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Geändert am: 03.03.2026 22:03:48
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Eskalation im Nahen Osten: Dow schlussendlich schwächer -- SMI schliesst tief im Minus -- DAX zum Handelsende deutlich unter 24'000 Punkten -- Asiens Börsen letztlich in Rot
Der heimische Aktienmarkt sowie der deutsche Leitindex erlitten am Dienstag deutliche Verlusten. Der Dow präsentierte dich ebenfalls in Rot. Auch die Börsen in Fernost zeigten sich mit Abgaben.
SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag sehr schwach.
Der SMI eröffnete die Sitzung bereits 1,50 Prozent tiefer bei 13'625,95 Punkten und fiel im Verlauf tiefer in die Verlustzone. Letztlich verlor er 3,10 Prozent auf 13'404,93 Punkte.
Auch die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI starteten mit deutlichen Abschlägen und weiteten diese im Laufe des Tages aus. Sie beendeten den Handel 2,93 Prozent tiefer bei 18'470,76 Zählern bzw. 3,04 Prozent im Minus bei 2'122,20 Einheiten.
An den Finanzmärkten blieb die Anspannung auch am zweiten Handelstag nach dem Beginn der US-israelischen Operation gegen das iranische Regime gross. Der hiesige Leitindex SMI und die anderen grossen europäischen Börsen büssten deutlich ein. Der Nahostkonflikt sei nun auch beim letzten Anleger angekommen, kommentierte ein Marktteilnehmer.
Die Marktreaktionen würden bislang weitgehend dem typischen Muster bei geopolitischen Krisen mit Risiko eines Rohstoff-Angebotsschocks entsprechen, hiess es am Markt. Diese seien üblicherweise von fallenden Aktienkursen, einem moderaten Anstieg des US-Dollars und höheren Öl-Preisen begleitet. Nicht ganz in dieses Playbook passten am Dienstag die nachgebenden Preise für Gold und Silber sowie der tendenziell schwächere Schweizer Franken.
Was lange als geopolitisches Hintergrundrauschen wahrgenommen worden sei, werde jetzt als reales Marktrisiko eingepreist. Der Faktor Energie und die Entwicklung des Ölpreises seien dabei die neuralgischen Punkte. Je länger der Krieg andauert, desto grösser werden zudem die Auswirkungen auf den Öltransport, hiess es am Markt.
US-Präsident Donald Trump will gemäss Medienberichten "alles tun, was nötig ist". Die USA seien dabei in der Lage "weit länger" als die ursprünglich geplanten vier bis fünf Wochen durchzuhalten. Gleichzeitig forderte das US-Aussenministerium die Amerikaner auf, die Länder im Nahen Osten zu verlassen.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt geriet am Dienstag erneut kräftig unter Druck.
So eröffnete der DAX die Sitzung mit einem Verlust von 1,75 Prozent bei 24'207,44 Punkten. Im Verlauf fiel er weiter zurück - zeitweise verlor er mehr als 4 Prozent und rutschte deutlich unter die 24'000-Punkte-Marke. Schliesslich verabschiedete er sich 3,44 Prozent tiefer bei 23'790,65 Zählern in den Feierabend.
Die andauernden Kampfhandlungen im Nahen Osten haben den Abwärtsdruck an den weltweiten Börsen am Dienstag verstärkt. Steigende Öl- und Erdgaspreise nähren Konjunktur- und Inflationsängste. Vieles hängt nun von der Dauer des Krieges ab.
Unter den Anlegern geht wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran weiter die Sorge vor einer Energiekrise um. Der DAX hängt seit Montag quasi am Gaspreis. Steigt dieser, geben die Aktienkurse nach; gibt der Gaspreis Gewinne teilweise wieder ab, stabilisieren sich auch die Aktienkurse etwas.
Die Exporte von Flüssigerdgas aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten 2025 etwa ein Fünftel der weltweiten Versorgung ausgemacht, schrieb Nitesh Shah vom Vermögensverwalter Wisdomtree. "Sie müssen die Strasse von Hormus passieren. Eine Unterbrechung hätte daher globale Auswirkungen", so der Rohstoffexperte. Selbst vorübergehende Ausfälle verschärften die globale Versorgungslage erheblich.

