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Goldpreis im Fokus 16.05.2024 03:59:24

Gold bei 3'000 Dollar? Was das gelbe Edelmetall antreibt

Gold bei 3'000 Dollar? Was das gelbe Edelmetall antreibt

Steigt der Goldpreis bald auf 3'000 Dollar die Feinunze? Dieses noch fast unglaubliche Kursziel wird von Analysten der US-Bank Citigroup derzeit in die Diskussion um die weiteren Perspektiven des Edelmetalls eingebracht.

Goldpreis
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Und schaut man sich die Treiber der mittlerweile schon seit sieben Monaten andauernden letzten Etappe der Rally an, scheint dieses Niveau durchaus möglich, wobei schon die Performance der letzten anderthalb Jahre für viele eine Überraschung war.

Denn in einem Umfeld mit steigenden Zinsen verliert Gold im Normalfall an Attraktivität, da es nach wie vor als wertaufbewahrend gilt und nicht als eine renditetragende Vermögensanlage. Was dem Preis des Edelmetalls allerdings in den vergangenen Monaten half, war einerseits die Unsicherheit der Märkte über die weitere Zinspolitik der Notenbanken - und hier insbesondere der US-Notenbank Fed - und andererseits die angespannte geopolitische Lage mit ihren immer wieder neuen Facetten. War es zum Anfang der russische Überfall auf die Ukraine und dann ein drohender China-Taiwan-Konflikt, sind es nun die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten zwischen Israel und der Hamas und Israel und dem Iran.

Es überrascht daher nicht, dass auch die Nachfrage nach Gold weiterhin sehr robust bleibt, zumal das Edelmetall selbst von gegensätzlichen Szenarien profitieren dürfte. Denn sollte neben der EZB auch die Fed in absehbarer Zeit wieder auf Zinssenkungskurs gehen, würde auch davon der Goldpreis profitieren können, da das Edelmetall im Vergleich zu anderen zinstragenden Assets an Attraktivität gewinnen würde.

Positive Signale kommen schliesslich auch von Gold-ETFs. Zwar verbuchten die in Gold investierten ETFs zuletzt zehn Monate in Folge Abflüsse, doch waren dafür hauptsächlich regionale Besonderheiten oder fonds-spezifische Gründe verantwortlich. Zuversichtlich stimmt hier, dass die Abflüsse von weltweiten Gold-ETFs im März gegenüber dem Februar abnahmen und es regional auch wieder Zuwächse gab, insbesondere bei nordamerikanischen ETFs.

Für Privatanleger, die in eine weitere Steigung des Goldpreises investieren wollen, sind ETFs weiterhin erste Wahl. Denn dieses Anlageinstrument bietet die Möglichkeit, über die Börsennotierung solcher ETFs liquide in das Edelmetall zu investieren, ohne dabei auch noch eigene Lagerkosten zu haben. Hierbei sollten die Investoren aber darauf achten, dass die ETFs physisch in Gold investiert sind, wie es exemplarisch der ZKB Gold ETF (ISIN: CH0139101593, Valor: 13910159) und der Raiffeisen Solid Gold Ounces A-Klasse CHF ETF (ISIN: CH0134034849, Valor: 13403484), die an der SIX gehandelt werden, zu 100 % tun. Es gibt aber auch die Möglichkeit, auf der Aktienseite auf ein weiterhin starkes Goldumfeld zu setzen. Goldproduzenten tendieren nämlich dazu, deutlich dynamischer auf die Änderungen des Goldpreises zu reagieren - dies aber sowohl nach oben als auch nach unten. In der jetzigen Phase wäre ein Investment beispielsweise im iShares Gold Producers ETF (ISIN: IE00B6R52036, Valor: 3937387) überlegenswert. Wer einen spekulativeren Investmentansatz hat, dem bietet der UBS ETF (IE) Solactive Global Pure Gold Miners UCITS ETF (USD) A-dis (ISIN: IE00B7KMNP07, Valor: 18168423) insbesondere in den Top-10-Positionen eine Auswahl an mittelgrossen Goldproduzenten. Noch spekulativer wären sogenannte Junior Producers, wie sie im Fokus des VanEck Junior Gold Miners UCITS ETF (ISIN: IE00BQQP9G91, Valor: 26419210) stehen. Hierbei handelt es sich um Goldminengesellschaften, die erst kürzlich mit der Goldproduktion begonnen haben. Alle genannten ETFs zu Gold-Produzenten werden an der BX Swiss gehandelt.

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Gold & Silber: Ausblick 2026 mit Torsten Dennin

Gold & Silber im Crash – was steckt hinter dem Preisrücksetzer?
Nach starken Kursanstiegen bei Gold und Silber kam es Anfang 2026 zu historischen Rücksetzern . Doch was waren die Ursachen? Und wie geht es jetzt weiter mit den Edelmetallen und dem «digitalen Gold» Bitcoin?

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