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Goldpreis und Ölpreis 27.08.2026 07:35:05

Goldpreis: Warten auf Rede von Fed-Chef Kevin Warsh

Goldpreis: Warten auf Rede von Fed-Chef Kevin Warsh

Der Goldpreis hat im frühen Donnerstagshandel leicht zugelegt und von anhaltenden Sorgen über eine anhaltende Entwertung des Dollars profitiert.

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von Jörg Bernhard

Die am gestrigen Mittwoch veröffentlichten Daten zeigten, dass die jährliche US-Inflationsrate im Juli mit 3,7 Prozent unverändert blieb, obwohl Analysten einen leichten Rückgang auf 3,6 Prozent prognostiziert hatten. Damit lag sie den 65. Monat in Folge deutlich über dem Inflationsziel der Fed von zwei Prozent. Dass der Rückgang der Teuerungsrate nach dem jüngsten, durch den Iran-Krieg ausgelösten Höhepunkt ins Stocken geraten ist, dürfte die ohnehin kontroverse Debatte innerhalb der US-Notenbank darüber verschärfen, ob die Zinsen angehoben oder unverändert belassen werden sollten. Mit besonderer Spannung werden nun die Äusserungen von Fed-Chef Warsh auf dem jährlichen Notenbank-Symposium in Jackson Hole im (Wyoming) erwartet. Anleger erhoffen sich davon weitere Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs. Laut dem FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group taxieren die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf 38 Prozent. Bis Dezember wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung mit mehr als 73 Prozent eingepreist.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 20,70 auf 4.674,00 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Geopolitische Risikoprämie sinkt

Im frühen Donnerstagshandel setzte der Ölpreis seine mehrtägige Talfahrt fort. Verantwortlich hierfür war die wachsende Hoffnung auf eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus, nachdem der Iran und der Oman bei ihren Gesprächen über die strategisch wichtige Wasserstrasse offenbar Fortschritte erzielt haben. Ausserdem wird der katarische Ministerpräsident heute in den Iran reisen, um die diplomatischen Gespräche über ein Ende des inzwischen fast sechs Monate andauernden Konflikts wieder in Gang zu bringen. Rückenwind erhielt der Ölpreis aber auch durch den von der US-Energiebehörde EIA gemeldeten geringer als erwarteten Anstieg der Ölvorräte bzw. den stärker als erwarteten Rückgängen bei den gelagerten Benzin- und Destillatemengen.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit leicht nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.15 Uhr (MESZ) ermässigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,43 auf 81,80 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,45 auf 86,49 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.ch

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