| Trading Signals |
08.10.2026 13:45:00
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ABB: Vorfreude ist die schönste Freude
Die Aktie des Industriekonzerns macht sich daran, eine kurzfristige Konsolidierungsphase abzuschliessen. Mit Blick auf die anstehenden Zahlenvorlage könnten sich bei ABB eine Chance auf der Long-Seite bieten.
Die verschiedenen Produkte, als Herzstück bezeichnet ABB eine „fortschrittliche Festkörpertransformator-Technologie“, sollen die Energieeffizienz steigern und den Platzbedarf reduzieren. Gleichzeitig vertieft der Konzern die vor einem Jahr angekündigte Kooperation mit Nvidia. Im Duett mit dem Halbleiterhersteller möchte ABB eine Stromversorgung für KI-Rechenzentren im Gigawatt-Massstab entwickeln.
Transatlantische Diskrepanz
An der Börse konnte der heimische Industriekonzern zuletzt nicht mit dem Wall Street-Giganten Schritt halten. Nvidia hat die über den Sommer aufgekommenen Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms abgeschüttelt und ein neues Allzeithoch erreicht. Derweil trennt die ABB-Aktie gut ein Zehntel von dem im Juni erreichten Rekordkurs. Immerhin hat sich der SMI-Titel zuletzt daran gemacht, den kurzfristigen Abwärtstrend zu attackieren.
Neben dem wieder laufenden „KI-Trade“ spricht die anstehenden Zahlenvorlage für einen Ausbruch nach oben. Am 19. Oktober präsentiert ABB den Zwischenbericht für das dritte Quartal 2026. Dann dürfte der Konzern einmal mehr unter Beweis stellen, wie stark ihm die globalen Investitionen in Elektrifizierung und Automatisierung in die Hände spielen. Für den Zeitraum April bis Juni konnten die Zürcher rekordhohe Umsätze und Auftragseingänge verbuchen. Besonders stark brummte das Geschäft in Amerika, der Herzkammer des KI-Booms. In der Verkaufsregion nahmen die Bestellungen um mehr als die Hälfte zu.
Kein Schnäppchen
Natürlich liegt die Latte für ABB mittlerweile hoch. Das gilt umso mehr, da die Aktie kein Schnäppchen mehr ist. Sei es die Relation des Börsenwertes zum Umsatz, operativen Ergebnis (Ebitda und Ebita) oder dem Nettogewinn: Laut Kepler Cheuvreux handelt der Large Cap „nahe dem oberen Bereich der historischen Bewertungsbandbreiten“. Nichtsdestotrotz könnte die „Vorfreude“ auf den Zwischenbericht zusammen mit einem starken Zahlenkranz die Aktie auf neue Höhe befördern. Der Konsens rechnet für das dritte Quartal mit einer ähnlichen Gangart, wie in der Vorperiode. Beim Auftragseingang erwarten Analysten im Schnitt ein organisches Wachstum von 27 Prozent, während sie beim Umsatz eine Steigerung um 13.6 Prozent unterstellen. ABB selbst stellt für die Erlöse ein Wachstum im unteren bis mittleren „Teens-Bereich“ gegenüber dem Vorjahr in Aussicht gestellt. Für die EBITA-Marge prognostizierte das Management eine Erhöhung relativ zum zweiten Quartal. Mit 20.7 Prozent liegt die vom Markt erwartete Marge um 50 Basispunkte über dem für April bis Juni gemeldeten Wert. Kurzum: Der Konsens klingt keinesfalls utopisch.
Kurzfristiger Trade
Mit dem Long Mini-Future können Trader eine kurzfristige Positionierung eingehen und auf den Ausbruch nach oben setzen. Die Société Générale preist in dieses Produkt aktuell einen Hebel von 4.9 ein. Mit 65.67 Franken liegt die Knock-out-Schwelle knapp 17 Prozent unter dem ABB-Kurs. Zwar müsste der Basiswert auf das Niveau von Anfang April zurückfallen, damit es zum „K.O.“ kommt. Solange sollten Anleger aber nicht warten, falls sich der vorgestellte Trade als „Fehlsignal“ entpuppt.
| Trading Idee ABB | |
|---|---|
| Basiswert | ABB |
| Produktgattung | Long Mini-Future |
| Investmentrichtung | Long |
| Emittent | Société Générale |
| ISIN / Valor | DE000FE3QMY3 / 154421182 |
| Laufzeit | Open End |
| Stand | 08.10.26 09:10 Uhr |
| Kurs Hebelprodukt | 1.60 Franken |
| Basispreis variabel | 63.1287 Franken |
| Knock-out-Schwelle | 65.67 Franken |
| Hebel | 4.935 |
| Abstand zum Knock-out | 16.77% |
| Stop-Loss | 1.10 Franken |
| Ziel | 2.25 Franken (40%) |
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