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Geändert am: 03.03.2026 10:07:35
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Eskalation im Nahen Osten: SMI deutlich schwächer -- DAX unter 24'000 Punkten -- Asiens Börsen in Rot - Nikkei kräftig im Minus
Der heimische Aktienmarkt sowie der deutsche Leitindex zeigen sich am Dienstag mit deutlichen Verlusten. Am Dienstag präsentieren sich die Börsen in Fernost mit Abgaben.
SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt zeigt am Dienstag mit negativen Vorzeichen.
Der SMI eröffnete die Sitzung 1,50 Prozent tiefer bei 13'625,95 Punkten und verharrt auch anschliessend in der Verlustzone.
Auch die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI starteten 1,37 Prozent tiefer bei 18'767,60 bzw. 1,47 Prozent im Minus bei 2'156,66 Punkten in den Handelstag und weisen auch im Anschluss weitere Abgaben auf.
Auch am zweiten Handelstag nach dem Beginn der US-israelischen Operation gegen das iranische Regime bleibt die Anspannung an den Finanzmärkten gross. Der hiesige Aktienmarkt knüpft am Dienstag an die Verluste des Vortages an. Auch die asiatischen Börsen gaben deutlich nach, während sich die US-Börsen am Montag erstaunlich stabil hielten. Neben der wachsenden geopolitischen Instabilität im Nahen Osten bereitet vor allem das Thema Öl den Investoren Sorgen.
US-Präsident Donald Trump will gemäss Medienberichten "alles tun, was nötig ist". Die USA seien dabei in der Lage "weit länger" als die ursprünglich geplanten vier bis fünf Wochen durchzuhalten. Gleichzeitig forderte das US-Aussenministerium die Amerikaner auf, die Länder im Nahen Osten zu verlassen.
DEUTSCHLAND
Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigen sich am Dienstag erneut in Verkaufslaune.
Der DAX eröffnete die Sitzung 1,75 Prozent tiefer bei 24'207,44 Punkten. Auch im weiteren Verlauf verzeichnet er kräftige Abschläge und rutscht zeitweise unter 24'000 Punkte.
Die Anleger bleiben am Dienstag am deutschen Aktienmarkt besorgt wegen möglicher Auswirkungen des Iran-Konflikts. Der DAX zeigt sich im Zuge weiter steigender Ölpreise schwach. Im Chart rutscht er nach der gestern unterschrittenen 50-Tage-Linie auch noch deutlich unter die 100-Tage-Linie, die aktuell bei gut 24'400 Punkten verläuft. Unter den Anlegern geht weiter die Sorge vor einer Energiekrise um. Die Angriffe der USA und Israels auf militärische Infrastrukturen des Iran ging über Nacht weiter und umgekehrt greift Teheran als Reaktion unter anderem Ziele in den Golfstaaten an. "Die militärische Eskalation im Nahen Osten erhöht die Risiken für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte erheblich", schrieben am Morgen die Experten der NordLB.
Der Strasse von Hormus als Öl- und Gasroute komme dabei eine zentrale Bedeutung zu, aber auch der Dauer und Intensität der Auseinandersetzung. "Je länger die Interventionen anhalten und je weiter sich die Angriffe auf andere Länder in der Region ausweiten, desto höher ist das Risiko, um von einem echten, belastenden Ereignis für die Kapitalmärkte auszugehen", schrieben die NordLB-Experten. Bei der Commerzbank wird angesichts steigender Ölpreise auch wieder auf Inflationsrisiken verwiesen.

WALL STREET
Der Iran-Krieg und die stark gestiegenen Ölpreise haben auch die US-Anleger am Montag zeitweise in die Defensive getrieben.
Der Dow Jones verabschiedete sich 0,15 Prozent leichter bei 48'904,78 Punkten.
Der NASDAQ Composite schloss unterdessen 0,36 Prozent höher bei 22'748,86 Zählern.
Am Wochenende hatten die USA und Israel den Iran angegriffen und unter anderem das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet. Derzeit werden weiter Ziele angegriffen, die Teheran mit Gegenschlägen auf Israel und andere Länder beantwortet. Der Krieg hat inzwischen nicht nur die Golfstaaten, sondern auch den Libanon erfasst. Die Sorge vor einem Flächenbrand wächst.
Der Ölpreis schoss in die Höhe, was die Konjunktur weltweit beeinträchtigen könnte, sollte der Preis länger hoch bleiben oder sogar noch weiter steigen. Zeitweise erreichte Brent-Öl den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl den höchsten Stand seit Juni 2025. Damals hatte das US-Militär bereits Anlagen des Iran angegriffen.
Im Fokus steht nun die Strasse von Hormus, die eine der wichtigsten Engenstellen des weltweiten Handels mit Öl und Gas ist. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf. Iran hat den Schiffsverkehr eingeschränkt. "Eine längere Blockade der Strasse von Hormus könnte Öl deutlich verknappen", kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners.
Derweil ging der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Februar zwar im Vergleich zum Vormonat zurück, aber weitaus moderater als erwartet. Er liegt zudem weiter klar über der Schwelle, die auf Wachstum hindeutet.

ASIEN
Die Börsen Fernost zeigen sich am zweiten Handelstag der Woche mit Verlusten.
In Tokio verzeichnet der Nikkei 225 zeitweise ein kräftiges Minus von 3,04 Prozent bei 56'294,51 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland zeigt sich der Shanghai Composite am Dienstag stellenweise mit Abgaben von 0,47 Prozent bei 4'163,04 Zählern.
In Hongkong bewegt sich der Hang Seng zwischenzeitlich 0,63 Prozent im Minus bei 25'895,86 Einheiten.
Die anhaltenden Angriffe der USA und Israels gegen den Iran drücken die ostasiatischen Börsen am Dienstag erneut deutlich ins Minus. Es deutet sich aktuell kein Ende der Kämpfe an. Die US-Operation im Iran wird nach Aussage von US-Präsident Donald Trump vier bis fünf Wochen dauern. "Aber wir haben die Fähigkeit, auch weitaus länger durchzuhalten", sagte er bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus.
Die Risiken für die chinesische Ölversorgung blieben trotz des Iran-Konflikts kurzfristig beherrschbar, so Macquarie. Zudem warten die Marktteilnehmer auf Aussagen vom Nationalen Volkskongresses im Wochenverlauf. Dieser wird den Fünfjahresplan für den Zeitraum 2026 bis 2030 verabschieden. Der Markt rechnet mit weiteren Stimulierungsmassnahmen für die Konjunktur.
Die Ölpreise setzen ihren Anstieg mit den andauernden Angriffen auf den Iran fort, wenn auch mit einem leicht gebremsten Tempo. Die Notierungen für Brent und WTI steigen an. "Der andauernde militärische Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat Schockwellen durch die globalen Energiemärkte gesendet", sagt Analystin Kerstin Hottner von Vontobel. "Die Strasse von Hormus, ein entscheidender Engpass für den globalen Energiehandel, hat infolge des Konflikts ihren Betrieb praktisch eingestellt", so die Leiterin des Rohstoffbereichs. Dauer und Intensität des Konflikts seien Schlüsselfaktoren, die die Energielandschaft kurzfristig prägten, fügt sie hinzu.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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