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Einstiegschance? 26.11.2025 21:39:00

Tech-Korrektur: Langfristtrend bleibt intakt

Tech-Korrektur: Langfristtrend bleibt intakt

Die vergangene Woche brachte deutliche Kursrückgänge im Technologiesektor.

Besonders hart traf es die hochfliegenden KI-Werte und ähnliche Zukunftsthemen wie Quantum Computing. Palantir verlor binnen weniger Tage 11 Prozent, der Chipgigant Nvidia gab 6 Prozent ab, und selbst der Softwareriese Microsoft musste einen Rückschlag von fast 8 Prozent hinnehmen. Noch härter erwischte es AMD mit einem Minus von 17 Prozent und den Quantum-Computing-Spezialisten D-Wave Quantum, der über 13 Prozent einbüsste.

Diese Korrektur kommt nicht völlig überraschend. Nach monatelangen Kursgewinnen und einer in etlichen Fällen dreistelligen Jahresperformance hatten viele Tech-Aktien ambitionierte Bewertungsniveaus erreicht. Anleger reagieren daher zunehmend nervös auf Bedenken, dass die enormen Investitionen in die KI-Infrastruktur, die sich auf mehrere Billionen US-Dollar in den nächsten Jahren belaufen könnten, möglicherweise nicht zeitnah ausreichende Renditen abwerfen. Die Sorge: Zu viel Geld wird ausgegeben, zu wenig kommt zurück.

Doch gerade solche Korrekturen können langfristig orientierten Anlegern attraktive Einstiegsgelegenheiten bieten. Die fundamentalen Treiber der KI-Revolution bleiben intakt: Unternehmen weltweit digitalisieren ihre Prozesse, Rechenzentren werden massiv ausgebaut, und die Nachfrage nach Hochleistungschips steigt kontinuierlich. Auch wenn kurzfristige Übertreibungen korrigiert werden, dürfte der strukturelle Aufwärtstrend mittelfristig anhalten.

ETFs bieten hierbei den Vorteil der Diversifikation. Statt auf einzelne hochvolatile Tech-Titel zu setzen, können Anleger mit thematischen ETFs breit gestreut vom intakten Langfristtrend des Sektors profitieren. Drei spezialisierte Produkte verdienen dabei besondere Beachtung.

Der ARK Artificial Intelligence & Robotics UCITS ETF USD Accumulating setzt als aktiv verwalteter Fonds auf die vielversprechendsten Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik. Mit einer Gesamtkostenquote von 0.75 Prozent pro Jahr liegt der Fonds im mittleren Bereich für aktiv gemanagte Strategien. Das Fondsvolumen beträgt 261 Mio. Fr., die Erträge werden thesaurierend wieder angelegt. Der ETF investiert in 40 ausgewählte Positionen weltweit. Zu den grössten Beteiligungen zählen Tesla mit 10 Prozent, Palantir mit 8 Prozent und Kratos Defense & Security Solutions mit 5.6 Prozent. Die jüngste Korrektur schlug auch hier zu: Im letzten Monat verlor der ETF knapp 15 Prozent. Über ein Jahr gerechnet steht dennoch ein Plus von 26 Prozent zu Buche.

Als frischer Neuzugang positioniert sich der iShares AI Innovation Active UCITS ETF USD (Acc) im Markt. Dieser aktiv verwaltete ETF von iShares wurde erst im Januar 2025 mit einer TER von 0.73 Prozent aufgelegt und weist bereits ein auf 94 Mio. Fr. angewachsenen Fondsvolumen auf, das grosses Anlegerinteresse dokumentiert. Der Fonds investiert in 38 Unternehmen, die im Kernbereich der Künstlichen Intelligenz tätig sind. Die Portfoliostruktur unterscheidet sich leicht vom ARK-Fonds: Nvidia führt mit knapp 10 Prozent, gefolgt von Broadcom (8.24 Prozent) und Meta Platforms (6.05 Prozent). Auch Microsoft, Oracle und spezialisierte Cloud-Anbieter wie Snowflake und Astera Labs finden sich unter den Top-Positionen. Im letzten Monat gab der ETF 8.3 Prozent nach - weniger stark als der ARK-Fonds, was auf eine etwas defensivere Positionierung hindeutet. Über drei Monate steht ein Plus von 3.9 Prozent, über sechs Monate sogar 20.2 Prozent.

Als breitester und günstigster der drei ETFs bildet der iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF USD (Acc) den globalen Halbleitersektor ab. Mit einer TER von nur 0.35 Prozent und einem stattlichen Fondsvolumen von 1.227 Mrd. Fr. ist er der etablierteste der vorgestellten Produkte. Der ETF investiert in 249 Positionen - von Chip-Designern über Ausrüster bis zu Speicherherstellern. Die grössten Beteiligungen sind ASML (8.75 Prozent), Taiwan Semiconductor (7.37 Prozent) und Broadcom (7.15 Prozent). Die Performance zeigt sich robust: Trotz eines Monatsrückgangs von 5.7 Prozent steht über ein Jahr ein Plus von 25.2 Prozent zu Buche. Über drei Jahre summiert sich die Rendite auf beeindruckende 102 Prozent.

Fazit: Die jüngste Korrektur mag schmerzhaft sein, doch die strukturellen Wachstumstreiber von KI und Halbleitern bleiben intakt. Entscheidend bleibt ein langer Anlagehorizont und die Bereitschaft, Schwankungen auszuhalten.

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