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Geändert am: 20.03.2026 21:24:25

US-Börsen zum Wochenschluss auf Talfahrt -- SMI geht leichter ins Wochenende -- DAX schliesslich deutlich tiefer -- Asiens Börsen letztlich im Minus - Nikkei im Feiertag

Sowohl der heimische als auch der deutsche Aktienmarkt gaben vor dem Wochenende spürbar nach. Die US-Börsen zeigten sich mit Abschlägen. Die Börsen in Fernost gingen mit Verlusten in den Feierabend.

SCHWEIZ

Nach einem festeren Handelsstart übernahmen die Bären das Ruder am Schweizer Aktienmakt.

So eröffnete der SMI die Sitzung fester, rutschte am Nachmittag aber deutlich ab und fiel dabei stark unter die Nulllinie. Er beendete den Handelstag mit kräftigen Verlusten. Sein Schlussstand: 12'320,99 Punkte (-1,11 Prozent).
Die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI verabschiedeten sich ebenso 1,02 Prozent leichter bei 17'202,24 Zählern bzw. 0,96 Prozent schwächer bei 1'963,81 Stellen ins Wochenende, nachdem sie zunächst mit Gewinnen in den Handel gingen.

Für etwas Entspannung sorgten anfänglich die Aussagen von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, wonach keine weiteren Energieinfrastrukturen im Iran angegriffen werden sollen. Ansonsten will Israel die Angriffe auf militärische Ziele im Iran wie auch in einigen Nachbarländern fortsetzen.

Auch US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt zu einer Zurückhaltung aufgerufen. Weiteres Öl ins Feuer gegossen hat indes ein Bericht des US-Onlineportals Axios. Diesem zufolge erwägt die US-Regierung, die für den Ölexport wichtige iranische Insel Charg zu blockieren oder zu besetzen.

Von einer nachhaltigen Entspannung könne noch nicht gesprochen werden, so die einhellige Meinung an den Märkten. Die Angriffe auf beiden Seiten gehen unvermindert weiter und die Lage könnte sich jeden Moment weiter zuspitzen. "Dazu reiche schon eine fehlgeleitete Drohne", sagte ein Händler. Insgesamt ist die Nervosität im Markt leicht rückläufig.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt begab sich im Freitagshandel einmal mehr auf Richtungssuche.

So nahm der DAX den Handel zunächst fester auf, wechselte im Anschluss jedoch häufiger das Vorzeichen. Am Nachmittag rutschte das Börsenbarometer deutlich ab. Letztlich ging er mit Verlusten von 2,01 Prozent bei 22'380,19 Punkten in den Feierabend.

Nach einem positiven Auftakt geriet der deutsche Aktienmarkt am Freitag im Handelsverlauf ins Stottern und rutschte mehrmals in die Minuszone. Zunächst stützten vage Hoffnungen auf ein schnelleres Ende des Iran-Krieges. Dann sorgten jedoch wieder deutlich steigende Ölpreise und später eine schwächere Eröffnung an der Wall Street für erneute Belastung. Die Kursschwankungen brachten Händler auch mit dem sogenannten grossen Verfalltag in Verbindung. An diesem Freitag liefen an den Termin- und Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktienindizes aus.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich am Freitag deutlich schwächer.

Der Dow Jones beendete die Sitzung nahe am Tagestief und verlor letztlich 0,96 Prozent Prozent auf 45'577,47 Punkte. Er markierte damit den tiefsten Stand seit Oktober.
Der NASDAQ Composite rutschte noch stärker ab und fiel schlussendlich um 2,01 Prozent auf 21'647,61 Zähler.

Die Wall Street hatte ihre Abschläge am Freitag im Verlauf ausgebaut. Wieder gestiegene Erdölpreise belasteten die US-Börsen. Der hohe Ölpreis schürte einerseits Inflations- und andererseits Wachstumsängste. Dieses Stagflationsumfeld lieferte kaum Kaufargumente für Aktien. In den vergangenen Tagen hatten die wichtigsten Notenbanken weltweit die Inflationsgefahren thematisiert - bedingt durch den Ölpreisschock.

Eine Deeskalation des Irankrieges war weiter nicht in Sicht. Das US-Verteidigungsministerium entsendete drei weitere Kriegsschiffe und Tausende zusätzliche Marine-Infanteristen in den Nahen Osten. Aus dem Iran kamen derweil neue Drohungen.

Zudem wurde die Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi in Kuwait Ziel eines Drohenangriffs, worauf einige Teile der Raffinerie ihren Betrieb einstellen mussten. Die Ölpreise drehten mit den Schlagzeilen ins Plus, obwohl die USA erwogen, weitere Teile ihrer strategischen Ölreserven freizugeben. Auch über die Lockerung von Sanktionen auf iranisches Öl, das sich schon in Tankschiffen auf See befindet, wurde nachgedacht. Der Preis für das Fass Brentöl zog zeitweise auf über 112 US-Dollar an - ein Aufschlag von 8,8 Prozent auf Wochensicht.

Auf ihrer Suche nach Sicherheit griffen Anleger zum Dollar, der überdies gestützt wurde von geschwundenen Zinssenkungserwartungen und gestiegenen Marktzinsen. Die US-Notenbank hatte deutlich gemacht, dass Zinssenkungen vorerst vom Tisch seien. Denn der Krieg im Nahen Osten und der steigende Ölpreis dürften die Inflation nach oben treiben.

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Freitag mit Abschlägen.

In Tokio zeigte sich der Nikkei 225 am Donnerstag letztlich 3,38 Prozent tiefer bei 53'372,53 Zählern. Am Freitag wird feiertagsbedingt nicht gehandelt.

Auf dem chinesischen Festland präsentierte sich der Shanghai Composite schlussendlich 1,24 Prozent tiefer bei 3'957,05 Indexpunkten.

In Hongkong bewegte sich der Hang Seng beim Handelsende 0,88 Prozent im Minus bei 25'277,32 Punkten.

Nach den starken Kursverlusten am Donnerstag ging es am Freitag an den Börsen in Ostasien weiter nach unten gegangen, wenn auch nicht mehr so dynamisch. In Tokio pausierte der Handel anlässlich des Feiertags zum Frühlingsanfang. Zumindest zu etwas Beruhigung trug bei, dass die Ölpreise von den jüngsten Hochs wieder etwas zurückkamen, zuletzt kostete Brent-Öl 108,30 Dollar.

Die Sorgen über die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Energiepreise und die Weltwirtschaft waren weiter das bestimmende Thema. Die Notenbanksitzungen der Vortage brachten wenig überraschend zutage, dass der Energiepreisschock als Folge des Kriegs im Iran eine Gefahr für die Inflation darstellt, die einerseits schwer quantifizierbar ist, aber früher oder später Gegenmassnahmen in Form einer strafferen Geldpolitik erfordert, vornehmlich in Gestalt höherer Zinsen.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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