| Erfolgreiches Q2 |
31.07.2024 21:43:00
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Neue Höchststände: Starke Nachfrage nach Europa-ETFs
Die Nachfrage nach börsengehandelten Fonds (ETFs) ist in Europa im zweiten Quartal wieder deutlich angestiegen. Sowohl die verwalteten Vermögen als auch festverzinsliche ETFs erreichten neue Höchststände.
• Verwaltete Vermögen und festverzinsliche ETFs auf Höchstständen
• Nachhaltigkeitstrend weiter stark
Während ETFs in Europa im zweiten Jahresviertel Rekordzuflüsse in Höhe von rund 53 Milliarden Euro erzielt haben, ist entsprechend auch die Nachfrage nach börsengehandelten Fonds (ETFs) in Europa deutlich angestiegen.
NNA steigen um 88 Prozent
Mit einem Wert von etwa 54 Milliarden Euro sind die Netto-Neugelder (NNA) in europäische ETFs um rund 88 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal geklettert, wie aus Daten von Invesco hervorgeht. 76 Prozent der NNA machten im zweiten Quartal Aktienprodukte aus. Die gesamten NNA für das erste Halbjahr 2024 beliefen sich damit auf etwa 98,4 Milliarden Euro - 46 Prozent mehr als im Vorjahr.
Neue Höchststände bei AUM
Auch die verwalteten Vermögen (AUM) erfreuten sich einer enormen Nachfrage und erreichten neue Höchststände bei etwa 1,88 Milliarden Euro. Am Ende des zweiten Quartals betrug das Volumen in Aktien 1,34 Billionen Euro. Festverzinsliche ETFs kletterten Invesco-Daten zufolge derweil ebenfalls auf einen neuen Höchststand bei fast 413 Milliarden Euro. Rohstoff-ETPs verzeichneten daneben Nettoabflüsse von etwa 2,3 Milliarden Euro, insbesondere bei Goldprodukten, doch die starke Marktentwicklung führte zu einem Anstieg ihres verwalteten Vermögens um 5,4 Prozent, sodass das Quartal bei 114,76 Milliarden Euro endete.
"Der Markt für ETFs bietet ein zunehmend breites Angebot, jedoch ziehen die grossen Anbieter nach wie vor den Löwenanteil der Neugelder auf sich. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass besonders grosse ETFs oftmals eine hohe Liquidität bieten. Wegen dieser Skaleneffekte können grosse Anbieter die Gebühren für ETFs, die als Kernbausteine im Portfolio eingesetzt werden, sehr günstig anbieten. Diese Faktoren sind für Investoren besonders attraktiv, da sie darauf ausgelegt sind sowohl Kosten zu reduzieren als auch die Handelsflexibilität zu erhöhen", so Nima Pouyan, Leiter Institutional Business & ETF bei Invesco Schweiz/Liechtenstein.
Nachhaltigkeitstrend weiter stark
Die Nachfrage nach ESG-ETFs blieb weiterhin stark, obwohl ihr Marktanteil an den Nettozuflüssen im Verhältnis zu ihrem verwalteten Vermögen geringer war. ESG-Produkte machten 19,7 Prozent des verwalteten Vermögens der Branche aus, waren aber nur für 10,2 Prozent der Nettozuflüsse im Quartal verantwortlich. Negative Screen-Strategien innerhalb von ESG-Fonds waren die stärksten Performer, während strengere Best-in-Class-Strategien Nettoabflüsse verzeichneten, heisst es bei Invesco.
Insgesamt wurde das Wachstum des europäischen ETF-Marktes durch eine Kombination aus starken Zuflüssen in Aktien- und Renten-ETFs vorangetrieben, wobei die Anleger die Flexibilität und Effizienz schätzen, die ETFs bei der Anpassung der Vermögensallokation angesichts der anhaltenden Marktvolatilität und geopolitischen Unsicherheiten bieten, wie Invesco festhält. "Während der makroökonomische Hintergrund die Finanzmärkte im Allgemeinen weiterhin unterstützt und auch in der zweiten Jahreshälfte zu einer starken Nachfrage nach ETFs führen sollte, bleiben politische und geopolitische Risiken bestehen", sagt Gary Buxton, Leiter ETF EMEA bei Invesco. "Die vorgezogenen Wahlen in Frankreich werden in den kommenden Monaten wahrscheinlich zu erhöhter Unsicherheit führen, während der Hauptfokus in der zweiten Jahreshälfte auf den US-Präsidentschaftswahlen im November liegen wird.
Redaktion finanzen.ch
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