| Unterschiedliche Ebenen |
16.09.2026 21:17:00
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Künstliche Intelligenz: Zwischen Hardware und Substanz
Künstliche Intelligenz ist und bleibt das dominierende Investmentthema des Jahres, doch der Charakter der Debatte hat sich verschoben.
Die Investitionssummen der grossen Cloud-Anbieter erreichen historische Dimensionen: Analysten beziffern die addierten Kapitalausgaben von Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta für das laufende Jahr auf rund 725 bis 800 Mrd. Dollar, ein Plus von 62 bis 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Grossteil davon fliesst in Rechenzentren, Chips und Energieinfrastruktur für KI-Training und Inferenz, finanziert zunehmend über Anleihen und Kapitalerhöhungen statt aus dem laufenden Cashflow.
Diese Dynamik spaltet die Einschätzungen zum KI-Markt. Die optimistische Seite sieht reale, weiterwachsende Umsätze bei Cloud-Sparten und Chipherstellern als Beleg dafür, dass der Ausbau fundamental getragen ist. Die andere, pessimistische, zuletzt auch unter anderem von der EZB formuliert, warnt vor Konzentrationsrisiken. Ende August bezifferte die Notenbank das Engagement europäischer Haushalte in US-Technologieaktien, überwiegend über Indexfonds gehalten, auf rund 440 Mrd. Euro und verwies auf steigende Risikoprämien sowie eine wachsende Kluft zwischen Infrastrukturausgaben und tatsächlichen KI-Umsätzen. Auch die Deutsche Bundesbank warnte zuletzt in ihrem Finanzstabilitätsbericht vor überhöhten Bewertungsniveaus an Aktien- und Anleihemärkten.
Wie gross diese Kluft ist, zeigen die Zahlen selbst: Die direkten Umsätze aus KI-Diensten werden aktuell auf einen kleinen einstelligen Milliardenbetrag geschätzt, ein Bruchteil der für 2026 geplanten Infrastrukturausgaben. Ob sich das Verhältnis in den kommenden Jahren normalisiert oder ob die Bewertungen vorauseilen, ist unter Analysten umstritten und dürfte über die Renditen der kommenden Quartale entscheiden.
Für Anleger bedeutet das: Wer am KI-Trend teilhaben will, sollte genauer hinschauen, wo er im System ansetzt, bei der physischen Anwendung der Technologie, bei der Infrastruktur dahinter oder breiter bei den Unternehmen, die von beidem profitieren. Die folgenden drei ETFs decken diese drei Ebenen ab, vom spezifischsten bis zum breitesten Ansatz.
Am breitesten gefasst ist der Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF 1C, der den Nasdaq Global Artificial Intelligence and Big Data Index abbildet. Er deckt Unternehmen aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Datenverarbeitung und Datensicherheit ab und filtert ebenfalls nach ESG-Kriterien. Mit 7'398 Mio. Fr. ist er der mit Abstand grösste KI-Fonds, bei einer TER von 0.35 Prozent und 100 Positionen. Zu den grössten Gewichtungen zählen Apple (5.63 Prozent), Microsoft (5.05 Prozent), Meta Platforms (5.05 Prozent) und Nvidia (4.72 Prozent). Der USA-Anteil liegt bei rund 83 Prozent, ergänzt um Südkorea (6.6 Prozent) und China (4.9 Prozent).
Der iShares AI Infrastructure UCITS ETF USD (Acc) setzt eine Ebene tiefer an und bildet den STOXX Global AI Infrastructure Index nach, also jene Unternehmen, die die Rechenleistung, Chips und Netzwerktechnik für den KI-Boom liefern. Mit 1'055 Mio. Fr. Fondsvolumen und einer TER von 0.35 Prozent ist er sowohl vom Volumen als auch von den Kosten her gut aufgestellt. Die Titel werden zusätzlich nach ESG-Kriterien gefiltert. Unter den 53 Positionen finden sich Microsoft (4.94 Prozent), Apple (4.82 Prozent), Palo Alto Networks (4.76 Prozent), Broadcom (4.30 Prozent) und AMD (4.25 Prozent). Die USA stellen mit knapp 80 Prozent auch hier den grössten Länderanteil.
Der WisdomTree Physical AI, Humanoids and Drones UCITS ETF USD Unhedged Acc bildet den WisdomTree Physical AI UCITS Index nach und ist damit der spezifischste der drei vorgestellten Fonds. Er bündelt Unternehmen aus fünf Bereichen der physischen KI: humanoide Robotik, Drohnen und autonome Mobilität, Fabriken der nächsten Generation, Logistik- und Lieferkettenrobotik sowie neue Robotik-Anwendungen und ist damit nah dran an den neusten Trends im Sektor. Das Fondsvolumen liegt bei 177 Mio.Fr., die TER bei 0.45 Prozent. Der ETF repliziert physisch und thesauriert seine Erträge.
Fazit: Die drei ETFs bilden das KI-Thema auf unterschiedlichen Ebenen ab: physische Anwendungen, Infrastruktur und breite Streuung. Wer kurzfristiges Momentum sucht, ist beim iShares-Fonds richtig, wer Historie und Breite bevorzugt, beim Xtrackers-ETF. Der WisdomTree-Fonds bleibt wegen seiner kurzen Historie eine Position für Anleger mit höherer Risikobereitschaft, die gern auf die neusten Trends im Sektor setzen wollen.
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Das Gespräch zeigt, wie Gzim Hasani persönliche Beratung, ganzheitliche Koordination und technologische Unterstützung zusammendenkt. Ausgehend von seinem Wechsel vom Banking ins Unternehmertum erläutert Gzim Hasani, wie smzh gewachsen ist, wie Partnerschaften anhand von Reputation, Aktivierung und neuen Kontakten beurteilt werden und weshalb er Druck vor allem als Verantwortung versteht.
Weitere Themen sind die Rolle von KI im Beratungsalltag, seine Aufteilung zwischen Kundenarbeit, Steuerung und Innovation sowie die langfristige Vision eines zugänglicheren Family-Office-Ansatzes.
https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/
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