berichtet dann die Deutsche Börse.

Besonders dürfte aber spät am Abend in die Vereinigten Staaten geblickt werden, wo die Berichtssaison nach dem Handelsende mit den grossen Tech-Unternehmen Tesla und Alphabet aufwarten kann. Von IBM gibt es zudem detaillierte Geschäftszahlen.

WALL STREET

An der Wall Street hielten sich die Anleger zur Wochenmitte zurück.

Der Dow Jones Industrial begann den Handelstag knapp im Plus. Zeitweise weitete er seine Gewinne aus, bevor er im Verlauf wieder an seinen Vortagesschluss zurück fiel und marginale 0,01 Prozent tiefer bei 52'219,35 Punkten in den Feierabend ging.
Der technologielastige NASDAQ Composite gab zur Startglocke nach und verbuchte auch im weiteren Verlauf Verluste. Er beendete die Sitzung 0,57 Prozent schwächer bei 25'690,90 Zählern.

Marktteilnehmer sprachen von Zurückhaltung im Vorfeld der anstehenden wichtigen Quartalszahlen aus dem Technologiesektor. Nach US-Börsenschluss werden unter anderem die Google-Mutter Alphabet, IBM, Tesla und Texas Instruments ihre Quartalszahlen vorlegen.

"Investoren kehren vor den wichtigen Quartalszahlen wieder zu KI-Titeln zurück, wobei Alphabet der nächste wichtige Test für die Investitionsbereitschaft und die Monetarisierung von Cloud bzw. KI ist", hiess es von der Tickmill Group. "Der Markt braucht keine Perfektion, aber er braucht den Beweis, dass die Ausgabenabsichten intakt bleiben und die Nachfrage nach KI-Infrastruktur nicht nachlässt."

Belastend wirkte die weitere Eskalation im Iran-Krieg, wo die Angriffe der USA und des Iran weitergehen. Laut US-Aussenminister Marco Rubio meint es der Iran mit Friedensgesprächen nicht ernst. Dies trieb die Ölpreise weiter nach oben. Der Anstieg der Ölpreise sowie der Erdgas- und anderer Rohstoffpreise habe die kurzfristigen Inflationserwartungen angehoben, so die Deutsche Bank. "Dies führt dazu, dass Anleger mehr Zinserhöhungen der Federal Reserve einpreisen und sogar wieder über eine mögliche Zinserhöhung in der nächsten Woche spekuliert wird", so die Analysten.

ASIEN

In Fernost schlossen die Märkte zur Wochenmitte schwächer.

Der Nikkei 225 rutschte am Ende ins Minus und schloss 0,18 Prozent tiefer bei 66'115,60 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland gab das Börsenbarometer Shanghai Composite seine Gewinne nahezu vollständig ab, am Ende stand ein marginales Plus von 0,07 Prozent bei 3'867,03 Punkten an der Tafel.

In Hongkong waren Verluste zu sehen: Der Hang Seng gab schlussendlich 0,95 Prozent auf 24'892,66 Punkte nach.

Die Märkte folgten damit doch nicht der Erholung an der Wall Street vom Vorabend. Anleger schüttelten die Sorgen über weiter steigende Ölpreise und die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten vorerst ab. Treibende Kraft war vor allem der Optimismus im Technologiesektor.

Der Markt blickt nun gespannt auf die anstehenden Zahlen der US-Schwergewichte Alphabet und Tesla. Die Ergebnisse gelten als wichtiger Gradmesser dafür, wie nachhaltig die Ausgaben für KI, Cloud-Dienste und Unternehmensinvestitionen tatsächlich sind.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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22.07.26 Erzeugerpreisindex - Output n.s.a (Jahr)
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