Zurück geht es hier Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

SPI 998750 / CH0009987501

18’470.76 Pkt
-557.07 Pkt
-2.93 %
17:40:01
02.03.2026 11:30:43

Aktien Schweiz: Irankrieg wirbelt Finanzmärkte durcheinander

Zürich (awp) - Die USA und Israel haben am Wochenende den Iran angegriffen. Am dem weltweiten Finanzmärkten geben die Aktienkurse nach, während der Ölpreis und sichere Häfen wie Gold oder der Schweizer Franken gesucht sind. Eine Panik bleibt allerdings bislang aus. Noch sei einfach sehr vieles unklar, meinen Ökonomen und Strategen.

Während ihrer Angriffe haben die USA und Israel am Wochenende auch das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet. Teheran reagierte seinerseits mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion. Wie die VP Bank schreibt, sei die Lage unübersichtlich. "Ob es sich um einen kürzeren oder längeren Konflikt handelt, bleibt gegenwärtig nur schwer einschätzbar." Fakt sei, dass die Ölpreise aufgrund befürchteter Lieferverzögerungen durch eine Blockade der Strasse von Hormus bereits gestiegen seien.

Anfangsverluste eingedämmt

Der SMI verliert gegen 11.10 Uhr 1,42 Prozent auf 13'814,72 Punkte. Damit notiert er allerdings mehr 100 Punkte über seinem bisherigen Tagestief, das er im frühen Handel bei 13'700 Punkte markiert hatte. Der SMIM-Index für die mittelgrossen Werte fällt um 0,98 Prozent auf 3122,74 und der breite SPI um 1,31 Prozent auf 19'003,07 Zähler. Gleichzeitig schnellt der Volatilitätsindex VSMI um 14 Prozent in die Höhe. Er gilt als Gradmesser der Nervosität.

Auch an den wichtigsten europäischen Börsen haben die Leitindizes ihre anfänglichen Verluste etwas aufgeholt. Nachdem sie zunächst deutlich mehr als 2 Prozent verloren hatten, geben der deutsche Dax oder französischen Cac-40 mittlerweile um 1,7 bzw. 1,6 Prozent nach. Auch für die Wall Street haben sich die Futures von ihren Tiefständen gelöst. Der Dow wird aktuell um etwa ein Prozent tiefer erwartet.

Keine Panik beim Öl

Wichtig ist für viele Beobachter, was mit dem Ölpreis passiert. Die Preise zogen zwar an, eine Panik blieb gleichwohl aus. Und dies, obwohl der Iran den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, eingeschränkt hat. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

Die Staaten des Ölkartells Opec+ hatten am Sonntag beschlossen, die Tagesproduktion zu erhöhen, um Engpässe und zu starke Preisanstiege zu verhindern. Gemäss Ökonomen haben sie aber nicht genug freie Produktionskapazitäten, um eine Hormus-Blockade wettzumachen. Für Europa inklusive Schweiz gilt ein länger anhaltend hoher Ölpreis entsprechend als Inflationsrisiko und möglicher Wachstumsdämpfer.

Schweizer Wirtschaft über Zweitrundeneffekte betroffen

Mit Blick auf die Schweizer Wirtschaft würde für den Ökonomen Santosh Brivo von der Migrosbank ein lange Störung/Blockade der Strasse von Hormoz die Schweizer Aussenwirtschaft vor allem über Zweitrundeneffekte betreffen. "Die arabischen Länder setzen Ausfuhren über dieses Nadelöhr vor allem nach Asien ab - für die Schweizer Exporte ist sie nicht die primäre Route."

In diesem Umfeld setzen Investoren denn auch verstärkt auf sichere Häfen. Das zeigt sich vor allem beim Schweizer Franken. Das Euro/Franken-Paar ist am Morgen auf den tiefsten Stand seit 2015 gefallen, hält Salah-Eddine Bouhmidi von IG Markets fest. "Das damalige Extremtief liegt zwar noch darunter, doch die aktuelle Bewegung bringt das Währungspaar zurück in eine historisch bedeutende Unterstützungszone."

Gewinner und Verlierer

Wie ein Blick auf die einzelnen Kurse zeigt, trennen sich Investoren vor allem von jenen Werten, die zuerst unter den Kriegsfolgen leiden, etwa Richemont (-4,9%) oder Swatch (-5,1%). Geopolitische Unsicherheiten treffen Hersteller von Luxusgütern oft stärker, da sie die Nachfrage belasten.

Aber auch Avolta (-6,7%) oder der Flughafen Zürich (-4,1%) sind von den Unterbrechungen im internationalen Flugverkehr betroffen.

Gegen den Trend gewinnen vor allem Kühne+Nagel mit +1,1 Prozent überdurchschnittlich stark hinzu. Das schwierige Umfeld könnte die Frachtgebühren nach oben treiben. Auch Schwergewicht Nestlé (+0,2%) gewinnen hinzu.

hr/rw

Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

Mittwoch 18 Uhr live: Wie du jede Aktie in eine Einnahmequelle verwandelst

Im Webinar am Mittwochabend erfährst du, wie du jede Aktie in eine regelmässige Einnahmequelle verwandelst, statt nur auf grüne Vorzeichen zu hoffen!

Schnell Plätze sichern!

Dividenden Könige – Was macht sie besonders? – Wallstreet Live mit Tim Schäfer

In dieser Folge sprechen wir mit Tim Schäfer aus New York darüber, welche Berufe besonders stark vom KI-Boom betroffen sein könnten – und welche Branchen davon sogar profitieren .

Wir schauen gemeinsam auf:
Jobs mit hohem Automatisierungsrisiko (z.B. Einstiegsjobs, einfache juristische Aufgaben, Journalismus, Programmierung, Design)
Handwerksberufe als „KI-robuste“ Bereiche (Dachdecker, Elektriker, Reinigung, Bau & Infrastruktur)
️ Mögliche Profiteure an der Börse: Baustoffe, Baumärkte, Versorger, Abfallwirtschaft, Basiskonsumgüter
Luxusgüter & die Frage: Bleibt Luxus trotz möglicher Jobverluste gefragt?
⚡ Energie & Infrastruktur als KI-Treiber (Rechenzentren brauchen Strom!)
Banken & Finanzdienstleister: weiterhin wichtig trotz Fintech-Druck
Praktische Tipps: ETF-Sparplan, Schulden reduzieren, Cash-Puffer aufbauen, beruflich flexibel bleiben
KI als Tool im Alltag: Wie Tim selbst KI nutzt – ohne blind zu übernehmen

Am Ende bleibt die Kernfrage: Unterschätzen wir die Revolution durch KI immer noch? Tim Schäfer seine Einschätzung – und warum er als Investor trotz Hype lieber vorsichtig bleibt.

https://bxplus.ch/wall-street-live-mit-tim-schaefer/

KI verändert die Arbeitswelt – welche Jobs sind in Gefahr? Wallstreet Live mit Tim Schäfer

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 14’080.89 16.28 S0WBHU
Short 14’224.09 13.90 SJJBGU
Short 14’764.58 8.98 STRBXU
SMI-Kurs: 13’404.93 03.03.2026 17:31:19
Long 12’793.11 19.76 SCQB1U
Long 12’482.35 13.70 SO3BSU
Long 11’937.78 8.93 SG1BPU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com

Indizes in diesem Artikel

SMI 13’404.93 -3.10%
SPI 18’470.76 -2.93%
SLI 2’122.20 -3.04%