| Trading Signals |
03.09.2026 10:15:38
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Trading Signals: Komax: Ein besonderer Monat
Der Maschinenbauer hat im August starke Zahlen vorgelegt und einen neuen CEO gefunden. An der Börse gönnt sich Komax nach einer geschichtsträchtigen Rallye eine Pause – schon bald könnte der nächste Schub nach oben anstehen.
Nach dem Zusammenschluss mit der Schleuniger AG vor vier Jahren hatte sich Komax ehrgeizige Ziele gesetzt, die das Management später verschieben und letztlich begraben musste. Neben dem dadurch verursachten Vertrauensverlust machten die maue Autokonjunktur sowie der starke Franken dem Spezialisten für eine automatisierte Kabelbe- und verarbeitung zu schaffen. Die Neuausrichtung läuft, sie führte im April zum überraschenden Abgang des langjährigen CEOs Matijas Meyer.
Klare Jobbeschreibung
Ein Nachfolger ist gefunden. Im ersten Quartal 2027 wird Roger Albrecht den Chefsessel übernehmen. Der diplomierte Betriebsökonom mit einem Masterabschluss in Accounting und Finance der Universität St.Gallen wechselt vom Textilmaschinenhersteller Rieter aus Winterthur in den Kanton Luzern. Der Auftrag ist klar. „Wir sind überzeugt, dass er die eingeleitete Neuausrichtung der Komax Gruppe mit grosser Energie gezielt vorantreiben wird“, kommentierte Verwaltungsratspräsident und Interims-CEO Andreas Häberli die Personalie. Unter anderem soll der neue Chef die richtigen Antworten auf den harten Konkurrenzdruck aus China finden.
Die Meldung zur erfolgreichen Stellenbesetzung bildet den Abschluss eines für Komax speziellen Monats. Am 13. August hatte das Unternehmen die Ergebnisse für das erste Semester 2026 und einen Beleg für die operativen Fortschritte präsentiert. Für Aufsehen sorgte vor allem der Auftragseingang: Von Januar bis Juni 2026 nahm Komax Bestellungen in einem Wert von 311 Millionen Schweizer Franken entgegen. Das waren 12.2 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Vor allem in Nordamerika waren die Anlagen, mit denen sich beispielsweise Schaltkästen automatisch verkabeln lassen, gefragt. Komax profitiert hier vom rasanten Ausbau der Rechenzentrums-Infrastruktur.
Weniger Autos, mehr KI
Insofern hilft der Megatrend KI dem Unternehmen dabei, die Abhängigkeit von der schwächelnden Automobilindustrie zu reduzieren. Zwar entfielen im ersten Semester 57 Prozent der Umsätze auf das Kerngeschäft. In den ersten sechs Monaten 2024 lag der Anteil allerdings noch bei mehr als zwei Dritteln. Das Management möchte den Trend fortsetzen und sieht neben dem Bereich Rechenzentren beispielsweise auch in der Robotik oder der Verteidigungsindustrie Wachstumschancen.
Deutliche Fortschritte hat Komax auch bei der Profitabilität gemacht. Die operative Marge (Stufe angepasstes Ebit) lag im ersten Semester mit 6.1 Prozent um 340 Basispunkte über dem Wert der ersten sechs Monate 2025. Während hier Kostensenkungen halfen, hat der starke Franken eine noch deutlichere Verbesserung verhindert. Negative Wechselkurseffekte schmälerten die Marge um 1.6 Prozentpunkte.
Gesunde Verschnaufpause
Die Börse war dennoch begeistert. Nach der Zahlenvorlage verteuerte sich die Komax-Aktie innert drei Tagen um bis zu knapp 38 Prozent. Wenig überraschend muss der Nebenwert diese Avancen erst einmal „verdauen“. Seit etwa zwei Wochen konsolidiert er im Bereich von 75 Schweizer Franken. Es könnte durchaus sein, dass die Verschnaufpause weitergeht und Komax die Unterstützung im Bereich von 70 Franken testet. Sofern die allgemeine Börsenstimmung nicht total wegbricht respektive der nach wie vor glimmende „KI Trade“ erlischt, ist eine Fortsetzung der Aufholjagd realistisch.
Bei den Analysten hat Komex jedenfalls neue Anhänger gefunden. Kepler Cheuvreux stufte die Aktie nach der Zahlenpublikation auf „Kaufen“ hoch. Dem Researchaus zufolge hat das Unternehmen den Tiefpunkt des laufenden Zyklus erreicht. Gleichzeitig spräche die Neuausrichtung für höhere Margen und einen stärkeren Cashflow. Als Kursziel nennt Kepler Cheuvreux 90 Franken. Kurzfristig betrachtet bietet das Verlaufshoch bei 83.50 Franken eine vernünftige Orientierungsmarke. Mit dem Long Mini-Future können Trader auf das erneute Erreichen dieses Niveaus setzen. Das Produkt zeigt aktuell einen Hebel von 5.5. Mit 63.10 Franken liegt der Stop Loss nur knapp über dem jüngsten Ausbruchsniveau. Kurzum: Sollte der Rebound kollabieren, drohen hohe Verluste.
| Trading Idee Komax Holding | |
|---|---|
| Basiswert | Komax Holding |
| Produktgattung | Long Mini-Future |
| Investmentrichtung | Long |
| Emittent | Leonteq |
| ISIN / Valor | CH1591962977 / 159196297 |
| Laufzeit | Open End |
| Stand | 03.09.26 09:30 Uhr |
| Kurs Hebelprodukt | 0.67 Franken |
| Basispreis variabel | 60.099 Franken |
| Knock-out-Schwelle | 63.1039 Franken |
| Hebel | 5.53 |
| Abstand zum Kock-out | 13.38% |
| Stop-Loss | 0.40 Franken |
| Ziel | 1.00 Franken (49%) |
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