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24.08.2026 07:43:40

MORNING BRIEFING - USA/Asien

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Kanada hat mit Vergeltungszöllen in Höhe von 50 Prozent auf die von den USA zuvor verhängten Importzölle reagiert. Der kanadische Premierminister Mark Carney kündigte an, dass sein Land "Dollar-für-Dollar"-Zölle auf US-Waren erheben werde. Er reagierte damit auf einen entsprechenden Schritt seines Nachbarlandes, das Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar verhängt hatte - eine Massnahme, mit der die US-Administration auf das Scheitern der Handelsgespräche zwischen den beiden Ländern am Freitag reagiert hatte. Carney erklärte, die Zölle würden ab dem 8. September, dem Dienstag nach dem Labor Day, in Kraft treten und sich auf Sektoren wie Stahl, Milchprodukte, Papier, Elektronik, Haushaltsgeräte und landwirtschaftliche Maschinen konzentrieren. Man habe Anfang der Woche geglaubt, auf gutem Weg zu einer für beide Seiten vorteilhaften Einigung zu sein. Dann aber hätten die USA zuletzt neue Bedingungen ins Spiel gebracht, "die unwirtschaftlich und unfair waren und den Netto-Nutzen für Kanada untergraben hätten", so Carney. "Kurz gesagt, sie haben zu viel verlangt und zu wenig geboten", fügte der Regierungschef hinzu.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

Es stehen keine wichtigen Termine auf der Agenda.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

-US

14:30 Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) Juli

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

Index zuletzt +/- %

E-Mini-Future S&P-500 7.682,00 -0,1

E-Mini-Future Nasdaq-100 29.264,50 -0,4

S&P/ASX 200 (Sydney) 9.095,60 +0,4

Topix-500 (Tokio) 4.079,32 +0,3

Kospi (Seoul) 6.703,97 -3,0

Shanghai-Composite 3.869,82 -0,9

Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.490,39 -2,0

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Zum Start in die neue Woche dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien negative Vorzeichen. Anleger trennen sich vor allem von Technologiewerten, getrieben von neuen Zweifeln an der Tragfähigkeit der massiven KI-Investitionen. Auslöser ist eine massive Kapitalerhöhung durch Alibaba. Positive Vorgaben der US-Börsen vom späten Freitag verpuffen, nachdem sich der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada über das Wochenende verschärft hat. Eine Einigung scheiterte in letzter Minute. Alibaba stürzen um 9,7 Prozent ab, nachdem das Unternehmen eine Kapitalerhöhung im Volumen von 10,2 Milliarden Dollar angekündigt hat. Der Erlös soll in KI-Investitionen fliessen. Der Kurs des KI-Unternehmens Minimax sackt um 9,3 Prozent ab. Im übrigen Technologiesektor fallen Tencent um 3,8 und Meituan um 3 Prozent. In Seoul belasten die beiden Chipschwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics den Leitinndex mit Verlusten von 3,1 und 9,2 Prozent. Das kräftige Minus von Samsung erklären Marktteilnehmer damit, dass der am Freitag angekündigte Aktienrückkauf die Erwartungen verfehlt habe. Auch in Tokio stossen Anleger Technologiewerte ab. Kioxia büssen 5,7 Prozent ein und Advantest 2 Prozent. Die Börse im australischen Sydney stemmt sich gegen die negative Tendenz in der Region und folgt einmal mehr der US-Vorgabe. Stützend wirken Kursgewinne im Rohstoffsektor, der wiederum von der jüngsten Erholung der Edelmetallpreise profitiert. BHP verbessern sich um 3,1 Prozent, Evolution Mining um 1,8 Prozent und Newmont um 2,5 Prozent.

WALL STREET

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 53.277,01 +1,0 +517,80 52.759,21

S&P-500 7.674,37 +0,4 +33,21 7.641,16

NASDAQ Comp 26.180,46 +0,4 +113,29 26.067,17

NASDAQ 100 29.308,86 +0,3 +95,69 29.213,16

Umsatzdaten

Freitag Donnerstag

Umsatz NYSE (Aktien) 1,16 Mrd 1,05 Mrd

Gewinner 1.665 931

Verlierer 1.078 1.821

Unverändert 89 84

Etwas fester - Teilnehmer sprachen von einer Erholung nach dem Rücksetzer tags zuvor. Dass sie eher verhalten ausfiel, dafür sorgten die weiter steigenden Renditen am US-Anleihemarkt. Die jüngste Ankündigung des US-Finanzministeriums, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen, sorgte somit zunächst nur kurz für Entspannung. Einen positiven Impuls lieferten neue US-Einkaufsmanagerindizes. Der Sammelindex stieg auf 56 von 54,5 im Juli und entfernte sich weiter nach oben weg von der Expansion anzeigenden Schwelle von 50. Ross Stores legten 4,4 Prozent zu. Das Einzelhandelsunternehmen hatte die Prognose für das Gesamtjahr aufgrund einer höheren Nachfrage von neuen und bestehenden Kunden angehoben. Auch die Ergebnisse für das zweite Quartal fielen besser als erwartet aus. Für die Aktien von Krypto-Handelsplattformen ging es erneut nach oben, nachdem US-Präsident Trump den Kongress zuletzt aufgefordert hatte, ein Kryptowährungsgesetz zu verabschieden. Der Bitcoin stieg um 6 Prozent auf über 77.000 Dollar und verzeichnete damit die beste Wochenperformance seit mehr als zwei Jahren. Coinbase stiegen um 8,2, Robinhood um 13,7 und Strategy um 6,1 Prozent.

