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Dow Jones 30 Industrial 998313 / US2605661048

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04.09.2026
Geändert am: 07.09.2026 22:03:42

SMI schliesslich mit Verlusten -- DAX beendet Handel knapp über 26'000-Punkte-Marke -- Feiertagsbedingte Pause an der Wall Street -- Asiens Börsen letztlich uneinheitlich

Der heimische Markt zeigte sich zum Wochenstart schwächer. Der deutsche Leitindex gab ebenfalls nach. Die US-Börsen pausierten aufgrund des Labor Days. Am Montag fanden die Börsen in Asien keine gemeinsame Richtung.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt startete mit Abschlägen in die neue Woche.

Der SMI stieg mit einem kräftigen Minus in den Handel ein und übte sich in der Folge in Schadensbegrenzung. So wurden die Abschläge bis zum Handelsschluss etwa halbiert, trotzdem standen deutliche Verluste von 0,81 Prozent auf 14'279,38 Punkte an der Kurstafel.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI gaben nach schwachem Start ebenso deutlich nach. Sie zeigten sich schliesslich 0,69 Prozent tiefer bei 20'066,71 Zählern bzw. 0,72 Prozent schwächer bei 2'282,83 Einheiten.

Die deutlichen Verluste waren zu einem grossen Teil den grosskapitalisierten Novartis-Valoren geschuldet, die nach einem Forschungsrückschlag deutlich nachgaben. Davor hatten die US-Börsen am Freitag ebenfalls leichter geschlossen, nachdem die offiziellen Arbeitsmarktdaten für August überraschend stark ausgefallen waren. Zudem fehlten frische Impulse aus den USA, da der Handel hier am Montag aufgrund des Labor Day ruhte.

Die Lage am Ölmarkt blieb derweil durch den wieder hochgekochten Iran-Krieg angespannt. Für Gesprächsstoff sorgte auch der Wahlsieg der Rechtsaussenpartei AfD im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt. Wichtiger für die Anleger sind aber die anstehenden Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) diese Woche und der US-Notenbank Fed in der nächsten Woche.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex schwächelte am Montag.

Der DAX eröffnete die Sitzung marginal tiefer, verlor im Anschluss aber etwas den Halt und rutschte damit auch unter 26'000 Punkte. Das Minus wurde im Späthandel noch einmal kleiner und die wichtige Marke hielt stand. Sein Schlussstand: 26'006,53 Punkte (-0,15%).

Klaren Kursgewinnen der technologielastigen Börsen in Japan und insbesondere in Südkorea standen weiter hohe Ölpreise gegenüber. Denn die Lage am Ölmarkt blieb durch die weiteren gegenseitigen Angriffe im Krieg zwischen den USA und dem Iran angespannt. Eine Kerngruppe aus sieben Mitgliedern des Ölförderverbands Opec+ teilte am Wochenende mit, dass sie ihre Produktionsziele im Oktober nicht weiter anheben will. "In einem Aufwärtsszenario, in dem sich die Angriffe auf Schiffe ausweiten und intensivieren, sehen wir Brent potenziell bei 120 Dollar", sagte Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffforschung bei der US-Investmentbank Goldman Sachs, in einem Interview mit Bloomberg TV.

In Deutschland sorgten zudem der Wahlsieg der Rechtsaussenpartei AfD in Sachsen-Anhalt und die Signalwirkung des Debakels der CDU für die Bundesregierung für Gesprächsstoff. Wichtiger für die Anleger sind aber die Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) diese Woche und der US-Notenbank Fed in der nächsten Woche. Eine EZB-Zinserhöhung am Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent ist laut Chefvolkswirt Edgar Walk von Metzler Asset Management inzwischen weitgehend Konsens. Zudem fielen wegen eines Feiertags die US-Börsen als wichtiger Impulsgeber aus

WALL STREET

An der Wall Street fand am Montag aufgrund des Labor Days kein Handel statt.

Der Dow Jones verlor zum Sitzungsstart am vergangenen Freitag leicht und bewegte sich auch im weiteren Verlauf auf rotem Terrain. Er verliess den Handel 0,51 Prozent schwächer bei 53'413,60 Zählern.
Der technologielastige NASDAQ Composite eröffnete den Handel vor dem Wochenende kaum bewegt. Im Tagesverlauf sackte er jedoch ins Minus ab, wo er sich 0,29 Prozent schwächer bei 26'506,99 Punkten verabschiedete.

Die US-Börsen zeigten sich am Freitag mit schwacher Tendenz, nachdem die offiziellen Arbeitsmarktdaten für August überraschend stark ausgefallen sind. Das wiederum gab Zinserhöhungssorgen neue Nahrung und trieb am Anleihemarkt die Renditen nach oben.

Im vergangenen Monat entstanden in den USA ausserhalb der Landwirtschaft 162'000 zusätzliche Stellen, während Volkswirte im Konsens den Beschäftigungsaufbau auf 53'000 geschätzt hatten. Die Arbeitslosenquote lag wie erwartet bei 4,1 Prozent, der durchschnittliche Stundenlohn stieg ungefähr im erwarteten Rahmen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steigt in Reaktion auf die Daten um 3 Basispunkte auf 4,79 Prozent. Der Dollar folgt den Anleiherenditen nach oben. Der Dollarindex zieht um 0,4 Prozent an.

Positiv wurde am Freitag aufgenommen, dass die Ölpreise nachgeben. Das Barrel Brentöl verbilligt sich um 0,8 Prozent auf 94,74 Dollar, nachdem es am Donnerstag im Verlauf zeitweise über 97 Dollar gekostet hat.

ASIEN

Die asiatischen Börsen zeigten sich zum Wochenstart uneins.

Der Nikkei 225 legte letztlich um 2,12 Prozent auf 66'399,84 Punkte zu.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite schlussendlich marginale 0,07 Prozent im Plus bei 3'932,70 Zählern.

In Hongkong verlor der Hang Seng derweil 0,93 Prozent auf 25'413,12 Einheiten.

Als Bremser an den Börsen machten Akteure ungeachtet der Rally bei Halbleiteraktien die weiter steigenden Ölpreise aus, Brent-Öl kostete zuletzt 1,1 Prozent mehr, das Barrel 97,34 Dollar. Höhere Ölpreise schüren Inflationssorgen und halten Spekulationen über steigende US-Zinsen am Leben, genauso wie die am Freitag besser als gedacht ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. Am Wochenende hatten die USA drei iranische Öltanker angegriffen, nachdem iranische Streitkräfte US-Marine-Schiffe attackiert hatten. Der Iran drohte, eine Sperrzone ausserhalb der Strasse von Hormus einzurichten, was das Risiko weiterer Störungen der Energieflüsse erhöht.

Am Zinsterminmarkt liegt die Erwartung einer Zinserhöhung im September dennoch wieder bei unter 60 Prozent, nachdem im jüngsten Hoch auch schon 70 Prozent gesehen wurden. Die US-Börsen bleiben am Montag wegen des Labor-Day-Feiertags geschlossen.

Zur wieder aufblühenden KI-Fantasie verwiesen Marktteilnehmer auf das neue Modell GPT-6 Astra von OpenAI, das die Einführung von KI in allen Branchen beschleunigen und die starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur aufrechterhalten könnte. Laut Nomura stellt das Modell einen grossen Fortschritt in der Fähigkeit von KI-Systemen dar, komplexe Aufgaben zu bewältigen, sich an unbekannte Situationen anzupassen und über längere Zeiträume hinweg agentenähnliche Arbeiten auszuführen.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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