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08.01.2026 21:39:00
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NVIDIA-Aktie im Blick: Wird das Langfristpotenzial von Analysten unterschätzt?
Trotz zahlreicher Analystenupgrades könnten die Konsensschätzungen für NVIDIA zu konservativ sein. Mehrere Faktoren deuten an, dass das Langzeitpotenzial noch nicht ausgeschöpft wurde.
• Rund 150 Milliarden US-Dollar davon wurden bereits ausgeliefert
• Partnerschaften mit OpenAI und Anthropic bieten zusätzliches Aufwärtspotenzial
Rekord-Auftragslage mit 500 Milliarden US-Dollar Sichtbarkeit
NVIDIA verfügt über eine aussergewöhnlich hohe Auftragssichtbarkeit von 500 Milliarden US-Dollar für seine Blackwell- und Rubin-Systeme für die Kalenderjahre 2025 und 2026. Davon wurden bereits rund 150 Milliarden US-Dollar ausgeliefert. Wie aus einem Bericht des Finanzportals The Motley Fool vom 16. Dezember 2025 hervorgeht, haben Analysten der Bank of America diese Nachfrage- und Angebotssichtbarkeit bestätigt. Die Partnerschaften mit OpenAI und Anthropic stellen dabei zusätzliches Aufwärtspotenzial dar, das über diese Basis hinausgeht.
Zusätzlich hat NVIDIA weitere Grossaufträge gesichert, die das Auftragsvolumen über die 500-Milliarden-Marke hinaus erhöhen könnten. Dazu zählt eine erweiterte Partnerschaft mit HUMAIN, dem KI-Unternehmen des saudischen Staatsfonds, für die Bereitstellung von 400'000 bis 600'000 GPUs in den kommenden drei Jahren. Auch die Zusammenarbeit mit Anthropic zur Bereitstellung der GPU-Infrastruktur für das Training der nächsten Generation von KI-Modellen - mit bis zu einem Gigawatt Rechenkapazität - fällt in diese Kategorie.
Aggressiver Produktzyklus als Wachstumstreiber
Ein wesentlicher Faktor, den Analysten möglicherweise unterschätzen, ist NVIDIAs beschleunigter Produktzyklus. Das Unternehmen aktualisiert seine GPU-Architektur mittlerweile alle 12 bis 18 Monate und verspricht künftig sogar einen jährlichen Produktzyklus. Nach den bereits eingeführten Blackwell- und Blackwell-Ultra-Systemen plant NVIDIA die Einführung von Rubin im Jahr 2026, Rubin Ultra im Jahr 2027 und Feynman bis 2028.
Durch die kontinuierlichen Verbesserungen bei Leistung und Kosteneffizienz hat NVIDIA den globalen Erneuerungszyklus für Chips beschleunigt. Kunden bevorzugen zunehmend NVIDIAs GPUs gegenüber massgeschneiderten Siliziumalternativen, die typischerweise einem langsameren Drei- bis Fünf-Jahres-Zyklus folgen. Dieser beschleunigte Nachfrageeffekt könnte in den aktuellen Umsatzschätzungen der Analysten noch nicht vollständig berücksichtigt sein.
Konservative Schätzungen trotz klarer Marktchancen
Die Konsensumsatzschätzungen der Analysten erscheinen angesichts der Auftragslage konservativ. NVIDIA erwartet, dass der jährliche KI-Infrastrukturmarkt bis 2030 ein Volumen von 3 bis 4 Billionen US-Dollar erreichen wird. Bei einem geschätzten Marktanteil von 20 bis 25 Prozent könnte NVIDIAs Jahresumsatz bis Ende des Jahrzehnts zwischen 600 Milliarden und einer Billion US-Dollar liegen - deutlich über den aktuellen Analystenerwartungen von rund 555 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2031.
Hinzu kommt die potenzielle Wiedereröffnung des chinesischen Marktes. Die US-Regierung hat NVIDIA grünes Licht für den Verkauf der fortschrittlichen H200-Chips nach China gegeben - wenngleich 25 Prozent des Umsatzes an das US-Finanzministerium abgeführt werden müssen. Wells Fargo-Analyst Aaron Rakers erwartet, dass diese Regelung NVIDIAs Jahresumsatz um 25 bis 30 Milliarden US-Dollar steigern könnte. Der chinesische Markt hatte einst 20 bis 25 Prozent von NVIDIAs gesamtem Rechenzentrumsumsatz ausgemacht.
D. Maier / Redaktion finanzen.ch
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