USA - ANLEIHEN

Rendite +/-

2 Jahre 4,24 +0,04

5 Jahre 4,42 +0,03

10 Jahre 4,73 +0,04

Die Renditen am Anleihemarkt legten weiter zu angesichts von Zweifeln über den dauerhaften Erfolg der Ankündigung des US-Finanzministeriums, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen. Schon am Vortag hatten die Renditen ihre Rückgänge nach der Ankündigung wieder aufgeholt. Die Renditen hielten sich insgesamt in der Nähe ihrer höchsten Stände seit über einem Jahrzehnt.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 09:05 % YTD

EUR/USD 1,1677 -0,0 1,1679 1,1697 -0,6

EUR/JPY 185,62 +0,0 185,59 185,82 +0,9

EUR/GBP 0,8559 +0,0 0,8556 0,8569 -1,8

USD/JPY 158,94 +0,0 158,93 158,84 +1,5

USD/KRW 1.378,40 -0,5 1.385,80 1.385,70 -4,3

USD/CNY 6,7230 +0,0 6,7210 6,7207 -3,9

USD/CNH 6,7233 +0,1 6,7193 6,7184 -3,6

USD/HKD 7,8379 -0,0 7,8399 7,8408 +0,7

AUD/USD 0,7165 -0,1 0,7169 0,7146 +7,4

NZD/USD 0,5970 -0,1 0,5974 0,5969 +3,7

BTC/USD 77.113,98 -0,4 77.404,95 75.688,54 -12,1

Der Dollar fiel gegenüber einem Währungskorb auf den niedrigsten Stand seit Mai. Belastend wirkte die Überlegung, dass das Anleiherückkaufprogramm des US-Finanzministeriums auf umfassendere Sorgen über die Haushaltslage der USA hindeutet. Der Euro kostete zuletzt im US-Handel rund 1,1680 Dollar. Dass Washington sich für einen Rückkauf langfristiger Schuldtitel entschieden habe, anstatt seinen fiskalischen Kurs zu ändern und das Schuldenwachstum zu verlangsamen, und dabei zunehmend Druck auf die Politik der US-Notenbank ausübe, werde den bereits bestehenden "De-Dollarisierungs-Trade" wahrscheinlich nur noch verstärken, meinte Ipek Ozkardeskaya, Senior-Analystin bei Swissquote. Auch die Erwartung, dass die US-Notenbank die Leitzinsen kurzfristig unverändert lassen dürfte, habe den Dollar belastet, hiess es.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.633,62 +0,7 31,01 4.602,61

Silber 68,73 -0,3 -0,24 68,97

Platin 1.876,83 -0,1 -0,95 1.877,7

Der Goldpreis baute trotz steigender Anleiherenditen seine jüngsten Gewinne weiter aus. Die Feinunze legte um 2,0 Prozent auf 4.606 Dollar zu. Stützend wirkten den schwächere Dollar und die allgemeine Erwartung, dass die US-Notenbank zunächst die Zinsen nicht anheben dürfte.

ÖL

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 85,60 -1,7 -1,46 87,06

Brent/ICE 92,95 -1,5 -1,44 94,39

Der Ölpreis setzte seine fünftägige Gewinnserie fort, nachdem US-Präsident Trump den Fokus eher auf maximalen wirtschaftlichen Druck auf den Iran als auf militärische Massnahmen verlagert hatte. Diese Strategie erhöht nach Ansicht von Analysten das Risiko eines langwierigen Konflikts und einer andauernden Störung des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus. Im Durchschnitt passierten täglich nur 10 bis 20 Schiffe die Meerenge, verglichen mit etwa 130 vor dem Krieg. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent stieg zum Settlement um 0,7 Prozent auf 94,39 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG, 20.00 UHR +++++

INNENPOLITIK USA

Über die Investmentkonten von US-Präsident Donald Trump wurden auch im Juni aktiv mit Einzelaktien gehandelt. Laut Angaben der US-Regierung fanden mehr als 1.000 Transaktionen statt. Das Weisse Haus erklärte am Samstag, der Präsident habe keinerlei Einfluss auf den Handel. Er werde von unabhängigen Managern durchgeführt. Diese nutzten Computermodelle, um Aktienindizes automatisch nachzubilden.

ALIBABA

will sich via Kapitalerhöhung 10,2 Milliarden Dollar beschaffen, um in künstliche Intelligenz zu investieren. Dazu sollen 710 Millionen Aktien an Investoren ausserhalb der USA zu einem Preis von jeweils 112,70 Hongkong-Dollar ausgegeben werden. Das entspricht einem deutlichen Abschlag gegenüber dem Schlusskurs der Aktie am Freitag von 123,00 Hongkong-Dollar.

DEERE

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 24, 2026 01:44 ET (05:44 GMT)

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