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Geändert am: 06.03.2026 08:55:09

Leichte Entspannung am Markt: SMI vor möglicher Stabilisierung -- DAX vor erneutem Erholungsversuch -- Erholung an den Börsen in Asien geht weiter

Am heimischen Aktienmarkt zeichnen sich Stabilisierungstendenzen ab. Am deutschen Aktienmarkt könnte es ebenfalls nach oben gehen. Die Anleger in Fernost zeigen sich am Freitag erneut besser gestimmt.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt dürfte sich nach den Verluste vom Vortag am Freitag etwas stabilisieren.

Der SMI hatte am Donnerstag noch Abschläge von 1,57 Prozent auf 13'298,30 Zähler verzeichnet.

Die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI folgten der Tendenz des Leitindex und beendeten den Handel schlussendlich mit Abschlägen von 1,43 Prozent bei 18'353,79 Punkten bzw. 1,39 Prozent bei 2'110,61 Zählern.

Ein Ende des Iran-Kriegs zeichnet sich bislang nicht ab und daher bleibt die Verunsicherung an den Finanzmärkten gross. Die Risikoaversion bleibt angesichts steigender Ölpreise ebenfalls hoch. Für den Schweizer Markt zeichnet sich zum Wochenschluss eine leichte Gegenbewegung nach den jüngsten Verlusten ab. Unterdessen zieht der noch keine Woche alte Krieg immer weitere Kreise. Marktteilnehmer betonen, dass es schwer abzuschätzen sei, wie weit sich die Eskalationsspirale noch drehen werde.

Dabei bleibt die Strasse von Hormus, durch die ein grosser Teil des globalen Ölhandels geht, eine der Hauptsorgen an den Märkten. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstrasse ist nahezu zum Erliegen gekommen. Dadurch sind die Öllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln. Durch die steigenden Ölpreise wachsen mittlerweile auch die Sorgen vor einem Inflationsschub.

Etwas Entlastung kommt zum Wochenschluss durch sinkende Rohölpreise, da die USA verschiedene Optionen zur Bewältigung des Energiekosten-Anstiegs prüfen. Zuletzt waren sie wegen des zum Erliegen gekommenen Verkehrs durch die Strasse von Hormus sprunghaft angestiegen. Rohölpreise steuern dennoch auf den grössten wöchentlichen prozentualen Anstieg seit März 2022 zu.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt dürfte sich erneut an einer Erholung versuchen.

Der DAX hatte noch am Donnerstag mit kräftigen Verlust von 1,61 Prozent bei 23'815,75 Punkten geschlossen.

Am Freitag dürfte der DAX mit einem Erholungsversuch dran bleiben an den 24'000 Punkten. Am schwachen Wochenergebnis von damit immer noch gut fünf Prozent würde dies aber wenig ändern. Noch vor einer Woche hatte der DAX sich noch seinem Rekord von 25'507 Zählern aus dem Januar bis auf 100 Punkte genähert, dann aber machte der Angriff der USA und Israels auf den Iran den Anlegern einen Strich durch die Rechnung. Im Zuge des Iran-Krieges zogen die Öl- und Gaspreise deutlich an, was Konjunktur- und Inflationssorgen weckte. Etwas Entlastung brachten nun leicht sinkende Rohölpreise, da die USA verschiedene Optionen prüfen zur Bewältigung des Energiekosten-Anstiegs, den der brach liegende Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus ausgelöst hatte. Neben dem Iran-Krieg haben die Anleger zu Wochenschluss den US-Arbeitsmarktbericht im Blick, der für den Zinskurs der US-Notenbank Fed von Bedeutung ist. Die höheren Energiepreise lenken derzeit den Fokus auch wieder auf Inflationsgefahren und mögliche Reaktionen der Fed.

WALL STREET

Die US-Börsen bewegten sich in der Donnerstagssitzung klar unterhalb der Nulllinie.

