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Geändert am: 11.02.2026 22:04:21

Nach US-Arbeitsmarktbericht: US-Börsen zum Handelsende etwas leichter -- SMI schliesslich fester -- DAX geht schwächer in den Feierabend -- Asiens Börsen schliessen in Grün - Tokio im Feiertag

Der heimische Aktienmarkt notierte am Mittwoch schliesslich etwas stärker. Der deutsche Leitindex steckte Verluste ein. Die Wall Street schloss knapp im Minus. Die wichtigsten asiatischen Indizes präsentierten sich zur Wochenmitte freundlich.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich am Mittwoch uneins.

Der SMI bewegte sich in einer engeren Range um die Nulllinie, nachdem er positiv in den Handel gestartet war. Am frühen Abend drehte er wieder ins Plus. Sein Schlussstand: 13'547,08 Punkte (+0,21%)
Die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI zeigten sich im Handelsverlauf unentschlossen. Sie gehen 0,04 Prozent tiefer bei 18'684,41 Punkten bzw. 0,32 Prozent bei 2'152,72 Zählern aus dem Handel.

Am Schweizer Aktienmarkt agierten die Investoren am Mittwoch vor den am Nachmittag veröffentlichten wichtigen US-Daten zurückhaltend, griffen danach aber etwas zu. Zudem weiten sich die Sorgen um die "disruptiven" Veränderungen von KI für viele wirtschaftliche Sektoren aus. Und die hohe Schuldenaufnahme einiger grosser US-Techkonzerne facht die Angst um zu hohe Bewertungen in der Branche weiter an.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt hielten sich zur Wochenmitte zurück.

Der DAX eröffnete die Sitzung schwächer und bewegte sich auch anschliessend im Minus. Im weiteren Tagesverlauf wechselte er häufiger die Richtung, rutschte am späten Nachmittag aber deutlich in die Verlustzone ab. In den Feierabend ging er mit einem Minus von 0,53 Prozent bei 24'856,15 Punkten.

Der DAX hatte sich am Mittwoch ein Stück weit von der 25'000-Punkte-Marke entfernt. An den beiden Vortagen hatte sich die Tausendermarke schon als zu hohe Charthürde erwiesen und nun blieb ein weiterer Test zunächst aus.

Der DAX hatte am Mittwoch nach dem US-Arbeitsmarktbericht seine zuvor erlittenen Verluste geringfügig reduziert. Der Jobbericht hatte ein gutes Zeugnis für den Zustand der US-Wirtschaft abgeliefert. In der Folge orientierte sich der deutsche Leitindex am Nachmittag wieder etwas näher an die 25'000-Punkte-Marke, die sich an den beiden Vortagen als zu hohe Charthürde erwiesen hatte. Der Auftrieb durch die US-Arbeitsmarktdaten währte nur kurz.

Die Zahl der Stellen, die in den USA ausserhalb der Landwirtschaft neu geschaffen wurden, war im Januar unerwartet kräftig gestiegen. Auf der einen Seite ist dies ein positives Konjunktursignal, auf der anderen Seite jedoch schränkt es den geldpolitischen Spielraum der US-Notenbank Fed ein. Laut dem Experten Ralf Umlauf von der Helaba dürften die Zinssenkungserwartungen "einen Dämpfer bekommen".

Daneben ist in puncto Unternehmensberichte am Mittwoch in Deutschland wieder einiges los.

WALL STREET

Anleger an der Wall Street zeigten sich am Mittwoch letztlich zurückhaltend.

Der Dow Jones ging bei 50'121,40 Punkten um 0,13 Prozent tiefer aus der Sitzung. Zum Start hatte er noch leicht zugelegt, war dann jedoch in die Verlustzone gerutscht und bewegte sich anschliessend hauptsächlich leicht unterhalb der Nulllinie.
Der NASDAQ Composite schloss mit einem Minus von 0,16 Prozent bei 23'066,47 Zählern, nachdem er zum Start noch kräftig zugelegt hatte. Auch hier kam es jedoch breits kurz nach der Eröffnung zu einem Richtungswechsel und der Tech-Index pendelte anschliessend nur noch um die Nulllinie.

Auf den ersten Blick solide Zahlen vom US-Arbeitsmarkt hatten am Mittwoch nur anfangs für verhaltenen Optimismus an den New Yorker Börsen gesorgt. Die Beschäftigtenzahl stieg in den Vereinigten Staaten im Januar deutlich stärker als erwartet. Allerdings wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten deutlich nach unten revidiert.

Ob die Wahrscheinlichkeit für weitere Zinssenkungen in den USA nach den Jobdaten nun sinkt, darüber sind sich Marktbeobachter nicht ganz einig. Die deutlich nach unten revidierte Zahl der beiden Vormonate zeige, dass - ausserhalb des Freizeit- und privaten Gesundheits- sowie Staatssektors - die Wirtschaft eigentlich beständig Jobs verloren habe, kommentierten die Ökonomen der niederländischen ING Bank. Dies lege nahe, dass die Fed in diesem Jahr womöglich sogar noch mehr als zwei von der ING derzeit prognostizierte Zinssenkungen vornehmen könnte.

ASIEN

Die wichtigsten asiatischen Indizes notierten am Mittwoch im Plus.

Der Nikkei 225 in Tokio beendete den Handel am Dienstag 2,28 Prozent höher bei 57'650,54 Punkten. Am Mittwoch blieb die Börse in Tokio geschlossen.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite letztlich marginale 0,09 Prozent im Plus bei 4'131,98 Zählern.

In Hongkong zeigte sich der Hang Seng derweil 0,31 Prozent fester bei 27'266,38 Einheiten.

Weiter gute Stimmung hat am Mittwoch an den Aktienmärkten in Ostasien geherrscht. Leichtere Vorgaben der Wall Street wurden abgeschüttelt. In den USA hatten Gewinnmitnahmen für kleine Verluste gesorgt. An den chinesischen Börsen lieferten eher mau ausgefallene Inflationsdaten kein Störfeuer oder wurden vom Markt sogar leicht positiv aufgenommen, weil sie der Notenbank weiter Spielraum für eine lockere Geldpolitik bieten und Spekulationen über staatliche Stützungsmassnahmen befeuerten.

Die Inflation in China hat sich zum Jahresbeginn etwas abgeschwächt, was auf eine eher schwächliche Konjunktur deutet. Der Verbraucherpreisindex stieg im Januar um 0,2 Prozent zum Vorjahr, nachdem er im Dezember noch um 0,8 Prozent geklettert war. Die Erzeugerpreise waren erneut sogar deflationär, was anhaltenden Druck auf die Binnennachfrage unterstrich. Experten sprachen allerdings auch von verzerrenden Basiseffekten, weil im vergangenen Jahr das chinesische Neujahrsfest in den Januar gefallen sei. Dieses Jahr finde es im Februar statt.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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11.02.26 Verbraucherpreisindex (Jahr)
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11.02.26 Unemployment Rate
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