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ETF-Basics 19.12.2025 21:03:00

Geldmarkt-ETFs: Funktionsweise, Chancen und Risiken

Geldmarkt-ETFs: Funktionsweise, Chancen und Risiken

Geldmarkt-ETFs sind seit der Zinswende 2022 eine gefragte Alternative zu Sparkonten - günstig, transparent und auch für Einsteiger leicht zugänglich. Dennoch gilt es, einige Punkte zu beachten.

• Geldmarkt-ETFs bilden passiv kurzfristige Geldmarktzinsen wie den SARON ab • Die jährlichen Kosten liegen meist zwischen 0,1 und 0,2 Prozent • Anders als bei Sparkonten greift keine gesetzliche Einlagensicherung

Was sind Geldmarkt-ETFs und wie funktionieren sie?

Ein Geldmarktfonds investiert in sogenannte Geldmarktinstrumente - also kurzfristige Kredite und Schuldverschreibungen zwischen Banken, Unternehmen und Staaten. Wie in der EU-Geldmarktverordnung festgelegt, dürfen echte Geldmarktfonds der EU-Definition nach nur in kurzfristige, hochliquide und qualitativ hochwertige Wertpapiere investieren, wobei die Laufzeit maximal 397 Tage betragen darf.

Der wesentliche Unterschied zwischen aktiven und passiven Geldmarktfonds liegt im Managementansatz. Während bei aktiven Fonds ein Fondsmanager die Anlageentscheidungen trifft, bilden Geldmarkt-ETFs passiv einen Index ab, der die tägliche Entwicklung eines kurzfristigen Referenzzinssatzes wie des SARON (Swiss Average Rate Overnight) widerspiegelt. Geldmarkt-ETFs können dabei im Gegensatz zu aktiv verwalteten Geldmarktfonds an der Börse gehandelt werden und so ohne Ausgabeaufschlag erworben werden.

Vorteile gegenüber Sparkonten - und worauf Einsteiger achten sollten

Geldmarkt-ETFs sind dabei eine attraktive Alternative zu klassischen Sparkonten, da sie ähnliche Vorteile wie hohe Liquidität bieten, aber oft eine höhere Rendite erzielen können - zudem entfällt die Notwendigkeit, regelmässig nach den besten Zinsangeboten zu suchen. Da die Zinserträge direkt in den ETF fliessen, wird der Marktzins nahezu eins zu eins abgebildet und Zinsänderungen wirken sich zeitnah aus.

Für Einsteiger gibt es dennoch wichtige Punkte zu beachten: Bei Sparkonten schützt in der Schweiz das Einlagensicherungssystem esisuisse Guthaben bis zu 100’000 Franken pro Kunde und Bank. Bei Geldmarkt-ETFs greift diese Einlagensicherung nicht, da es sich um Wertpapiere handelt. Allerdings gelten für ETFs die Schutzregelungen des UCITS-Fondsvermögens, was sie auch für grössere Anlagesummen interessant macht.

Praktische Tipps für den Einstieg

Für den Kauf eines Geldmarkt-ETFs benötigt man ein Wertschriftendepot bei einer Bank oder einem Online-Broker. Die jährlichen laufenden Kosten sind bei Geldmarkt-ETFs überschaubar und bewegen sich in der Regel zwischen 0,1 und 0,2 Prozent. Vor diesem Hintergrund sollte man bei der Auswahl die Kosten des Fonds im Blick behalten sowie die historische Wertentwicklung als ersten Anhaltspunkt zur Stabilität des Fonds prüfen.

Zudem sollten Einsteiger auf die Währung des Fonds achten: Bei Fonds in Fremdwährung trägt man das Wechselkursrisiko, was die Rendite sowohl steigern als auch schmälern kann. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, wählt einen Geldmarkt-ETF, der ausschliesslich in Schweizer Franken investiert. Geldmarkt-ETFs bieten zudem eine breite Streuung über viele kurzfristige Wertpapiere verschiedener Emittenten, was das Klumpenrisiko einer einzelnen Bankeinlage reduziert. Einen separaten Notgroschen für ungeplante Ausgaben sollte man jedoch weiterhin auf einem Sparkonto halten.

Redaktion finanzen.ch

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