Der Dow Jones startete bereits im Minus in den Handelstag und rutschte anschliessend tiefer in die Verlustzone. Schlussendlich verabschiedete er sich 1,61 Prozent schwächer bei 47'953,82 Indexpunkten aus der Sitzung.
Der NASDAQ Composite verlor zur Eröffnung ebenfalls und gab auch weiterhin nach, bis auf letztlich 0,26 Prozent bei 22'748,99 Einheiten.

Nach der Erholung zur Wochenmitte liess sich an der Wall Street am Donnerstag wieder eine schwache Tendenz beobachten. Zwischenzeitlich hatten die Futures zwar freundlicher notiert, doch die Stimmung blieb angesichts der unsicheren Lage im Nahost-Konflikt äusserst fragil. Hoffnungen auf eine mögliche Entspannung - unter anderem durch Berichte über eine angebliche Gesprächsbereitschaft Irans - waren zuletzt wieder in den Hintergrund getreten.

Auslöser waren erneute iranische Raketenangriffe auf Israel sowie Spekulationen, wonach Mojtaba Khamenei als möglicher Nachfolger des getöteten Obersten Führers gehandelt wird. Dies wird als Signal gewertet, dass Teheran kaum zu Zugeständnissen bereit ist. Entsprechend zogen auch die Ölpreise wieder etwas an.

Konjunkturdaten traten derweil in den Hintergrund. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten entsprachen den Erwartungen, die Importpreise stiegen im Januar etwas weniger stark als prognostiziert. Allerdings legten die Lohnstückkosten im vierten Quartal deutlicher zu als erwartet, was den Renditen zusätzlichen Auftrieb geben könnte.

ASIEN

Die Börsen in Fernost zeigen sich am Freitag höher.

In Tokio legte der Nikkei 225 am Freitag 0,62 Prozent auf 55'620,84 Punkte zu.

Auf dem chinesischen Festland sind ebenfalls Gewinne zu sehen: Der Shanghai Composite notiert 0,33 Prozent höher bei 4'122,19 Zählern.

In Hongkong rückt daneben der Hang Seng um 1,56 Prozent auf 25'716,35 Zähler vor.

Die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten belasten die ostasiatischen Aktienmärkte auch zum Ende der Woche. Dennoch fiel der Verkaufsdruck am Freitag moderater aus als zuletzt. Hauptgrund für die leichte Entspannung ist ein Rückgang der Ölpreise, ausgelöst durch politische Signale aus den USA.

US-Finanzminister Scott Bessent hat angekündigt, indischen Raffinerien den Kauf von russischem Öl zu gestatten, sofern dieses bereits auf See festsetzt. Dies drückte die ÜPreise für die Sorten Brent und WTI.
Trotz kurzzeitiger Gerüchte über eine iranische Gesprächsbereitschaft deutet wenig auf eine Deeskalation hin. US-Präsident Trump signalisierte eine Fortführung der Kämpfe über mehrere Wochen, was die Hoffnung auf ein schnelles Ende zunichtemacht.

Die gestiegenen Energiekosten erschweren den Spielraum der Notenbanken. Die Erwartung an Fed-Zinssenkungen ist deutlich gesunken; laut FedWatch-Tool rechnen nur noch 36,2 % mit mehr als einem Zinsschritt in diesem Jahr. Anleger blicken gespannt auf den heute Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für Februar.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 13’932.25 19.87 SPDBWU
Short 14’221.29 13.93 SJJBGU
Short 14’761.67 8.89 STRBXU
SMI-Kurs: 13’298.30 05.03.2026 17:31:04
Long 12’827.84 19.58 SFDBEU
Long 12’516.08 13.51 S1FBQU
Long 11’986.62 8.86 SQFBLU
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Wirtschaftsdaten

Datum Unternehmen
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06.03.26 JP Foreign Reserves
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06.03.26 Fed-Mitglied Goolsbee spricht
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06.03.26 Net $Gold & Forex Reserve
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