WALL STREET
Der eskalierende Krieg im Nahen Osten schickte auch die US-Börsen am Dienstag auf Talfahrt.
Der Dow Jones verblieb nach einer negativen Eröffnung auf rotem Terrain und verlor zum Schlussläuten 0,83 Prozent auf 48'501,27 Punkte.
Auch der NASDAQ Composite blieb nach einem schwachen Start in der Verlustzone und beendete die Handelssitzung 1,02 Prozent tiefer bei 22'516,69 Stellen.
Hatte die Wall Street am Montag noch recht gelassen auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die iranischen Vergeltungsschläge reagiert, so macht sich nun Nervosität breit. Zur Kriegs- gesellt sich Inflationsangst. Denn die Ölpreise setzen ihren rasanten Anstieg fort. Der Iran hat gedroht, Energieinfrastruktur zu zerstören und Schiffe "zu verbrennen", die die Strasse von Hormus passieren - ein wichtiger Transportweg für Öl. Anleger fürchten, dass steigende Ölpreise die Inflation in die Höhe treiben und die US-Notenbank längere Zeit davon abhalten werden, ihre Geldpolitik zu lockern.
Schwindende Zinssenkungshoffnungen liessen am US-Anleihemarkt die Renditen weiter steigen, doch kamen diese von ihren Tageshochs zurück. Die Preisentwicklung am Anleihemarkt zeige, dass Bundes- und US-Anleihen nicht länger als "sichere Häfen" fungierten, so Analyst Christoph Rieger von der Commerzbank.

ASIEN
Die Börsen Fernost zeigten sich am zweiten Handelstag der Woche mit Verlusten.
In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich deutliche 3,06 Prozent auf 56'279,05 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite am Dienstag schlussendlich mit Abgaben von 1,43 Prozent bei 4'122,68 Zählern.
In Hongkong bewegte sich der Hang Seng letztlich 1,12 Prozent im Minus bei 25'768,08 Einheiten.
Die anhaltenden Angriffe der USA und Israels gegen den Iran drückten die ostasiatischen Börsen am Dienstag erneut deutlich ins Minus. Es deutet sich aktuell kein Ende der Kämpfe an. Die US-Operation im Iran wird nach Aussage von US-Präsident Donald Trump vier bis fünf Wochen dauern. "Aber wir haben die Fähigkeit, auch weitaus länger durchzuhalten", sagte er bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus.
Die Risiken für die chinesische Ölversorgung blieben trotz des Iran-Konflikts kurzfristig beherrschbar, so Macquarie. Zudem warten die Marktteilnehmer auf Aussagen vom Nationalen Volkskongresses im Wochenverlauf. Dieser wird den Fünfjahresplan für den Zeitraum 2026 bis 2030 verabschieden. Der Markt rechnet mit weiteren Stimulierungsmassnahmen für die Konjunktur.
Die Ölpreise setzten ihren Anstieg mit den andauernden Angriffen auf den Iran fort, wenn auch mit einem leicht gebremsten Tempo. Die Notierungen für Brent und WTI stiegen an. "Der andauernde militärische Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat Schockwellen durch die globalen Energiemärkte gesendet", sagte Analystin Kerstin Hottner von Vontobel. "Die Strasse von Hormus, ein entscheidender Engpass für den globalen Energiehandel, hat infolge des Konflikts ihren Betrieb praktisch eingestellt", so die Leiterin des Rohstoffbereichs. Dauer und Intensität des Konflikts seien Schlüsselfaktoren, die die Energielandschaft kurzfristig prägten, fügte sie hinzu.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
US-Schulden, KI-Hype und Konsumdruck: Neue Risiken an den Finanzmärkten
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Besonders spannend: Das Interview verbindet kurzfristige Marktturbulenzen mit dem grossen makroökonomischen Bild und zeigt auf, welche Entwicklungen Anleger jetzt genau beobachten sollten.
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| NIKKEI 225 | 52’252.28 | 1.43% | |
| Hang Seng | 25’063.71 | 2.79% | |
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